Leif Randts "Schimmernder Dunst über CobyCounty" ist ein Buch bei dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Immer wenn ich denke, dass ich nun endlich in die Story reinkomme und irgendwie verstehe worum es geht, passiert etwas merkwürdiges, das mich wieder zurückwirft. Insbesondere die nüchterne Erzählweise hat mich irritiert. Jedesmal allerdings, wenn ich dachte, dass sie vielleicht doch zur Geschichte passt, passte sie plötzlich wieder nicht. Ebenfalls bewusst gewählt ist wahrscheinlich die Welt "CobyCounty", die sich bis zum Ende nicht verorten lässt. Natürlich soll sie eine Parabel für eine globalisierte Hipster-Welt sein - ein Berlin mit Start-ups am Meer - und diese Irritation ist genauso gewollt. Trotzdem stört sie mich. Ich will in die Welt der Charaktere eintauchen können und das kann ich hier nicht, wenn ich diese nicht einordnen kann. Die nüchterne Sprache unterstützt dann zusätzlich, dass auch zu den Figuren einen gewisse Distanz bestehen bleibt. Sogar am Ende des Romans bleiben die meisten für mich nur bezugslose Erscheinungen. Nichtsdestotrotz ist "Schimmernder Dunst über CobyCounty" kein schlechter Roman. Als Parabel für eine Welt und eine Generation die alles kann, aber nicht weiß was sie will, funktioniert er ganz gut. Er hätte, meiner Meinung nach, nur sehr viel mehr Potenzial gehabt.
18. Juni 2025
Leif Randts "Schimmernder Dunst über CobyCounty" ist ein Buch bei dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Immer wenn ich denke, dass ich nun endlich in die Story reinkomme und irgendwie verstehe worum es geht, passiert etwas merkwürdiges, das mich wieder zurückwirft. Insbesondere die nüchterne Erzählweise hat mich irritiert. Jedesmal allerdings, wenn ich dachte, dass sie vielleicht doch zur Geschichte passt, passte sie plötzlich wieder nicht. Ebenfalls bewusst gewählt ist wahrscheinlich die Welt "CobyCounty", die sich bis zum Ende nicht verorten lässt. Natürlich soll sie eine Parabel für eine globalisierte Hipster-Welt sein - ein Berlin mit Start-ups am Meer - und diese Irritation ist genauso gewollt. Trotzdem stört sie mich. Ich will in die Welt der Charaktere eintauchen können und das kann ich hier nicht, wenn ich diese nicht einordnen kann. Die nüchterne Sprache unterstützt dann zusätzlich, dass auch zu den Figuren einen gewisse Distanz bestehen bleibt. Sogar am Ende des Romans bleiben die meisten für mich nur bezugslose Erscheinungen. Nichtsdestotrotz ist "Schimmernder Dunst über CobyCounty" kein schlechter Roman. Als Parabel für eine Welt und eine Generation die alles kann, aber nicht weiß was sie will, funktioniert er ganz gut. Er hätte, meiner Meinung nach, nur sehr viel mehr Potenzial gehabt.
18. Juni 2025







