Blick ins Buch

Romane

Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus

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Über das Buch

Annie Ernaux erzählt von ihrer Mutter und dem aussichtslosen Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung, von einer großen Liebe und der Zerstörungskraft des Vergessens. Und sie verewigt so, im Moment ihres Verschwindens, den Menschen, der ihr das Leben geschenkt hat.

Die Mutter verliert das Gedächtnis – mehr und mehr scheinen ihr die Familie, die Welt, das Leben abhandenzukommen. Annie Ernaux hält die Gespräche mit ihr fest, schreibt sie auf, intuitiv, aus der existenziellen Angst vor dem Verlust, wie gejagt von der Gewalt des Verfalls und der Erinnerungswucht an diese Kranke, die noch immer ihre Mutter ist. Mehr als ein Jahrzehnt bleiben diese Aufzeichnungen in der Schublade.

Und doch entschließt sich Ernaux später, diese Seiten zu veröffentlichen, weil es nicht nur ein Bild ihrer Mutter geben soll: sondern die Vielheit der Wahrheiten. So wird die Chronik eines langsamen Abschieds und einer schrecklichen Zerstörung lesbar – aber auch die Pionierleistung Annie Ernaux`, die schmerzhafte Suche nach der Sprache für eine Krankheit, die damals noch kaum beschrieben war.

Editionen (2)

ISBN9783518225646
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum16.04.25
Seitenzahl106

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

4 Rezensionen

4,3

Tippen zum Filtern

  • rudolf_schmitt
    rudolf_schmitt

    72 Follower

    5,0

    Ein trauriges, ein liebevolles, ein klarsichtiges Buch über den Abschied von der Mutter. Ein erster Abschied als die Mutter sich in der Demenz verändert und wieder hilfsbedürftiges Kind wird, der zweite Abschied beim Tod der Mutter. Dennoch ein tröstliches Buch.

    10. Apr. 2025

  • alpinereads
    alpinereads

    83 Follower

    4,0

    Ungeschönt und manchmal schmerzlich direkt erzählt Annie Ernaux vom Leben mit ihrer Mutter, die an Alzheimer erkrankte. Regt zum Nachdenken an, wie man wohl selber in gewissen Situationen reagieren würde.

    11. Apr. 2026

  • bookochino
    bookochino

    163 Follower

    5,0

    Definitiv nichts für schwache Nerven, aber eben auch ein Weckruf, dass das Leben vergänglich ist und Altern nicht immer würdevoll vonstatten geht.

    Definitiv nichts für schwache Nerven, aber eben auch ein Weckruf, dass das Leben vergänglich ist und Altern nicht immer würdevoll vonstatten geht.

    2. Apr. 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Annie Ernaux

Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.

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