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Let’s Talk About Feelings

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Über das Buch

Ein optimistisches Buch über traurige Abschiede: Leif Randt erfindet das Coming-of-Middleage.

Marian Flanders, 41, verkauft in seiner Westberliner Boutique die vielleicht schönste Kleidung der Welt, aber finanziell erfolgreich ist der Kenting-Beach-Store nur selten. Als seine Mutter Carolina — ein einst ikonisches Fotomodell — nach langer Krankheit verstirbt, richtet Marian eine alternative Trauerfeier für ausgewählte Gäste aus. Auf dem ehemaligen Partyboot seines Vaters hält er eine entwaffnende Rede, co-formuliert von seinem besten Freund, und streut die Asche seiner Mutter auf den Wannsee. Marian glaubt, dass mit diesem Ereignis die freudlosere Hälfte des Lebens beginnt. Doch es folgt ein Jahr der Verwandlung. Erfolgreiche Halbgeschwister und ambivalente Flirts führen Marian u.a. an den Plaza Konami, nach Sapporo, Neu-Delhi und Wolfsburg. Aus falscher Freundlichkeit wird warmherziger Trotz, aus unterkühlter Traurigkeit erwächst stille Euphorie — Let’s talk about feelings .

Editionen (2)

ISBN9783462007961
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum04.09.25
Seitenzahl320

Merkmale

2 Bewertungen

MittelAnschaulichSympathischTraurigNachdenklichVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

79 Bewertungen

16 Rezensionen

3,5

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  • moneslesecouch
    moneslesecouch

    75 Follower

    4,0

    Bitte nicht zu viel Gefühl

    Marian steht mit 41 Jahren auf dem umgebauten Partyboot seines Vaters und richtet eine „alternative“ Beerdigung für seine Mutter Carolina aus. Carolina war einst ein weltberühmtes Fotomodell und enger Teil von Marians Leben. Doch was kommt nun? Wir lernen Marian an einem Punkt kennen, als er beginnt sein Leben zu hinterfragen. Bislang drehte sich alles um seine Westberliner Mode-Boutique, in der er teure und besondere Kleidung handverlesener Labels verkauft. Was nun folgt, ist eine Reise bei der Marian sich selbst neu erfindet. Mit Hilfe seines besten Freundes, seiner Halbgeschwister und verschiedenster Bekanntschaften begleiten wir Marian u.a. nach Sapporo, Neu-Delhi und Wolfsburg. Wir erfahren viel über Mode und mir bis dato völlig unbekannter Labels, über Drogen, die teilweise wir Bonbons konsumiert werden und über eine Generation zwischen Jugend und Nichtwissen wo sie stehen. Marian erscheint mir mitunter wie ein Zwanzigjähriger, der seinen Platz sucht, wie ein Ertrinkender in einer Welt voller Möglichkeiten und ein stets auf der Suche befindlicher oft unsicherer und trauriger Mann im schillernden Schlaraffenland, das das oberflächliche Leben in einer Großstadt so bietet. Ob er am Ende echte Beziehungen und seinen Platz findet, das solltet ihr selbst lesen. Wenn ich nicht mit der lieben @leselausch bei einer Lesung von Leif Randt in Frankfurt gewesen wäre, dann hätte ich sicherlich nicht zu dem Roman gegriffen. So fern meiner Welt und überhaupt nicht zur Zielgruppe zugehörig fühlend, so hat er mich doch richtig gut unterhalten und ich habe zwischen Augenrollen und Kopfschütteln viel über die Gefühle und das Leben einer Generation gelesen, das mich auch nachdenklich gestimmt hat. Also von mir gibt es eine Empfehlung, auch wenn ich bis heute nicht sicher bin, wie viel Realität darin steckt. Unterhaltsam, melancholisch, ironisch und nachdenklich machend.

    4. Dez. 2025

  • raban.sdn
    raban.sdn

    3 Follower

    4,0

    Leif Randt hat wieder einmal das richtige Buch zur richtigen Zeit geschrieben. Vielleicht haben die Welten seiner Romane aber auch einfach eine solche Sogkraft, dass ich mich ihnen nie verwehren kann. Marian Flanders ist 41 Jahre alt, hat gerade seine Mutter verloren, steht sonst aber ganz gut im Leben. Der Roman erzählt herrlich unprätentiös von seinem Jahr danach: von Flirts und Verliebtsein, von Beziehungen zu Freund*innen und Familie, von ekstatischem Eskapismus und leisen Momenten allein. Randt erzählt mit einem scharfen Blick für die Details des Alltags von Situationen, die man so oder so ähnlich kennt, und gibt einem damit das Gefühl, dass wir alle ein bisschen dasselbe erleben. Ein rührendes, fast schon utopisches Szenario einer Welt, an der man gern Teil hätte.

    8. März 2026

  • moneslesecouch
    moneslesecouch

    75 Follower

    4,0

    Bloß keine Gefühle

    „Let´s talk about feelings“ von Leif Randt Marian steht mit 41 Jahren auf dem umgebauten Partyboot seines Vaters und richtet eine „alternative“ Beerdigung für seine Mutter Carolina aus. Carolina war einst ein weltberühmtes Fotomodell und enger Teil von Marians Leben. Doch was kommt nun? Wir lernen Marian an einem Punkt kennen, als er beginnt sein Leben zu hinterfragen. Bislang drehte sich alles um seine Westberliner Mode-Boutique, in der er teure und besondere Kleidung handverlesener Labels verkauft. Was nun folgt, ist eine Reise bei der Marian sich selbst neu erfindet. Mit Hilfe seines besten Freundes, seiner Halbgeschwister und verschiedenster Bekanntschaften begleiten wir Marian u.a. nach Sapporo, Neu-Delhi und Wolfsburg. Wir erfahren viel über Mode und mir bis dato völlig unbekannter Labels, über Drogen, die teilweise wir Bonbons konsumiert werden und über eine Generation zwischen Jugend und Nichtwissen wo sie stehen. Marian erscheint mir mitunter wie ein Zwanzigjähriger, der seinen Platz sucht, wie ein Ertrinkender in einer Welt voller Möglichkeiten und ein stets auf der Suche befindlicher oft unsicherer und trauriger Mann im schillernden Schlaraffenland, das das oberflächliche Leben in einer Großstadt so bietet. Ob er am Ende echte Beziehungen und seinen Platz findet, das solltet ihr selbst lesen. Wenn ich nicht mit der lieben @leselausch bei einer Lesung von Leif Randt in Frankfurt gewesen wäre, dann hätte ich sicherlich nicht zu dem Roman gegriffen. So fern meiner Welt und überhaupt nicht zur Zielgruppe zugehörig fühlend, so hat er mich doch richtig gut unterhalten und ich habe zwischen Augenrollen und Kopfschütteln viel über die Gefühle und das Leben einer Generation gelesen, das mich auch nachdenklich gestimmt hat. Also von mir gibt es eine Empfehlung, auch wenn ich bis heute nicht sicher bin, wie viel Realität darin steckt. Unterhaltsam, melancholisch, ironisch und nachdenklich machend.

    23. Jan. 2026

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Leif Randt

Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt am Main, ist der Autor von fünf Romanen und einem Kinofilm. Bisher erschienen sind die Utopien »Planet Magnon« (2015) und »Schimmernder Dunst über CobyCounty« (2011), der London-Roman »Leuchtspielhaus« (2009) sowie die Lovestory »Allegro Pastell« (2020). Seine Prosa wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2023). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label tegelmedia.net.

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