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„Fear the Flames: Die Drachenkönigin“ von Olivia Rose Darling ist der Auftakt der gleichnamigen Reihe, die mindestens drei Bände umfassen wird. Zumindest im Original heißt die Reihe „Fear the Flames“, im Deutschen steht bei Amazon „Drachen-Reihe“. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich allein schon der Reihentitel triggert. Offensichtlich wollte der Verlag ursprünglich auch „Fear the Flames“ als Reihentitel und „Die Drachenkönigin“ als Titel des ersten Bandes, was absolut logisch gewesen wäre. Stattdessen nennt man es uninspiriert „Drachen-Reihe“ und nennt den zweiten Band „Wrath of the Dragon: Zorn des Drachen“ – der Untertitel ist nur eine Übersetzung! Was zur Hölle? So, das musste einmal raus. Leider ist das Buch selbst auch nicht viel besser. Das fängt schon damit an, dass uns die Hälfte fehlt. Wie das? Rose Darling hat „Fear the Flames“ ursprünglich selbstverlegt. Ihre Ausgabe umfasst im Englischen über 600 Seiten. Dann hat sich ein Verlag die Rechte gesichert und es noch mal aufgelegt – 300 Seiten schmaler. Die Entdeckung hat meine Buchbestie (@pence) gemacht als sie das deutsche Hörbuch mit dem englischen eBook kombiniert hat. Sie merkte recht schnell, dass das vorne und hinten nicht zusammenpasst und dann hat sie den deutschen Text mit dem Englischen verglichen. Es fehlt gefühlt jeder dritte Satz. Bei Dialogen zum Beispiel grundsätzlich erläuternde Texteinschübe. Und das merkt man. Wenn man zudem weiß, warum man die ganze Zeit das Gefühl hat, dass einem wichtige Informationen fehlen, merkt man es noch mehr. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass uns das nicht aufgeregt hätte. Das Interesse nach Abschluss ist allerdings auch nicht groß genug, um mir die Originalfassung zu besorgen. Keine Ahnung, ob der Verlag eine dermaßen generische Romantasy daraus gemacht hat oder ob das Grundgerüst schon so „tropey“ war. Die Drachen? Tauchen erst ganz zum Schluss auf. Die Befreiung der Drachen? Läuft absolut reibungslos in gefühlt 5 Minuten. Wo ist der spannende Raubzug, der uns versprochen wurde? Davon ab: wie groß sollen die Drachen sein? Die Beschreibungen machen überhaupt keinen Sinn. Die Liebesgeschichte? Beginnt bei der ersten Begegnung. Ergo kaufe ich ihm seine Besessenheit selbst jetzt noch nicht ab. Immerhin schreibt Rose Darling kreative intime Szenen, die mich jetzt nicht kalt gelassen haben, aber die Liebe kaufe ich keinem von beiden ab. Die Handlung an sich ist eine Aneinanderreihung willkürlicher Szenen. Ja, das Ziel, die Drachen zu befreien, steht von Anfang an fest, dennoch habe ich keinen roten Faden finden können. Es gibt auch keinerlei Weltenbau und man kann überhaupt nicht einschätzen, in was für einer Zeit das spielen soll. Es ist einfach schade. Bei dem Coverdesign hatte ich tatsächlich gehofft, dass dies mehr Fantasy als Romance wäre – die falsche Erwartung geht also auf meine Kappe. Doch der Rest… Sympathische, eindimensionale Charaktere. Ein gut leserlicher Schreibstil. Ein flottes Erzähltempo. „Junge“ Leser (ob an Alter oder Erfahrung) haben mit Sicherheit keine schlechte Zeit mit „Fear the Flames“, aber das ändert nichts an den oben genannten Kritikpunkten. Ich werde die Reihe nicht fortsetzen (seid stolz auf mich!). 1,5 Sterne.
15. Apr. 2026
„Fear the Flames: Die Drachenkönigin“ von Olivia Rose Darling ist der Auftakt der gleichnamigen Reihe, die mindestens drei Bände umfassen wird. Zumindest im Original heißt die Reihe „Fear the Flames“, im Deutschen steht bei Amazon „Drachen-Reihe“. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich allein schon der Reihentitel triggert. Offensichtlich wollte der Verlag ursprünglich auch „Fear the Flames“ als Reihentitel und „Die Drachenkönigin“ als Titel des ersten Bandes, was absolut logisch gewesen wäre. Stattdessen nennt man es uninspiriert „Drachen-Reihe“ und nennt den zweiten Band „Wrath of the Dragon: Zorn des Drachen“ – der Untertitel ist nur eine Übersetzung! Was zur Hölle? So, das musste einmal raus. Leider ist das Buch selbst auch nicht viel besser. Das fängt schon damit an, dass uns die Hälfte fehlt. Wie das? Rose Darling hat „Fear the Flames“ ursprünglich selbstverlegt. Ihre Ausgabe umfasst im Englischen über 600 Seiten. Dann hat sich ein Verlag die Rechte gesichert und es noch mal aufgelegt – 300 Seiten schmaler. Die Entdeckung hat meine Buchbestie (@pence) gemacht als sie das deutsche Hörbuch mit dem englischen eBook kombiniert hat. Sie merkte recht schnell, dass das vorne und hinten nicht zusammenpasst und dann hat sie den deutschen Text mit dem Englischen verglichen. Es fehlt gefühlt jeder dritte Satz. Bei Dialogen zum Beispiel grundsätzlich erläuternde Texteinschübe. Und das merkt man. Wenn man zudem weiß, warum man die ganze Zeit das Gefühl hat, dass einem wichtige Informationen fehlen, merkt man es noch mehr. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass uns das nicht aufgeregt hätte. Das Interesse nach Abschluss ist allerdings auch nicht groß genug, um mir die Originalfassung zu besorgen. Keine Ahnung, ob der Verlag eine dermaßen generische Romantasy daraus gemacht hat oder ob das Grundgerüst schon so „tropey“ war. Die Drachen? Tauchen erst ganz zum Schluss auf. Die Befreiung der Drachen? Läuft absolut reibungslos in gefühlt 5 Minuten. Wo ist der spannende Raubzug, der uns versprochen wurde? Davon ab: wie groß sollen die Drachen sein? Die Beschreibungen machen überhaupt keinen Sinn. Die Liebesgeschichte? Beginnt bei der ersten Begegnung. Ergo kaufe ich ihm seine Besessenheit selbst jetzt noch nicht ab. Immerhin schreibt Rose Darling kreative intime Szenen, die mich jetzt nicht kalt gelassen haben, aber die Liebe kaufe ich keinem von beiden ab. Die Handlung an sich ist eine Aneinanderreihung willkürlicher Szenen. Ja, das Ziel, die Drachen zu befreien, steht von Anfang an fest, dennoch habe ich keinen roten Faden finden können. Es gibt auch keinerlei Weltenbau und man kann überhaupt nicht einschätzen, in was für einer Zeit das spielen soll. Es ist einfach schade. Bei dem Coverdesign hatte ich tatsächlich gehofft, dass dies mehr Fantasy als Romance wäre – die falsche Erwartung geht also auf meine Kappe. Doch der Rest… Sympathische, eindimensionale Charaktere. Ein gut leserlicher Schreibstil. Ein flottes Erzähltempo. „Junge“ Leser (ob an Alter oder Erfahrung) haben mit Sicherheit keine schlechte Zeit mit „Fear the Flames“, aber das ändert nichts an den oben genannten Kritikpunkten. Ich werde die Reihe nicht fortsetzen (seid stolz auf mich!). 1,5 Sterne.
15. Apr. 2026







