Jane Austens beliebter Roman in Schmuckausstattung
Emma Woodhouse, eigenwillig, selbstsicher, jung und sehr schön, zählt zu den großen Frauengestalten der Weltliteratur. Scheinbar nur um die andern bemüht, beschließt sie, etwas mehr Schwung in das Liebesleben ihrer Freunde zu bringen. Doch ihre Bemühungen schlagen fehl und führen zu den seltsamsten Verwicklungen. Erst am Ende gelingt die Wendung zum Guten und auch Emma findet ihr Glück in der Liebe. Jane Austens großer Roman, hier präsentiert in einer Hardcover-Ausgabe mit Goldprägung, besticht bis heute durch seine glanzvolle Sprache, die Schärfe und den wunderbaren Witz der Dialoge.
Geschenkausgabe zum Jubiläumsjahr! 250 Jahre Jane Austen am 16. Dezember 2025
»Ich habe Emma mindestens zwanzigmal gelesen!« J. K. Rowling
»Es ist ja solch ein Glück, wenn gute Menschen zueinanderfinden – und das ergibt sich auch immer so.« Miss Bates in »Emma«
Es wurde schon behauptet, Jane Austen benennt ihre Romane immer nach dem größten Problem, so sieht man das auch in Emma. Einer Romanheldin für die laut Jane Austen außer ihr selbst niemand groß etwas übrig haben wird.
Inhalt:
Emma Woodhouse ist ganz stolz auf ihren Erfolg in Hochzeitsplänen, nachdem ihre Erzieherin/Gouvernante Mr. Weston geheiratet hat. Also nimmt sie sich als nächstes Harriet Smith, deren Herkunft unbekannt ist, aber laut Emma bestimmt sehr gut.
Ausgabe:
Die Reclam Sonderausgabe ist sehr schön gestaltet und ergänzt durch Anmerkungen und Beschreibungen Kontext, der teilweise sehr hilfreich, lustig oder unnötig ist.
Insgesamt aber ganz nett.
Bewertung:
Emma ist der letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Roman von Jane Austen.
Ich finde Emma deutlich besser als Mansfield Park, dennoch zieht es sich stellenweise sehr.
Die Charaktere sind glaubwürdig und dennoch witzig geschrieben. Insgesamt ein solides Buch
31. Mai 2026
3,5
Das größte Problem
Es wurde schon behauptet, Jane Austen benennt ihre Romane immer nach dem größten Problem, so sieht man das auch in Emma. Einer Romanheldin für die laut Jane Austen außer ihr selbst niemand groß etwas übrig haben wird.
Inhalt:
Emma Woodhouse ist ganz stolz auf ihren Erfolg in Hochzeitsplänen, nachdem ihre Erzieherin/Gouvernante Mr. Weston geheiratet hat. Also nimmt sie sich als nächstes Harriet Smith, deren Herkunft unbekannt ist, aber laut Emma bestimmt sehr gut.
Ausgabe:
Die Reclam Sonderausgabe ist sehr schön gestaltet und ergänzt durch Anmerkungen und Beschreibungen Kontext, der teilweise sehr hilfreich, lustig oder unnötig ist.
Insgesamt aber ganz nett.
Bewertung:
Emma ist der letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Roman von Jane Austen.
Ich finde Emma deutlich besser als Mansfield Park, dennoch zieht es sich stellenweise sehr.
Die Charaktere sind glaubwürdig und dennoch witzig geschrieben. Insgesamt ein solides Buch
"Es ist nicht einfach für die Glücklichen, bescheiden zu sein."
- Zitat, Seite 520
Und Highbury, dieses wunderbare (fiktive) Fleckchen Erde und südwestlich von London gelegen, ist so ein besonders glücklicher Ort für seine Bewohnerinnen und Bewohner. Hier befindet sich der Schauplatz von Jane Austens großem Gesellschaftsroman, der einen Meilenstein ihres literarischen Wirkens darstellt.
Als "Emma" im Dezember 1815 erstmals erschien, hatte die englische Schriftstellerin bereits eine Leserschaft ihrer Romane etabliert. Sogar der Prinzregent und spätere König von England interessierte sich für ihr Schreiben und so widmete sie ihm die Ausgabe ihres aktuellen Romans.
Was die Kritik der damaligen Zeit besonders begeisterte, dürfte für heutige Leserinnen und Leser wahrscheinlich die größte Herausforderung bei der Lektüre sein: denn sie beschrieb mit präziser Feder sehr detailliert und pointiert Szenen, die mitten aus dem Leben gegriffen erschienen und sich auf eine Gesellschaft beziehen, welche der Autorin und ihrer Leserschaft wohl vertraut war. Nun aber, über 200 Jahre später und in einer ganz anderen Kultur verwachsen, ist es tatsächlich nicht ganz einfach, sich in der Welt Jane Austens heimisch zu fühlen.
Was einem jedoch den Einstieg in die Geschichte mit der jungen, schönen und reichen Emma Woodhouse im Mittelpunkt, erleichtert, ist der Fokus auf die wundervolle Figurenzeichnung durch die Autorin und die lebensechten zwischenmenschlichen Begegnungen im Roman.
Und auch wenn die Heldin auf Seite 516 als "reizende und beste aller Frauen, fehlerlos trotz all ihrer Fehler" beschrieben wird, ist es der Autorin ein Anliegen, die Entwicklung des snobistischen und auch manipulativen Mädchens zur Dame mit gereifteren Herzen möglichst wirkungsvoll darzustellen.
Die Gesellschaftskritik zeigt sich in diesem Roman, der von einem ständigen Kommen und Gehen einzelner Menschen belebt wird, nicht nur durch die klare Figurenzeichnung und direkte Verweise im Text (wenn z.B. der Hauslehrerhandel bzw der Umgang mit Gouvernanten angesprochen wird), sondern auch durch die Sprech- oder Schreibweise der einzelnen Personen.
Außerdem ist der Roman geprägt von dem großen Humor der Autorin. Gerade bei "Emma" merkt man fast jeder Zeile an, welchen großen Spaß Jane Austen beim Schreiben hatte. Man lässt sich sehr gerne von diesem anziehenden Schreibstil in die Geschichte mitnehmen und beobachtet angeregt all die beschriebenen gesellschaftlichen Ereignisse und wirft mit den Protagonisten neugierige Blicke in Briefe und Nachrichten.
"Emma" ist wie eine gelungene Sahnetorte: man genießt die Leichtigkeit und frische Süße, die den Gaumen umschmeichelt und erst im Nachgang bemerkt man die Fülle, die einem schwer im Magen liegt, aber in diesem Fall literarisch auf eine gute Art nachwirkt.
FAZIT
Diesen Roman habe ich aufgrund einer Leserunde erneut gelesen und sowohl die Lektüre sowie der Austausch darüber waren bereichernd für mich.
Und eine bis dahin verschüttete Kindheitserinnerung kam bei der Lektüre wieder hervor: welch Vergnügen es sein kann, in Gesellschaft Briefe zu lesen und über den Inhalt zu sprechen, die nicht für einem selbst bestimmt waren. Meine Großeltern hielten damals brieflich mit Verwandten und Freunden aus der alten Heimat Kontakt und hielten die aktuellen Nachrichten meist schon parat, wenn wir als Familie zu Besuch kamen. Ich weiß noch, dass mich die Lektüre der Briefe des besten Freundes meines Opas immer besonders gut unterhielt - vielleicht, weil er ein ganz anderes Naturell wie sein Freund hatte!
Empfehlen kann ich außerdem die akkurate und sehr zugängliche Übersetzung von Ursula und Christian Grawe. Diese Reclam Ausgabe enthäl zusätzlich ein interessantes Nachwort von Herrn Grawe.
Und zuletzt würde mich interessieren: Falls ihr das Buch gelesen habt, wer ist eure Lieblingsfigur? - Meine ist Mr. John Knightley (leider nur ein Nebencharakter).
27. Feb. 2026
5,0
"Es ist nicht einfach für die Glücklichen, bescheiden zu sein."
- Zitat, Seite 520
Und Highbury, dieses wunderbare (fiktive) Fleckchen Erde und südwestlich von London gelegen, ist so ein besonders glücklicher Ort für seine Bewohnerinnen und Bewohner. Hier befindet sich der Schauplatz von Jane Austens großem Gesellschaftsroman, der einen Meilenstein ihres literarischen Wirkens darstellt.
Als "Emma" im Dezember 1815 erstmals erschien, hatte die englische Schriftstellerin bereits eine Leserschaft ihrer Romane etabliert. Sogar der Prinzregent und spätere König von England interessierte sich für ihr Schreiben und so widmete sie ihm die Ausgabe ihres aktuellen Romans.
Was die Kritik der damaligen Zeit besonders begeisterte, dürfte für heutige Leserinnen und Leser wahrscheinlich die größte Herausforderung bei der Lektüre sein: denn sie beschrieb mit präziser Feder sehr detailliert und pointiert Szenen, die mitten aus dem Leben gegriffen erschienen und sich auf eine Gesellschaft beziehen, welche der Autorin und ihrer Leserschaft wohl vertraut war. Nun aber, über 200 Jahre später und in einer ganz anderen Kultur verwachsen, ist es tatsächlich nicht ganz einfach, sich in der Welt Jane Austens heimisch zu fühlen.
Was einem jedoch den Einstieg in die Geschichte mit der jungen, schönen und reichen Emma Woodhouse im Mittelpunkt, erleichtert, ist der Fokus auf die wundervolle Figurenzeichnung durch die Autorin und die lebensechten zwischenmenschlichen Begegnungen im Roman.
Und auch wenn die Heldin auf Seite 516 als "reizende und beste aller Frauen, fehlerlos trotz all ihrer Fehler" beschrieben wird, ist es der Autorin ein Anliegen, die Entwicklung des snobistischen und auch manipulativen Mädchens zur Dame mit gereifteren Herzen möglichst wirkungsvoll darzustellen.
Die Gesellschaftskritik zeigt sich in diesem Roman, der von einem ständigen Kommen und Gehen einzelner Menschen belebt wird, nicht nur durch die klare Figurenzeichnung und direkte Verweise im Text (wenn z.B. der Hauslehrerhandel bzw der Umgang mit Gouvernanten angesprochen wird), sondern auch durch die Sprech- oder Schreibweise der einzelnen Personen.
Außerdem ist der Roman geprägt von dem großen Humor der Autorin. Gerade bei "Emma" merkt man fast jeder Zeile an, welchen großen Spaß Jane Austen beim Schreiben hatte. Man lässt sich sehr gerne von diesem anziehenden Schreibstil in die Geschichte mitnehmen und beobachtet angeregt all die beschriebenen gesellschaftlichen Ereignisse und wirft mit den Protagonisten neugierige Blicke in Briefe und Nachrichten.
"Emma" ist wie eine gelungene Sahnetorte: man genießt die Leichtigkeit und frische Süße, die den Gaumen umschmeichelt und erst im Nachgang bemerkt man die Fülle, die einem schwer im Magen liegt, aber in diesem Fall literarisch auf eine gute Art nachwirkt.
FAZIT
Diesen Roman habe ich aufgrund einer Leserunde erneut gelesen und sowohl die Lektüre sowie der Austausch darüber waren bereichernd für mich.
Und eine bis dahin verschüttete Kindheitserinnerung kam bei der Lektüre wieder hervor: welch Vergnügen es sein kann, in Gesellschaft Briefe zu lesen und über den Inhalt zu sprechen, die nicht für einem selbst bestimmt waren. Meine Großeltern hielten damals brieflich mit Verwandten und Freunden aus der alten Heimat Kontakt und hielten die aktuellen Nachrichten meist schon parat, wenn wir als Familie zu Besuch kamen. Ich weiß noch, dass mich die Lektüre der Briefe des besten Freundes meines Opas immer besonders gut unterhielt - vielleicht, weil er ein ganz anderes Naturell wie sein Freund hatte!
Empfehlen kann ich außerdem die akkurate und sehr zugängliche Übersetzung von Ursula und Christian Grawe. Diese Reclam Ausgabe enthäl zusätzlich ein interessantes Nachwort von Herrn Grawe.
Und zuletzt würde mich interessieren: Falls ihr das Buch gelesen habt, wer ist eure Lieblingsfigur? - Meine ist Mr. John Knightley (leider nur ein Nebencharakter).
Emma Woodhouse ist wohlhabend, selbstbewusst und überzeugt davon, eine gute „Verkupplerin“ zu sein. Doch ihre Einmischungen in das Liebesleben anderer führen zu Missverständnissen und verletzten Gefühlen. Erst nach und nach erkennt Emma ihre eigenen Fehler und wahren Gefühle an, besonders einem gewissen Herrn gegenüber…
Der Schreibstil war angenehm und sehr atmosphärisch, insgesamt wirkt der Roman ruhig und cosy – perfekt für den Frühling oder Sommer. Beim Lesen hatte ich durchgehend ein wohliges Gefühl :)
Dennoch gehört das Buch für mich nicht zu den stärksten Werken von Jane Austen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise recht langsam, wodurch für mich Spannung verloren ging und ich gelegentlich dazu tendiert habe, Passagen zu überfliegen.
Nichtsdestotrotz war es schön, ein weiteres Buch von Jane Austen gelesen zu haben und ich werde mir bald dazu noch den Film ansehen ☺️
26. Apr. 2026
3,0
Ein ruhiger Roman mit Charme
Emma Woodhouse ist wohlhabend, selbstbewusst und überzeugt davon, eine gute „Verkupplerin“ zu sein. Doch ihre Einmischungen in das Liebesleben anderer führen zu Missverständnissen und verletzten Gefühlen. Erst nach und nach erkennt Emma ihre eigenen Fehler und wahren Gefühle an, besonders einem gewissen Herrn gegenüber…
Der Schreibstil war angenehm und sehr atmosphärisch, insgesamt wirkt der Roman ruhig und cosy – perfekt für den Frühling oder Sommer. Beim Lesen hatte ich durchgehend ein wohliges Gefühl :)
Dennoch gehört das Buch für mich nicht zu den stärksten Werken von Jane Austen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise recht langsam, wodurch für mich Spannung verloren ging und ich gelegentlich dazu tendiert habe, Passagen zu überfliegen.
Nichtsdestotrotz war es schön, ein weiteres Buch von Jane Austen gelesen zu haben und ich werde mir bald dazu noch den Film ansehen ☺️
Wie konnte Emma Harriet eine solche Verbindung nur ausreden? 😭
Mr Elton spricht gerade bestimmt auch von einer anderen Frau 🙈
Seite 28249%
1 Kommentar verdeckt
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Autorin / Autor
Über Jane Austen
Jane Austen (1775–1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie »ein ereignisloses Leben«. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: »Sinn und Sinnlichkeit« mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; »Stolz und Vorurteil« mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert. »Emma« wurde 2009 von der BBC als vierteilige Fernsehserie gezeigt und mit einem Emmy ausgezeichnet. »Verstand und Gefühl« wurde 2011 gleich zweimal, 2014 ein weiteres Mal in modernen Adaptionen verfilmt. Ihre Werke »Verstand und Gefühl«, »Northanger Abbey«, »Überredung«, »Mansfield Park«, »Überredung« und »Emma« sind auch als hochkarätige Hörspielinszenierungen erschienen.