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Reality Shows: Fremdschämen oder reiner Voyeurismus? Ich bin kein Fan von solchen Shows und frage mich oft, was Leute, abgesehen vom Geld, dazu veranlasst, sich in der Öffentlichkeit so bloßzustellen. Aber diese Shows sind auf Einschaltquoten aus und inszeniert bis ins kleinste Detail. Das müssen auch die Teilnehmer einer Survival-Show in den Bergen von Wales feststellen. Ein bisschen Feuer machen, Essen finden, doch dass am Ende eins ihrer größten Geheimnisse an die Öffentlichkeit kommen sollen, davon hat keiner der Teilnehmer etwas geahnt. Schon nach dem ersten Tag verschwindet ein Teilnehmer und Fjion Morgan nimmt die Ermittlungen auf. Kurze Zeit später wird der Produzent der Show ermordet. An Verdächtigen mangelt es hier nicht… Ich hatte vor einiger Zeit den ersten Teil dieser Reihe gelesen. Fjion ist eine, sagen wir mal, etwas eigensinnige Ermittlerin. Am liebsten arbeitet sie allein. Doch bereits im ersten Band wurde ihr Leon Brady von der englischen CID zur Seite gestellt. Auch diesmal ist er wieder dabei, das Aufeinandertreffen etwas unterkühlt, da Fjion ihn nach dem letzten Aufeinandertreffen geghostet hat. Die Dynamik der beiden fand ich etwas anstrengend diesmal, da mir auch Fjion in diesem Band nicht sonderlich sympathisch rüberkam. Der Fall an sich war interessant, wer darf entscheiden, ob und wann private Dinge an die Öffentlichkeit gelangen. Der Produzent spielt sich hier zum Herrscher und Gott über alles und jeden auf, behindert zunächst die Ermittlungen zum Verschwinden des Teilnehmers; ihn interessiert nur die Show, sein Ruhm. Er ist absolut emotionslos und ohne jegliches schlechtes Gewissen, dass er das Leben dieser Menschen durch die Enthüllung der Geheimnisse komplett ruinieren kann. Kein Wunder eigentlich, dass er ermordet wird. Doch neben den Teilnehmern gibt es noch andere Verdächtige und einer von ihnen gehört in Fjions engeren Umkreis. Die Geschichte liest sich gut weg, in den Kapiteln wird abwechselnd auf die unterschiedlichen Verdächtigen eingegangen bzw aus ihrer Sicht berichtet, dennoch hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt. Vielleicht lag es auch nur daran, dass sich die Ermittlungen an manchen Stellen etwas sehr für mein Empfinden in die Länge zogen.
9. Mai 2026
Reality Shows: Fremdschämen oder reiner Voyeurismus? Ich bin kein Fan von solchen Shows und frage mich oft, was Leute, abgesehen vom Geld, dazu veranlasst, sich in der Öffentlichkeit so bloßzustellen. Aber diese Shows sind auf Einschaltquoten aus und inszeniert bis ins kleinste Detail. Das müssen auch die Teilnehmer einer Survival-Show in den Bergen von Wales feststellen. Ein bisschen Feuer machen, Essen finden, doch dass am Ende eins ihrer größten Geheimnisse an die Öffentlichkeit kommen sollen, davon hat keiner der Teilnehmer etwas geahnt. Schon nach dem ersten Tag verschwindet ein Teilnehmer und Fjion Morgan nimmt die Ermittlungen auf. Kurze Zeit später wird der Produzent der Show ermordet. An Verdächtigen mangelt es hier nicht… Ich hatte vor einiger Zeit den ersten Teil dieser Reihe gelesen. Fjion ist eine, sagen wir mal, etwas eigensinnige Ermittlerin. Am liebsten arbeitet sie allein. Doch bereits im ersten Band wurde ihr Leon Brady von der englischen CID zur Seite gestellt. Auch diesmal ist er wieder dabei, das Aufeinandertreffen etwas unterkühlt, da Fjion ihn nach dem letzten Aufeinandertreffen geghostet hat. Die Dynamik der beiden fand ich etwas anstrengend diesmal, da mir auch Fjion in diesem Band nicht sonderlich sympathisch rüberkam. Der Fall an sich war interessant, wer darf entscheiden, ob und wann private Dinge an die Öffentlichkeit gelangen. Der Produzent spielt sich hier zum Herrscher und Gott über alles und jeden auf, behindert zunächst die Ermittlungen zum Verschwinden des Teilnehmers; ihn interessiert nur die Show, sein Ruhm. Er ist absolut emotionslos und ohne jegliches schlechtes Gewissen, dass er das Leben dieser Menschen durch die Enthüllung der Geheimnisse komplett ruinieren kann. Kein Wunder eigentlich, dass er ermordet wird. Doch neben den Teilnehmern gibt es noch andere Verdächtige und einer von ihnen gehört in Fjions engeren Umkreis. Die Geschichte liest sich gut weg, in den Kapiteln wird abwechselnd auf die unterschiedlichen Verdächtigen eingegangen bzw aus ihrer Sicht berichtet, dennoch hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt. Vielleicht lag es auch nur daran, dass sich die Ermittlungen an manchen Stellen etwas sehr für mein Empfinden in die Länge zogen.
9. Mai 2026






