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Romane

Suleika öffnet die Augen

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Über das Buch

„Dieser Roman trifft mitten ins Herz.“ Ljudmila Ulitzkaja. 1930 in der Nähe von Kasan: Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt sie auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle: das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 31 Sprachen übersetzt ist. Mit fünfzehn wurde Suleika verheiratet. Vier Kinder hat sie ihrem erheblich älteren Mann geboren. Alle hat sie bald beerdigen müssen. Für ihren Mann und ihre fast hundertjährige herrische Schwiegermutter ist sie nichts als eine Arbeitskraft von geringem Wert. Da bricht ein neues Unglück über sie herein: Die Familie wird enteignet, ihr Mann erschossen. Sie kommt auf den monatelangen Transport nach Sibirien. Unterwegs entdeckt sie, dass sie wieder schwanger ist. Sie muss beim Aufbau einer Siedlung fernab aller Zivilisation mitarbeiten und findet dort endlich die wahre Liebe. „Dieser Roman ist ein literarisches Meisterwerk, das sich auf sorgfältig recherchierte historische Tatsachen stützt. Gusel Jachina fesselt ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite und führt damit die besten Traditionen des russischen Gesellschaftsromans fort.“ Neue Zürcher Zeitung. „Die Autorin schreibt uns ihre Heldin mit genauem Blick und leichter Hand mitten ins Herz hinein.“ Brigitte Woman.

Editionen (2)

ISBN9783746634517
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum09.11.18
Seitenzahl541

Merkmale

1 Bewertungen

MittelEntwickelndMittelAnschaulichGlaubwürdigInformativ

Rezensionen & Bewertungen

46 Bewertungen

5 Rezensionen

4,1

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  • kath26
    kath26

    81 Follower

    4,0

    Ein historisch extrem interessantes Buch, das allerdings sehr distanziert erzählt ist. Leider ist das letzte Viertel des Romans im Zeitraffer erzählt worden, was dem Buch nicht gut getan hat.

    „Suleika öffnet die Augen“ von Gusel Jachina ist mir für die 12 Books in 2024-Challenge aus meiner Wunschliste auslost worden. Aufgrund der Thematik war mir klar, dass dies keine einfache Geschichte werden und dass ich dafür einen klaren und freien Kopf benötigen würde, weshalb ich es zu einem Großteil in einem entspannten Urlaub auf meiner Terrasse gelesen habe. Die mitunter recht langen Kapitel waren ein weiterer Grund, weshalb ich das Buch nicht in kleine Abschnitte zerstückelt lesen wollte. Vorgewarnt von der ein oder anderen Rezension, hatte ich tatsächlich ein wenig Bedenken, dass mich das Buch nach einem wirklich starken Anfang verlieren, bzw. dass es mir zu emotionslos erzählt sein könnte. Und es war auch sehr distanziert erzählt, aber gerade diese Emotionslosigkeit und Distanziertheit haben extrem gut zu Suleik gepasst. Denn man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass es in einer komplett anderen Zeit als der unsrigen spielt und Suleikas fast schon sklavenartiges Leben an der Seite ihres gewalttätigen Ehemanns und dessen einschüchternder Mutter unterscheidet sich doch sehr von dem Leben einer selbständigen Frau im 21. Jahrhundert. Sie durfte keine eigene Meinung haben und war mit ihrer verschüchterten Art ein fast schon „erfrischend“ anderer Charakter bei all den feministischen Romanheldinnen, die für die Rechte und Gleichberechtigung der Frauen kämpfen. Und trotz aller Unterdrückung durch ihren Ehemann und der Schwiegermutter ist Suleika ein wunderbar starker Charakter und genau das muss sie auch sein bei dem, was sie alles er- und überlebt hat. Außerdem bietet mir „Suleika öffnet die Augen“ genau das, was ich an historischen Romanen so liebe und mit immer erhoffe: Ich lerne viel in diesem Buch über die Zeit und das russische Zarenreich und seine Geschichte. Es mag kein Buch sein, dass Knall auf Fall mitten ins Herz trifft, dafür empfinde ich den Erzählstil als zu distanziert, aber sowohl Suleika als auch das Buch haben sich heimlich still und leise in meinem Gehirn festgesetzt. Es ist eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde, auch wenn das Ende etwas zu sehr im Zeitraffer erzählt worden ist und dadurch mein Gesamteindruck etwas geschmälert wurde.

    30. Juli 2024

  • ritulja.books
    ritulja.books

    14 Follower

    4,0

    Der Anfang hat mich wirklich wunderbar gefunden genommen. Die Erzählweise war so packend dass ich mich wirklich einfühlen konnte und die Handlung vor dem inneren Auge abgespielt wurde. Ab der Mitte des Buches wurde es etwas träge. Trotzdem sehr interessant für die, die sich um Russlands Geschichte interessieren oder einfach ein spannendes Buch mit einer starken Frau als Hauptcharakter suchen.

    29. Feb. 2024

  • wortdenkmal
    wortdenkmal

    49 Follower

    5,0

    Unglaublich gut !

    Die Geschichte nimmt einen vom ersten Augenblick an mit und verliert nie an Spannung. Man möchte immer dabei sein, wie diese junge und mutige Frau fast sprichwörtlich um ihr Leben kämpft … Ein grandioses Buch !

    19. Sept. 2024

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Gusel Jachina

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihre Romane »Suleika öffnet die Augen«, »Wolgakinder« und »Wo vielleicht das Leben wartet« wurden in Dutzende Sprachen übersetzt. Gusel Jachina lebt in Kasachstan.

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