Lügen mit Vergnügen? Ein tragischer Roman
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Drei Dinge wollte Inga Dedekind, Jahrgang 1982, vor ihrem 40. Geburtstag geschafft haben: Einen Zauberwürfel lösen können, zweihändig ein Klavierstück spielen und einen Roman schreiben. Dank des Internets war der Zauberwürfel recht schnell gelöst und einige Klavierstücke gelernt. Während Inga Dedekind ihre musikalischen »Erfolge« nur ihrem engsten Kreis an Vertrauten zumuten möchte, freut sie sich darüber, dass ihre Romane einer breiten Masse Freude und Lust auf mehr bereiten. Inga Dedekind wohnt mit ihrem Mann und ihren drei gemeinsamen Kindern in Norddeutschland auf dem Land.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Das Buch "Lügen mit Vergnügen?" ist Teil 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem vorangegangenen Band gelesen werden. Der Schreibstil ist richtig angenehm und flüssig zu lesen, die Kapitel haben für meinen Geschmack eine passende Länge. Carolin arbeitet als Altenpflegerin und kehrt nach verkürzter Elternzeit in ihren Job zurück. Was noch niemand weiß, auch ihre Familie nicht: sie ist medikamentenabhängig. Direkt am ersten Tag wird sie im Altenheim beim Diebstahl erwischt. Sie kündigt und von diesem Augenblick an gerät alles immer weiter außer Kontrolle. Um ihre Sucht zu vertuschen, baut sich Carolin ein Lügenkonstrukt auf, jede Ausrede kommt ihr ganz leicht über die Lippen. Sowohl die Ehe mit ihrem Mann Holger, als auch die Beziehung zu ihrem Sohn Timo und den übrigen Familienmitgliedern leiden zunehmend darunter. In Rückblenden an den Kapitelenden erfahren wir, wie alles begann, und dass sie bereits in der Vergangenheit Medikamente missbräuchlich genommen hat. Das Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, Carolins Verhalten hat mich beim Lesen oft fassungslos gemacht, besonders wie sie mit ihrem eigenen Kind umgegangen ist. Ich hätte sie gerne als einfach am liebsten nur geschüttelt. Medikamentenabhängigkeit ist eine (Sucht-)Erkrankung und ein sehr schlimmes Thema. Dass die Autorin mit ihrem Buch versucht, darüber aufzuklären, finde ich stark! Es kein Wohlfühlbuch und keine leichte Kost, sondern eine schockierende und dramatische Geschichte mit einem tragischen Ende. Mir persönlich war es insgesamt zwar etwas zu heftig, ich musste auch die ein oder andere Lesepause einlegen, aber ich bin auch eher "dünnhäutiger". In "Volle Wucht Sehnsucht", dem dritten Teil der Reihe, wird es mit den Figuren aus diesem Band hier weitergehen.
Naja ⭐️⭐️⭐️
Eine mal etwas andere und außergewöhnliche Geschichte zu einem ernsten Thema,welches man nicht oft in Büchern zu lesen bekommt. Es geht um die Medikamentenabhängigkeit bei Pflegekräften. Das Thema fand ich sehr interessant und die Autorin hat es auch ganz gut in der Geschichte „verpackt“. Aber im Laufe der Story wurde es mir dann doch etwas zu viel Drama und ich mochte diese toxische Beziehung irgendwann nicht mehr lesen. Der Holger, der immer lächelt wenn er von seiner Frau angeschnauzt und verarscht wird. Und wirklich nix aber auch garnix an seiner Frau bemerkt, das mit ihr etwas nicht stimmt. Das Ganze wurde dann wirklich zu viel, so das es schon sehr unglaubwürdig gewirkt hat. Mir ging das Drama dann doch ziemlich auf den Nerv. Genauso bedenklich fand ich Coras Umgang mit ihrem Kind. Mich hat es beim lesen schon richtig wütend gemacht. Es ist ein ständiges hin und her von Missverständnissen und Misskommunikation. Furchtbar Im Gunde eine richtig gute Buchidee…mit einer doch recht schwachen Umsetzung und nicht genutzten Potential.
Schockierend!
**** Worum geht es? **** Wie sieht das Leben einer medikamentenabhängigen Krankenpflegerin mit junger Familie aus? Als Carolin ihren Job verliert geht es vor allem mit ihr bergab, während sich die Lügen bergauf türmen. Gibt es einen Ausweg aus einem solchen Konstrukt? **** Mein Eindruck **** Der Titel ist hier absolutes Programm. Ich habe mit etwas ernsterem gerechnet, aber das hier war weit mehr als ich je aus der Sicht einer Protagonistin erleben durfte. Dedekind hat sich hier an etwas absolut einmaliges gewagt und meiner Meinung nach auf ganzer Linie gesiegt. Es war schockierend für mich zu erleben, wie die Protagonistin sich selbst Stück für Stück verlor und sich in einem Meer aus Lügen verstrickte. Wie Grenzen verschwammen und die Gefühle der Familie völlig nebenan standen. Vater, Kind, aber auch sie taten mir leid. In der Antiheldin zu stecken und ihre Zerstörung aus erster Hand zu erfahren, war alles andere als leicht, intensiv, emotional aufwühlend, in den Details schlichtweg schockierend und dabei unsagbar lehrreich. Das Ende der Geschichte tat weh und gut zugleich. Ich bin froh, dass die Autorin sich nicht für den rosaroten Weg entschieden hat, sondern für eine reale und damit umso authentischere Version. Man darf sich hier von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, jede der 500 Seiten war notwendig um den Abgrund und seine Folgen besser verstehen und erleben zu können. **** Empfehlung? **** Es handelt sich hierbei um keine Wohlfühlgeschichte, keinen glücklichen Familienroman und erst recht nicht um eine Liebesgeschichte. Es geht hier ganz und gar um das Leben einer Süchtigen, die ihre Familie vernachlässigt und Stück für Stück weiter abrutscht. Das Buch kann triggern und ist keine leichte Kost, aber wer sich heran wagt, kann etwas absolut einmaliges erleben und viel Stoff zum Nachdenken bekommen.
Große Empfehlung aber mit Vorsicht!
Die Autorin schafft in diesem Buch aus einem schrecklichen und leider auch viel öfter vorkommenden Krankheit/ Sucht eine Geschichte die einem sprachlos und nachdenklich zurücklässt. Ein Thema welches oft totgeschwiegen wird und leider nicht so Public gemäht wird wie es eigentlich sollte. Mehr Aufklärung und Transparenz wäre also gut. Dieses Buch hält einem vor Augen wie solch eine Krankheit ausgehen könnte. Wie schleichend diese Krankheit einem Menschen von innen heraus zerstört und wie schwer es ist eine solche Krankheit überhaupt zu entdecken geschweige denn selbst wahrzunehmen. Während anfangs alles Friede Freude ist schafft die Autorin mit jedem Kapitel einem emotional so zu fangen und mit Caroline alle Höhen und Tiefen mitzuerleben. Es ist schwer viele Verhaltenspunkte von ihr nachzuvollziehen und obwohl sie mir ans Herz gewachsen ist hatte ich sehr häufig das Bedürfnis einfach nur wach zu rütteln. Die kleinen Rückblicke in Carolines Vergangenheit, wie sie ihr Leben mit Holger aufgebaut hat schafft nochmal eine viel emotionalere Tiefe zu ihr und zu der Geschichte. Der Schreibstil ist wie in Band eins sehr flüssig und leicht zu lesen. Ihr Schreibstil ist von Anfang an sehr anziehend und fesselnd. Das Ende hat mich derbe geschockt und traurig zurückgelassen. Es bietet so viel Freiraum für seine eigene Gedanken zu diesem Thema. Und ich sehe diese Krankheit dadurch nun viel präsenter. Definitiv braucht das Buch eine Triggerwarnung und ist nichts für schwache Nerven. Es nimmt einen sehr doll mit.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Drei Dinge wollte Inga Dedekind, Jahrgang 1982, vor ihrem 40. Geburtstag geschafft haben: Einen Zauberwürfel lösen können, zweihändig ein Klavierstück spielen und einen Roman schreiben. Dank des Internets war der Zauberwürfel recht schnell gelöst und einige Klavierstücke gelernt. Während Inga Dedekind ihre musikalischen »Erfolge« nur ihrem engsten Kreis an Vertrauten zumuten möchte, freut sie sich darüber, dass ihre Romane einer breiten Masse Freude und Lust auf mehr bereiten. Inga Dedekind wohnt mit ihrem Mann und ihren drei gemeinsamen Kindern in Norddeutschland auf dem Land.
Beiträge
Das Buch "Lügen mit Vergnügen?" ist Teil 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem vorangegangenen Band gelesen werden. Der Schreibstil ist richtig angenehm und flüssig zu lesen, die Kapitel haben für meinen Geschmack eine passende Länge. Carolin arbeitet als Altenpflegerin und kehrt nach verkürzter Elternzeit in ihren Job zurück. Was noch niemand weiß, auch ihre Familie nicht: sie ist medikamentenabhängig. Direkt am ersten Tag wird sie im Altenheim beim Diebstahl erwischt. Sie kündigt und von diesem Augenblick an gerät alles immer weiter außer Kontrolle. Um ihre Sucht zu vertuschen, baut sich Carolin ein Lügenkonstrukt auf, jede Ausrede kommt ihr ganz leicht über die Lippen. Sowohl die Ehe mit ihrem Mann Holger, als auch die Beziehung zu ihrem Sohn Timo und den übrigen Familienmitgliedern leiden zunehmend darunter. In Rückblenden an den Kapitelenden erfahren wir, wie alles begann, und dass sie bereits in der Vergangenheit Medikamente missbräuchlich genommen hat. Das Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, Carolins Verhalten hat mich beim Lesen oft fassungslos gemacht, besonders wie sie mit ihrem eigenen Kind umgegangen ist. Ich hätte sie gerne als einfach am liebsten nur geschüttelt. Medikamentenabhängigkeit ist eine (Sucht-)Erkrankung und ein sehr schlimmes Thema. Dass die Autorin mit ihrem Buch versucht, darüber aufzuklären, finde ich stark! Es kein Wohlfühlbuch und keine leichte Kost, sondern eine schockierende und dramatische Geschichte mit einem tragischen Ende. Mir persönlich war es insgesamt zwar etwas zu heftig, ich musste auch die ein oder andere Lesepause einlegen, aber ich bin auch eher "dünnhäutiger". In "Volle Wucht Sehnsucht", dem dritten Teil der Reihe, wird es mit den Figuren aus diesem Band hier weitergehen.
Naja ⭐️⭐️⭐️
Eine mal etwas andere und außergewöhnliche Geschichte zu einem ernsten Thema,welches man nicht oft in Büchern zu lesen bekommt. Es geht um die Medikamentenabhängigkeit bei Pflegekräften. Das Thema fand ich sehr interessant und die Autorin hat es auch ganz gut in der Geschichte „verpackt“. Aber im Laufe der Story wurde es mir dann doch etwas zu viel Drama und ich mochte diese toxische Beziehung irgendwann nicht mehr lesen. Der Holger, der immer lächelt wenn er von seiner Frau angeschnauzt und verarscht wird. Und wirklich nix aber auch garnix an seiner Frau bemerkt, das mit ihr etwas nicht stimmt. Das Ganze wurde dann wirklich zu viel, so das es schon sehr unglaubwürdig gewirkt hat. Mir ging das Drama dann doch ziemlich auf den Nerv. Genauso bedenklich fand ich Coras Umgang mit ihrem Kind. Mich hat es beim lesen schon richtig wütend gemacht. Es ist ein ständiges hin und her von Missverständnissen und Misskommunikation. Furchtbar Im Gunde eine richtig gute Buchidee…mit einer doch recht schwachen Umsetzung und nicht genutzten Potential.
Schockierend!
**** Worum geht es? **** Wie sieht das Leben einer medikamentenabhängigen Krankenpflegerin mit junger Familie aus? Als Carolin ihren Job verliert geht es vor allem mit ihr bergab, während sich die Lügen bergauf türmen. Gibt es einen Ausweg aus einem solchen Konstrukt? **** Mein Eindruck **** Der Titel ist hier absolutes Programm. Ich habe mit etwas ernsterem gerechnet, aber das hier war weit mehr als ich je aus der Sicht einer Protagonistin erleben durfte. Dedekind hat sich hier an etwas absolut einmaliges gewagt und meiner Meinung nach auf ganzer Linie gesiegt. Es war schockierend für mich zu erleben, wie die Protagonistin sich selbst Stück für Stück verlor und sich in einem Meer aus Lügen verstrickte. Wie Grenzen verschwammen und die Gefühle der Familie völlig nebenan standen. Vater, Kind, aber auch sie taten mir leid. In der Antiheldin zu stecken und ihre Zerstörung aus erster Hand zu erfahren, war alles andere als leicht, intensiv, emotional aufwühlend, in den Details schlichtweg schockierend und dabei unsagbar lehrreich. Das Ende der Geschichte tat weh und gut zugleich. Ich bin froh, dass die Autorin sich nicht für den rosaroten Weg entschieden hat, sondern für eine reale und damit umso authentischere Version. Man darf sich hier von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, jede der 500 Seiten war notwendig um den Abgrund und seine Folgen besser verstehen und erleben zu können. **** Empfehlung? **** Es handelt sich hierbei um keine Wohlfühlgeschichte, keinen glücklichen Familienroman und erst recht nicht um eine Liebesgeschichte. Es geht hier ganz und gar um das Leben einer Süchtigen, die ihre Familie vernachlässigt und Stück für Stück weiter abrutscht. Das Buch kann triggern und ist keine leichte Kost, aber wer sich heran wagt, kann etwas absolut einmaliges erleben und viel Stoff zum Nachdenken bekommen.
Große Empfehlung aber mit Vorsicht!
Die Autorin schafft in diesem Buch aus einem schrecklichen und leider auch viel öfter vorkommenden Krankheit/ Sucht eine Geschichte die einem sprachlos und nachdenklich zurücklässt. Ein Thema welches oft totgeschwiegen wird und leider nicht so Public gemäht wird wie es eigentlich sollte. Mehr Aufklärung und Transparenz wäre also gut. Dieses Buch hält einem vor Augen wie solch eine Krankheit ausgehen könnte. Wie schleichend diese Krankheit einem Menschen von innen heraus zerstört und wie schwer es ist eine solche Krankheit überhaupt zu entdecken geschweige denn selbst wahrzunehmen. Während anfangs alles Friede Freude ist schafft die Autorin mit jedem Kapitel einem emotional so zu fangen und mit Caroline alle Höhen und Tiefen mitzuerleben. Es ist schwer viele Verhaltenspunkte von ihr nachzuvollziehen und obwohl sie mir ans Herz gewachsen ist hatte ich sehr häufig das Bedürfnis einfach nur wach zu rütteln. Die kleinen Rückblicke in Carolines Vergangenheit, wie sie ihr Leben mit Holger aufgebaut hat schafft nochmal eine viel emotionalere Tiefe zu ihr und zu der Geschichte. Der Schreibstil ist wie in Band eins sehr flüssig und leicht zu lesen. Ihr Schreibstil ist von Anfang an sehr anziehend und fesselnd. Das Ende hat mich derbe geschockt und traurig zurückgelassen. Es bietet so viel Freiraum für seine eigene Gedanken zu diesem Thema. Und ich sehe diese Krankheit dadurch nun viel präsenter. Definitiv braucht das Buch eine Triggerwarnung und ist nichts für schwache Nerven. Es nimmt einen sehr doll mit.










