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Eine ungemeine Bereichung, die dazu bei, deutsche Geschichte in ihrer Gänze zu verstehen.
„Queer“ stellt eine Bereicherung für den Blick auf die deutsche Geschichte seit der Kaiserzeit dar. Dabei berichtet der Historiker Benno Gammerl nicht von einer linearen Erfolgsgeschichte, sondern weitet die Perspektive für Ambivalenzen und Widersprüche. Der Autor setzt an mit der Formung der homosexuellen Bewegung im Kaiserreich und fährt fort mit den 20er Jahren, der Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus und den Entwicklungen in der BRD und DDR, wobei Differenzen zwischen den beiden deutschen Staaten erkennbar werden. Er verzichtet darauf, ein Narrativ zu zeichnen, in dem nur zwischen „Höhepunkten der Anerkennung“ und den „Abgründen der Diskriminierung“ unterschieden wird. Stattdessen wird die simultane Existenz von Stigmatisierung, Emanzipation und Normalisierung in den Fokus gerückt, Konflikte innerhalb der Bewegungen beleuchtet und emanzipative, wie rückläufige Entwicklungen herausgearbeitet. Dabei wird er, umso weiter er sich der Gegenwart annähert, immer detaillierter und stellt auch die Zusammenhänge zu den heutigen Zuständen her. Mit diesem Buch, welches verschiedene queere Bewegungen und Persönlichkeiten in den Blick nimmt und die Veränderungen in der Forschung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von gleichgeschlechtlich begehrenden und gender-nonkonformen Menschen deutlich macht, wird die deutsche Geschichte diversifiziert und die Perspektive erweitert. Das Buch hat mir vor Augen geführt, wie wenig ich, und das als Geschichtsstudentin, über queere Geschichte in Deutschland wusste. Aufgrund dessen stellt das Buch eine ungemeine Bereicherung dar, die dazu beiträgt, deutsche Geschichte in ihrer Gänze zu verstehen

30. März 2024
Eine ungemeine Bereichung, die dazu bei, deutsche Geschichte in ihrer Gänze zu verstehen.
„Queer“ stellt eine Bereicherung für den Blick auf die deutsche Geschichte seit der Kaiserzeit dar. Dabei berichtet der Historiker Benno Gammerl nicht von einer linearen Erfolgsgeschichte, sondern weitet die Perspektive für Ambivalenzen und Widersprüche. Der Autor setzt an mit der Formung der homosexuellen Bewegung im Kaiserreich und fährt fort mit den 20er Jahren, der Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus und den Entwicklungen in der BRD und DDR, wobei Differenzen zwischen den beiden deutschen Staaten erkennbar werden. Er verzichtet darauf, ein Narrativ zu zeichnen, in dem nur zwischen „Höhepunkten der Anerkennung“ und den „Abgründen der Diskriminierung“ unterschieden wird. Stattdessen wird die simultane Existenz von Stigmatisierung, Emanzipation und Normalisierung in den Fokus gerückt, Konflikte innerhalb der Bewegungen beleuchtet und emanzipative, wie rückläufige Entwicklungen herausgearbeitet. Dabei wird er, umso weiter er sich der Gegenwart annähert, immer detaillierter und stellt auch die Zusammenhänge zu den heutigen Zuständen her. Mit diesem Buch, welches verschiedene queere Bewegungen und Persönlichkeiten in den Blick nimmt und die Veränderungen in der Forschung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von gleichgeschlechtlich begehrenden und gender-nonkonformen Menschen deutlich macht, wird die deutsche Geschichte diversifiziert und die Perspektive erweitert. Das Buch hat mir vor Augen geführt, wie wenig ich, und das als Geschichtsstudentin, über queere Geschichte in Deutschland wusste. Aufgrund dessen stellt das Buch eine ungemeine Bereicherung dar, die dazu beiträgt, deutsche Geschichte in ihrer Gänze zu verstehen
30. März 2024








