
675 Follower
„The Last One“ von Rachel Howzell Hall ist der Auftakt der „Schicksalsberührt“-Dilogie. Eine Romantasy für junge Erwachsene ab 16 Jahren. So wird der Roman zumindest beworben, die Romantasy fühle ich hier aber so gar nicht – und das meine ich auf die bestmögliche Art und Weise! Denn „The Last One“ ist das erste Buch dieses Jahr, dass mich komplett überraschen konnte. Mal im positiven und auch mal im negativen Sinn, doch die Mischung macht’s. Und wie herrlich erfrischend ist es bitte, endlich mal wieder eine Geschichte zu lesen, die nicht einfach eine Aneinanderreihung von Tropen ist? (Ich weiß, ich lese offensichtlich die falschen Bücher) Meine Begeisterung war jedenfalls so groß, dass es mich über ALLES hinweggetröstet hat. Sei es nun der sehr langsame erste Akt, die flachen Charaktere oder die wirre Geschichte. Howzell Hall fängt die Geschichte mit einigen genialen Sätzen an, zieht den Leser damit direkt in seinen Bann und beschließt dann, das folgende Exposé in dem elendsten Mistdorf aller Zeiten stattfinden zu lassen. Bevor man irgendetwas über die Protagonistin oder die Welt lernt, ist man als Leser vor allem folgendes: wütend und vielleicht gelangweilt. Das ist nicht der Start, den man sich erhofft, aber das Ende dieses Abschnitts hat es mehr als wettgemacht für mich. Danach begibt sich unsere unbekannte Protagonistin auf ihre ganz eigene Heldenreise. Noch immer auf der Jagd nach ihren Erinnerungen – und ihren Kleidern. Letzteres ist eines von vielen absurden Details, die man entweder obschon ihrer Skurrilität faszinierend findet – oder hasst. Ich sehe da wirklich keinen Mittelweg, was sich auch in den extremen Rezensionen – und auch in unserem Buddyread wiederspiegelt. Ich habe es zelebriert, endlich mal eine Romantasy zu lesen, die sich nach einem echten Fantasybuch anfühlt und meine Freundin fand es wohl von Anfang bis Ende bescheiden. Schaaade. Der Schreibstil scheint ebenso zu polarisieren, ich kann aber überhaupt nicht nachvollziehen, wieso. Eine simple, einfache Satzstruktur löst in mir keine großen Emotionen aus: weder positiv noch negativ. Eine Liebesgeschichte gibt es für mich nicht. Ja, die Hauptfigur (deren Name ich nicht nenne, weil sie ihn selbst erst im Verlauf der Geschichte erfährt) wird vom Narrativ direkt mit Jaydon verbunden. In Form einer seltsamen Vision, die sich weder bislang bewahrheitet hat noch sonst irgendwie relevant ist. Ansonsten lesen sich die beiden wie zwei Erwachsene, die sich attraktiv finden und gerne flirten. Ab einem gewissen Punkt würden sie auch gerne miteinander schlafen, werden aber immer unterbrochen – wirklich IMMER. Sie führen auch wirklich gute Unterhaltungen, trotzdem ist das für mich kein „Slow-Burn“ oder überhaupt sonderlich romantisch bislang. Nicht, solange die Protagonistin sich selbst nicht kennt und Jaydon seine eigenen Geheimnisse im Gepäck hat. Mal schauen, was die Fortsetzung bringt. Dass die Nebencharaktere, inklusive dem Love-Interest, dermaßen flach sind, ist das einzige Verbrechen für mich. Alles andere ist Geschmackssache. Insbesondere da die Autorin scheinbar keinen Fantasy-Hintergrund hat, bin ich positiv überrascht. An den Charakteren muss sie aber bitte dringend arbeiten. Alles in allem scheint „The Last One“ ein polarisierendes Werk zu sein – welch ein Glück, dass ich zu den Lesern gehöre, denen es gefallen hat. Wahrscheinlich habe ich es zur richtigen Zeit gelesen. 4 Sterne.
11. März 2026
„The Last One“ von Rachel Howzell Hall ist der Auftakt der „Schicksalsberührt“-Dilogie. Eine Romantasy für junge Erwachsene ab 16 Jahren. So wird der Roman zumindest beworben, die Romantasy fühle ich hier aber so gar nicht – und das meine ich auf die bestmögliche Art und Weise! Denn „The Last One“ ist das erste Buch dieses Jahr, dass mich komplett überraschen konnte. Mal im positiven und auch mal im negativen Sinn, doch die Mischung macht’s. Und wie herrlich erfrischend ist es bitte, endlich mal wieder eine Geschichte zu lesen, die nicht einfach eine Aneinanderreihung von Tropen ist? (Ich weiß, ich lese offensichtlich die falschen Bücher) Meine Begeisterung war jedenfalls so groß, dass es mich über ALLES hinweggetröstet hat. Sei es nun der sehr langsame erste Akt, die flachen Charaktere oder die wirre Geschichte. Howzell Hall fängt die Geschichte mit einigen genialen Sätzen an, zieht den Leser damit direkt in seinen Bann und beschließt dann, das folgende Exposé in dem elendsten Mistdorf aller Zeiten stattfinden zu lassen. Bevor man irgendetwas über die Protagonistin oder die Welt lernt, ist man als Leser vor allem folgendes: wütend und vielleicht gelangweilt. Das ist nicht der Start, den man sich erhofft, aber das Ende dieses Abschnitts hat es mehr als wettgemacht für mich. Danach begibt sich unsere unbekannte Protagonistin auf ihre ganz eigene Heldenreise. Noch immer auf der Jagd nach ihren Erinnerungen – und ihren Kleidern. Letzteres ist eines von vielen absurden Details, die man entweder obschon ihrer Skurrilität faszinierend findet – oder hasst. Ich sehe da wirklich keinen Mittelweg, was sich auch in den extremen Rezensionen – und auch in unserem Buddyread wiederspiegelt. Ich habe es zelebriert, endlich mal eine Romantasy zu lesen, die sich nach einem echten Fantasybuch anfühlt und meine Freundin fand es wohl von Anfang bis Ende bescheiden. Schaaade. Der Schreibstil scheint ebenso zu polarisieren, ich kann aber überhaupt nicht nachvollziehen, wieso. Eine simple, einfache Satzstruktur löst in mir keine großen Emotionen aus: weder positiv noch negativ. Eine Liebesgeschichte gibt es für mich nicht. Ja, die Hauptfigur (deren Name ich nicht nenne, weil sie ihn selbst erst im Verlauf der Geschichte erfährt) wird vom Narrativ direkt mit Jaydon verbunden. In Form einer seltsamen Vision, die sich weder bislang bewahrheitet hat noch sonst irgendwie relevant ist. Ansonsten lesen sich die beiden wie zwei Erwachsene, die sich attraktiv finden und gerne flirten. Ab einem gewissen Punkt würden sie auch gerne miteinander schlafen, werden aber immer unterbrochen – wirklich IMMER. Sie führen auch wirklich gute Unterhaltungen, trotzdem ist das für mich kein „Slow-Burn“ oder überhaupt sonderlich romantisch bislang. Nicht, solange die Protagonistin sich selbst nicht kennt und Jaydon seine eigenen Geheimnisse im Gepäck hat. Mal schauen, was die Fortsetzung bringt. Dass die Nebencharaktere, inklusive dem Love-Interest, dermaßen flach sind, ist das einzige Verbrechen für mich. Alles andere ist Geschmackssache. Insbesondere da die Autorin scheinbar keinen Fantasy-Hintergrund hat, bin ich positiv überrascht. An den Charakteren muss sie aber bitte dringend arbeiten. Alles in allem scheint „The Last One“ ein polarisierendes Werk zu sein – welch ein Glück, dass ich zu den Lesern gehöre, denen es gefallen hat. Wahrscheinlich habe ich es zur richtigen Zeit gelesen. 4 Sterne.
11. März 2026







