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Romane

Der scharlachrote Buchstabe

3,1(141)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die Handlung des Romans spielt in einer strenggläubigen Siedlung in Neuengland zu Zeiten des amerikanischen Puritanismus, also gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Hawthorne erzählt die Geschichte der Ehebrecherin Hester Prynne, die trotz öffentlicher Anprangerung den Vater ihres illegitimen Kindes nicht nennen will (ihr Ehemann gilt zunächst als auf See verschollen). Zur Strafe muß sie jederzeit ein scharlachrotes »A« auf ihrer Brust tragen. Der Leser erfährt bald, daß es sich beim Vater des Kindes, einer Tochter namens Pearl, um Arthur Dimmesdale, den Pfarrer des Dorfes, handelt. Der zentrale Konflikt des Romans spielt sich zwischen Dimmesdale und Hesters Ehemann, dem Dorfarzt Roger Chillingworth, ab, der den Pfarrer mit subtiler psychischer Folter in den Wahnsinn treibt. Neben einer mysteriösen Herzschwäche leidet der Dorfpfarrer an Versündigungsgedanken, denen er mit Selbstkasteiung zu begegnen versucht. Hester hingegen gelingt es mit der Zeit, durch makelloses Betragen die Achtung ihrer Mitmenschen wiederzuerlangen; sie legt das »A« aber nie wieder ab. Am Ende bekennt sich Dimmesdale öffentlich zu seiner Beziehung mit Hester, indem er vor seinen Mitbürgern seine Brust entblößt, auf der sich ebenfalls ein Mal ähnlich Hesters »A« befindet, um dann in Frieden zu sterben. Chillingworth, seiner Macht über ihn und Hester beraubt, findet innerhalb Jahresfrist ebenfalls den Tod.

Editionen (35)

ISBN9783966622868
VerlagBoer Verlag
Erscheinungsdatum31.12.22
Seitenzahl264

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

20 Rezensionen

3,1

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    2,0

    Starker Kern - Bröselnde Hülle

    Ich feiere Schachtelsätze. Ich benutze sie selber ausgiebig. Reihe ein Komma an das nächste, füge noch einen weiteren Einschub in den Einschub ein, möchte den Gedankenfluss nicht durch einen Punkt beenden, bis am Ende des Satzes nur noch ein verlassenes kleines Verb, bei dem fast jeder Leser, bis auf den leiderprobten vielleicht, schon längst vergessen hat, wozu es eigentlich gehört, steht. ;-) Aber diese „Kunst“ betreibt Nathaniel Hawthorne in einem Ausmaße, das auch mir die Freude daran verdirbt. Ich musste mich durch das vom Autor selbst verfasste Vorwort quälen. Danach lief’s zwar besser, aber so richtig warm geworden bin ich mit diesem Werk leider nicht, aufgrund der immer wiederkehrenden Ausschweifungen und äußerst langatmigen, blumig-dramatischen Beschreibungen, wie sie um 1850 nunmal heißgeliebt wurden. Inhaltlich hohes Begeisterungspotenzial à la Dostojewski: Schuld, Loyalität, Integrität, Sühne, Selbstverdammnis und eine Prise Liebe.

    7. Feb. 2026

  • kathrin_cgn
    kathrin_cgn

    136 Follower

    1,5

    Klassiker, hin oder her!

    Ja, ich verstehe, dass es ein wichtiger Klassiker ist. Dennoch hat es mir nicht so wahnsinnig gefallen und mich fast in eine fette Leseflaute gestürzt. Ich habe mich sehr gequält. Alle Charaktere waren mit unsympathisch, die Story war lahm und die langen verschachtelten Sätze sehr anstrengend zu lesen. Es passierte fast nichts, dennoch gab es viel Geschreibe drum rum. Keine Empfehlung von mir. Da gibt’s wesentlich tollere Klassiker, die einen Mehrwert haben.

    Klassiker, hin oder her!

    13. Okt. 2024

  • mizg
    mizg

    4 Follower

    3,0

    Wie viel Symbolik bekomme ich in einen Roman? Hawthorne: Ja

    Die metanarrativen Aspekte/Eingriffe, vor allem gegen Ende, waren beim Lesen sehr interessant. Die großen Symbole, Kritiken und Merkmale dringen zwar relativ einfach durch, aber irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten in zig Zeilen lesen zu müssen wie jetzt die Blätter an welchem Ast wie das Licht durchlassen. Wiederholt hatte ich das Gefühl, dass Hawthorne für eine möglichst genaue Beschreibung den Lesefluss opfert. Es hat sich gelohnt, aber es ist unwahrscheinlich dass ich es nochmal durchlese.

    29. Jan. 2026

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nathaniel Hawthorne

1804-1864

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