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Romane

Penelope und die zwölf Mägde

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Über das Buch

Für Fans von »Report der Magd« und Madeleine Millers »Ich bin Circe«

Margaret Atwood ist überzeugt: »Die Geschichte, wie sie in der ›Odyssee‹ erzählt wird, ist nicht wasserdicht.« Hier erzählt deshalb Penelope selbst rückblickend ihre Geschichte, skeptisch und scharfsichtig betrachtet sie ihr Leben, ihren seefahrenden Gatten Odysseus, die gewiefte Cousine Helena, den dümmlichen Paris, die brutale, patriarchalische Gesellschaft der Antike. Die Mägde bilden einen Chor, der den Bericht Penelopes aus der anonymen Perspektive der Machtlosen ergänzt. Intim, leicht und dabei illusionslos beschreiben die Frauen, was sie sehen, denken und erleben.

In dieser packenden Inszenierung des Hessischen Rundfunks werden die alten Geschichten von »Ilias« und »Odyssee« für uns heutige Hörerinnen neu erfahrbar.

Eine Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, 2022

Inszenierte Lesung mit Nina Kunzendorf, Johanna Engel, Luise Pauline Ehl, Toni Pitschmann, Uwe Zerwer, Peter Schröder
3h 35min

Editionen (5)

ISBN9783844547115
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum11.10.22

Rezensionen & Bewertungen

176 Bewertungen

36 Rezensionen

3,7

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  • conny.liest
    conny.liest

    74 Follower

    4,0

    Eine neue Seite einer alten Geschichte.

    Ein antiker Sagenstoff, eine Frauenperspektive, die Frage nach Gerechtigkeit – eine super Mischung.

    18. Apr. 2026

  • tumbleread
    tumbleread

    47 Follower

    3,0

    In Penelope und die zwölf Mägde von Margaret Atwood erleben wir die Geschichte der Odyssee aus weiblicher Perspektive. Penelope lebt nun im Hades und erzählt ihre Sicht auf die Geschehnisse während Odysseus’ Abwesenheit. Verquirlt mit Anekdoten aus der Gegenwart erfahren wir von ihrem Leidensweg, dem Konkurrenzkampf mit Helena und ihrem Kampf gegen die Freier bis zur Rückkehr ihres Ehemannes. Alles gespickt mit „Theatereinlagen“ der zwölf Mägde, also Liedern, nachgespielten Szenen mit Regieanweisungen und zum Schluss einem Schauprozess gegen Odysseus selbst. (Wer die Odyssee nicht kennt: Odysseus ließ die Mägde am Ende aufhängen, da er sie für treulos hielt, obwohl sie nur auf Geheiß seiner Gattin handelten.) Mein erstes Buch von Margaret Atwood und ich hätte schlechter kaum starten können. Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie, aber dieses Buch hat mir vieles an der Odyssee verleidet. Falls das Buch einen feministischen Touch haben sollte, ist dieser bei mir nicht angekommen. Penelope kommt wirklich nicht gut weg: farblos und bieder wirkt sie. Auch wenn sie ihr Verhalten während ihres Lebens teils kritisch betrachtet, wird sie nicht müde, für alles eine Entschuldigung zu finden. Dass sie ihre Mägde erst ausgenutzt und dann ins offene Messer hat laufen lassen, findet bei ihr gar keine Erwähnung. Stattdessen werden die armen Frauen im Hades von ihr noch angeschrien, sie sollten den armen Odysseus doch endlich in Ruhe lassen. Irgendwann müsse es ja auch mal gut sein mit der Rache, oder? Von den Mägden selbst erfährt man in den kurzen Abschnitten ebenfalls nicht viel. Natürlich das Übliche über das Leben als Sklavinnen und die harte Arbeit und bitte nicht falsch verstehen: Ich will keineswegs sagen, dass das nicht grausam war. Frau, Sklavin, Freiwild. Aber es fehlt an persönlichen oder konkreten Einblicken. Durch die Textpassagen der Mägde, die an eine Theateraufführung erinnern sollen, wirken diese für mich zudem vom restlichen Text entkoppelt. Ich hatte ständig das Gefühl, zwei Geschichten zu lesen, die nicht wirklich zusammengehören. Vielleicht sollte das eine Art Klassengegensatz darstellen, Monarchie vs. Dienerschaft, aber das kam bei mir nicht wirklich an. Auch sprachlich fühlte ich mich überhaupt nicht abgeholt. Penelopes moderne Sprache passte für mich nicht in den Kontext und wirkte stellenweise einfach nur albern und überzogen. Man muss eine Geschichte ja nicht verstauben lassen, aber das war mir einfach zu viel. Am Ende weiß ich nicht genau, was mir das alles geben sollte. Gerade die alten Sagen und Mythen bieten großartiges Material für feministische Literatur – das haben uns zum Beispiel Jennifer Saint und Madeline Miller bewiesen. Aber dieses Buch verfehlt leider vieles von dem, was es hätte sein können. Schade.

    19. Apr. 2026

  • herbsteule
    herbsteule

    300 Follower

    4,0

    Eine wirklich unterhaltsame Geschichte aus der Sicht Penelopes, Ehefrau von Odysseus. Damit bekommt die Odyssee einen ganz anderen Blickwinkel😉

    4. Okt. 2023

3 von 36 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Margaret Atwood

Margaret Atwood, geboren 1939, ist unbestritten eine der wichtigsten Autorinnen Nordamerikas. Ihre national wie international vielfach ausgezeichneten Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. »Der Report der Magd«, das Kultbuch einer ganzen Generation, wurde preisgekrönt als Serie verfilmt. 2017 erhielt sie den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und für ihren Roman »Die Zeuginnen« wurde sie 2019 bereits zum zweiten Mal mit dem Booker-Preis für den besten englischsprachigen Roman ausgezeichnet. Atwood lebt in Toronto.

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