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Romane

Himmel, der nirgendwo endet

4,1(20)
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Über das Buch

Marlen Haushofer hat ihren Roman Himmel, der nirgendwo endet als Autobiographie ihrer Kindheit bezeichnet. Unsentimental, trotzdem einfühlsam und phantasievoll erzählt sie dicht ineinander verwobene Ereignisse und Eindrücke, eigene und erfundene Erinnerungen aus jenem Reich, dem Reich der Kindheit, dessen Himmel nirgendwo endet. Sie beschreibt die entscheidenden Jahre, die das heranwachsende Mädchen prägen, in denen die ganze Welt auf Meta einstürmt und sich als großes Durcheinander offenbart, das sie in Ordnung bringen muss: "Steinchen für Steinchen setzt sie zusammen, aber selten wird etwas Rundes daraus…" Aus der kindlich-neugierigen Perspektive stellt der Roman philosophische Fragen und regt dazu an, uns wieder auf das große Durcheinander einzulassen. "In Himmel, der nirgendwo endet wird die kleine und unendliche, in den meisten Menschen verschüttete Welt der Kindheit zauberhaft eingefangen." Neue Zürcher Zeitung

Editionen (5)

ISBN9783982012643
VerlagPanima
Erscheinungsdatum03.11.23
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

5 Rezensionen

4,1

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1401 Follower

    4,5

    Die (autobiografisch und feministisch angehauchte) fragmentarische Kindheit eines Mädchens und ihrer Familie in einer österreicher Forsthütte. Wunderschöne Sprachbilder aus wundervollen Worten. Die Perspektive eines Kindes, durch Fantasie und einer Art Ammoralität sehr authentisch und vereinnahmend (zumindest für Leser und Leserinnen, die nicht in Großstädten aufgewachsen sind) erzählt. Inhaltlich gibt es keinen roten Faden, aber welche Kindheit besitzt solch einen schon? Eine Ansammlung an Gedanken, Freuden, Ängste, Freunde, Familie, Fremde, Feinde und vielen, vielen (Tag-) Träumen.

    29. Feb. 2024

  • thalizora
    thalizora

    11 Follower

    5,0

    Eine große Seligkeit

    "Ihre Sohlen fangen an zu jucken vor Verlangen nach der rauen Rinde. Sehnsüchtig starrt sie in die Astgabeln, dort, wo man im grünen Schatten sitzt, verborgen wie ein Vogel. Wenn jetzt niemand eingreift, ist es um sie geschehen, und sie sitzt schon auf dem Baum. Und wie sich die Bäume freuen, wenn sie zu ihnen kommt! Es ist eine große Seligkeit, man weiß nicht wo der Baum aufhört und Meta anfängt." Diese Mischung aus kindlicher Fantasie, sinnlicher Eindrücke und lebendiger Umwelt war eine große Seligkeit für mich. Intensivere Schilderungen von kindlichen Eindrücken habe ich noch nie gelesen. Die kleine Meta lässt Pflanzen, Bäume, Tiere und das Haus lebendig werden. Lässt den Leser teilhaben an der Verwirrung über die Erwachsenenwelt. Es ist eine fragmentarische Erzählung und das mag eventuell nicht jeder. Vielleicht fühlt es sich aber noch wertvoller an, wenn man sich die autobiographische Natur des Buches klar macht. Marlen Haushofer beschrieb immer wieder eine Wand, die sie von anderen Menschen trennt. Durch dieses Buch kann man dies besser nachfühlen.

    7. Sept. 2025

  • beatknete
    beatknete

    42 Follower

    5,0

    Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌

    Das Buch hatte für mich eine ruhige und nachdenkliche Geschichte über Kindheit, Familie und das Erwachsenwerden. Die Autorin beschreibt Gefühle und Gedanken sehr einfühlsam und realistisch. Obwohl die Handlung eher ruhig verläuft, hat mich das Buch emotional abgeholt und zum Nachdenken gebracht.

    Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌

    10. Mai 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marlen Haushofer

Marlen Haushofer wurde am 11. April 1920 im Forsthaus des Weilers Effertsbach in der Nähe von Frauenstein in Oberösterreich geboren. Sie studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Steyr. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Sie wird zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Österreichs gezählt. Obwohl sie unter anderem 1968 mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet wurde, hatten ihre Bücher erst nach ihrem Tod großen Erfolg, als die Frauenbewegung sie für sich entdeckte.

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