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See der Schöpfung

3,5(62)
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Deutsch
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Über das Buch

Ausgezeichnet mit dem SPIEGEL Buchpreis 2025

Sadie Smith – 34, skrupellos, verführerisch, ehemalige FBI-Agentin – wird von einem namenlosen Auftraggeber in eine entlegene Gegend in Südfrankreich geschickt. Ihr Auftrag: Sie soll eine Kommune anarchistischer Umweltaktivisten infiltrieren, die im Verdacht steht, Anschläge verübt zu haben. Sadie blickt zunächst mit Verachtung auf die Idealisten und die französische Provinz mit ihren verschlafenen Dörfern und Höfen. Doch dann gerät sie in Kontakt mit Bruno Lacombe, dem Vordenker der Gruppe. Bruno lehnt die Zivilisation ab, er lebt in einer Neandertalerhöhle und sieht die Rettung der Menschheit in der Rückwendung zu ihren Ursprüngen. Die Auseinandersetzung mit ihm lässt Zweifel in der eigentlich so abgebrühten Sadie keimen, und sie, die die Fäden in der Hand zu halten glaubte, gerät mehr und mehr in seinen Bann.

Eine provozierende Agenten-Story im Spannungsfeld von Gesellschaftskritik, Aktivismus und Politik.

«Das Elektrisierende an diesem Roman ist die Verknüpfung von aktueller Politik mit einer dunklen Gegengeschichte der Menschheit. Kushners aufregende Ideen haben uns mitgerissen. Der ganze Roman ist ein tiefgründiger, unwiderstehlicher Pageturner.» Die Booker-Prize-Jury

«Rachel Kushner erfindet den Spionageroman auf coole, hochintelligente Weise neu.» Hernán Díaz

«Rachel Kushner ist die aufregendste Autorin ihrer Generation.» Bret Easton Ellis

Editionen (1)

ISBN9783498002411
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum15.04.25
Seitenzahl480

Merkmale

2 Bewertungen

UngewöhnlichSpannendLangsamVariabelKomplexMittel

Rezensionen & Bewertungen

62 Bewertungen

13 Rezensionen

3,5

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  • nickalala
    nickalala

    124 Follower

    3,5

    "Der Mann drehte sich um und legte ihr eine Hand auf den Arm, eine uralte Geste, in jeder Epoche der Geschichte von naiven Männern verwendet, um zeternde Frauen zu beruhigen, die von vernünftigen Zweifeln bedrängt werden." Über 450 Seiten lässt uns Kushner mit ihrer emotionslosen, unsympathischen Protagonistin Sadie verbringen, bis dann endlich alles in einem großen, dramatischen, actionreichen Showdown wie eine Bombe eingeschlagen soll.... und dann kommt dieses Finale?! Ich habe so schmunzeln müssen! 😂 Ich habe 'See der Schöpfung' nicht geliebt, aber sehr gemocht. Die Sprache ist modern, intelligent, sie fließt locker flockig. Ich mag, wie Kushner ihre Sätze baut und ich mochte den unterschwelligen Humor, dieses absurd Komische in den Figuren.

    21. Okt. 2025

  • maberio
    maberio

    98 Follower

    4,0

    Die ehemalige FBI-Agentin Sadie arbeitet nun in ähnlicher Weise für unbekannte private Auftraggeber. Sie infiltriert eine Gruppe von Umweltaktivisten im Niemandsland des südwestlichen Frankreichs. Ihre Methodik ist moralisch verwerflich, indem sie wie schon beim FBI selbst versucht die Gruppe zu Straftaten anzustacheln, u.a. einen Politiker zu ermorden. Eine Art selbsterfüllende Prophezeiung. Für mich am interessantesten waren die E-Mails des ideologischen Vordenkers der Aktivisten, in die Sadie Einsicht hatte. Dazu gehörten insbesondere seine Sicht zum aktuell gestörten Verhältnis vom Mensch zur Natur und seine Ausführungen zur Neandertaler-Kultur. Auch die Thematik zu einer diskriminierten "Personengruppe", den sogenannten Cagots, war mir bisher nicht bekannt. Während die Aktivisten sich immer mehr von ihrem einstigen Vorbild entfernen, nähert sich Sadie immer mehr an. Insgesamt gut zu lesen in einer modernen Umgangssprache. Von einem Spionageroman hatte ich aber etwas mehr Spannung erwartet.

    7. Juli 2025

  • ricos
    ricos

    36 Follower

    3,5

    Etwas unklar, Spionage Thriller oder Essay über die Menschheitsgeschte und die Entfremdung zur Natur.

    Rachel Kushners See der Schöpfung ist ein intelligenter, eigensinniger Roman, der Spionagethriller und philosophische Reflexion miteinander verbindet. Die eigentlich ziemlich unsympathische Ex-CIA-Agentin Sadie Smith soll in Südfrankreich eine anarchistische Öko-Kommune infiltrieren. Die Mails des Vordenkers der Gruppe, Bruno, lassen sie nachdenken und tatsächlich etwas menschlicher werden. Statt des erwarteten Spionagethriller lernen sie und der Leser viel über das Verhältnis Mensch Natur. Insgesamt bisschen unausgewogen, für einen Thriller zu lahm, für philosophische Essays zu wenig. Dennoch mit Spaß gelesen, die Story um die breiten Gesichter der Neandertaler, deren Jagdverhalten und Kunst oder die Geschichte der Cagots waren mir neu. Sehr gut auch die Darstellung von Hollebeque, mitten im Geschehen der Bauernproteste auf der Suche nach Stoff für seinen neuen Roman.

    22. März 2026

3 von 13 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 23950%
delightfulemi
delightfulemi13. Dez. 2025

Die Gesundheit der Gesellschaft kann an den Emotionen der Jugendlichen abgelesen werden. Toller Satz!

Autorin / Autor

Über Rachel Kushner

Rachel Kushners Romane Flammenwerfer (2015), Telex aus Kuba (2017) und Ich bin ein Schicksal (2019) waren New-York-Times-Bestseller. Für ihr Werk wurde sie mit dem Prix Médicis ausgezeichnet und war für den Booker Prize, den National Book Award, den National Book Critics Circle Award und den Folio Prize nominiert. Ihre Bücher sind in 27 Sprachen übersetzt. Rachel Kushner lebt in Los Angeles. Zuletzt erschien von ihr der Essayband Harte Leute (2022).

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