Blick ins Buch

Krimis

Inspektor Takeda und die Toten von Altona

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Über das Buch

Steckbrief

Name: Kenjiro Takeda
Beruf: Kommissar Hobbys: Saxophon spielen
Besonders Interessen: amerikanischer Jazz
Besondere Kennzeichen: schulterlanges Haar

Von Tokio nach Hamburg Als die Eheleute Haubach tot in ihrer Wohnung in Hamburg-Altona gefunden werden, scheint der Fall auf den ersten Blick klar: Selbstmord. Deshalb hat man auch Inspektor Kenjiro Takeda, Mitarbeiter der Mordkommission Tokio und zurzeit als Hospitant in Deutschland tätig, zum Tatort geschickt. Doch Takeda ist skeptisch. Zu recht, wie sich bald herausstellt, denn es finden sich Spuren, die auf Mord hindeuten, und Verdächtige gibt es auch genug. Gemeinsam mit seiner deutschen Partnerin, Hauptkommissarin Claudia Harms, nimmt Takeda – auf seine Weise – die Ermittlungen auf.

Spannend und ungewöhnlich – ein Japaner und eine deutsche Ermittlerin

Editionen (3)

ISBN9783746632131
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum16.05.16
Seitenzahl413

Rezensionen & Bewertungen

138 Bewertungen

20 Rezensionen

3,9

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  • beajayy
    beajayy

    432 Follower

    3,0

    Ein interessanter Ansatz mit Potenzial, … aber

    Henrik Siebolds Kriminalroman "Inspektor Takeda und die Toten von Altona" bietet einen frischen Blickwinkel auf das Genre durch die Einführung des japanischen Kommissars Kenjiro Takeda, der im Rahmen eines Austauschprogramms in Hamburg ermittelt. Der Autor schafft es, die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Japan geschickt in die Handlung einzuweben und dem Leser interessante Einblicke in die japanische Lebensweise zu gewähren. Takeda, mit seinen Vorlieben für Jazz und guten Whisky, bildet einen interessanten Kontrast zu seiner deutschen Kollegin Hauptkommissarin Claudia Harms. Ihre Zusammenarbeit bei der Aufklärung des vermeintlichen Selbstmords des Ehepaars Haubach in Altona bietet einige unterhaltsame Momente. Interessanter Protagonist, aber... Kenjiro Takeda ist definitiv ein interessanter Charakter. Seine Vorliebe für Jazz und guten Whisky sowie seine japanische Perspektive auf die deutsche Kultur bringen frischen Wind in die Geschichte. Ich fand es interessant, wie er beispielsweise die Direktheit seiner deutschen Kollegin Claudia Harms wahrnimmt oder wie er über die Essgewohnheiten in Deutschland staunt. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, wirklich warm mit Takeda zu werden. Manchmal wirkte er etwas zu stereotyp "japanisch", als wäre er mehr ein Konzept als eine echte Person. Konstruierte Handlung und aktuelle Themen Die eigentliche Krimihandlung um den Tod des Ehepaars Haubach fand ich leider etwas zu konstruiert. Es schien, als wollte der Autor zu viele aktuelle Themen in einen Fall packen. Von Gentrifizierung über Ausländerfeindlichkeit bis hin zu Familienkonflikten – alles war dabei, aber während diese Aspekte durchaus relevant sind, fehlt es der Umsetzung manchmal an Subtilität. Die Szene, in der Takeda und Harms die türkische Familie Yelek befragen, fühlte sich für mich besonders gezwungen an. Es war, als wollte der Autor unbedingt das Thema Integration ansprechen, aber es wirkte eher oberflächlich. Siebold greift Themen wie Gentrifizierung, Ausländerfeindlichkeit und den Konflikt zwischen verschiedenen Kulturen auf. Während diese Aspekte durchaus relevant sind, fehlt es der Umsetzung manchmal an Subtilität. Einblicke in die japanische Kultur Was ich wirklich genossen habe, waren die kleinen Einblicke in die japanische Lebensweise, die Siebold durch Takedas Gedanken und Handlungen vermittelt. Seine Beobachtungen über die Unterschiede zwischen Japan und Deutschland waren oft erhellend und manchmal auch amüsant. Potenzial für die Reihe Insgesamt fand ich "Inspektor Takeda und die Toten von Altona" durchschnittlich gut. Der Ansatz mit dem japanischen Kommissar war interessant und bot einige unterhaltsame Momente. Die Geschichte selbst konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Trotzdem würde ich der Reihe eine weitere Chance geben. Ich bin neugierig, ob sich Takeda als Charakter in den nächsten Büchern weiterentwickelt und ob die Fälle vielleicht etwas weniger überladen sein werden. Der Grundstein für eine interessante Krimireihe ist auf jeden Fall gelegt. Insgesamt ist der Roman eine durchschnittlich gute Lektüre, die vor allem durch ihren ungewöhnlichen Protagonisten und die interkulturellen Aspekte punktet. Fans von Kriminalromanen, die sich für japanische Kultur interessieren, werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen.

    27. Sept. 2024

  • bibi.larssen
    bibi.larssen

    34 Follower

    4,0

    Ein japanischer Inspektor kommt für ein Austauschprogramm zu Hamburger Mordkommission!

    Was ich am besten fand, das ich als Hamburgerin, die Orte immer ziemlich gut vorstellen konnte. Das war einfach schön. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war gut. Der Fall war spannend. Der Schreibstil war gut. Ich werde den nächsten Teil auf jeden Fall auch lesen.

    1. Apr. 2026

  • willundwill
    willundwill

    64 Follower

    3,5

    Ein solider Krimi mit sympathischem Ermittler

    Inspektor Takeda und die Toten von Altona“ ist ein atmosphärischer Krimi, der besonders durch das Hamburger Setting und die Figur des Inspektor Takeda überzeugt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, und die Dialoge bringen oft Humor und eine kleine Portion Gesellschaftskritik mit – das hat mir richtig gut gefallen. Die Handlung hat ihre interessanten Momente, vor allem die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart ist gelungen. Allerdings zieht sich die Spannung stellenweise, und manche Passagen wirken langatmig. Auch emotional hat mich das Buch eher moderat berührt, sodass es nicht durchgehend fesselnd war. Alles in allem ist es ein solides Buch für alle, die Krimis mit Tiefe, Humor und einem sympathischen Ermittler mögen.

    11. Jan. 2026

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Henrik Siebold

Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Nachdem er Teile seiner Kindheit und Jugend in Japan verbrachte, arbeitete er mehrere Jahre als Journalist, wobei er sich auch asiatischen und japanischen Themen widmete. Heute lebt er in Hamburg und fühlt sich Japan weiterhin stark verbunden – oft unternimmt er ausdehnte Reisen dorthin.Bisher erschienen als Aufbau Taschenbuch »Inspektor Takeda und die Toten von Altona«, »Inspektor Takeda und der leise Tod«, »Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder«, »Inspektor Takeda und das doppelte Spiel«, »Inspektor Takeda und die stille Schuld«, »Inspektor Takeda und das schleichende Gift«. »Inspektor Takeda und der schöne Schein« und »Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm«. Außerdem hat er den Thriller »Schattenkrieger« verfasst. Alle seine Bücher liegen auch in Audiofassungen vor.

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