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Wir töten Stella / Das fünfte Jahr

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Über das Buch

Wir töten Stella

Aus ängstlicher Bequemlichkeit und dem vergeblichen Wunsch, dem Sohn eine perfekte Familie vorzugaukeln, nimmt eine Ehefrau die Affären ihres Mannes leidend hin. Sie schreitet auch nicht ein, als Richard die neunzehnjährige Stella verführt. Diese nimmt sich schließlich aus Verzweiflung das Leben, und nun fühlt Anna sich mitschuldig, klagt sich an als Komplizin ihres Mannes. Messerscharf werden hier die Machtstrukturen einer Familie und die eiskalte Bestandsaufnahme einer gescheiterten Beziehung offengelegt.

Das fünfte Jahr

Die vierjährige Marili wächst auf dem Hof ihrer Großeltern in den Bergen auf. Die Großmutter ist eine stille, melancholische Frau, gezeichnet vom Leben, während der Großvater mit seinem ruhigen, fröhlichen Gemüt sehr viel Wärme ausstrahlt. Marili könnte mit ihrem Leben zufrieden sein, wären da nicht ein paar furchteinflößende Dinge, mit denen sie konfrontiert wird: Jenes Bild des Gekreuzigten in ihrem Zimmer. Und dann ist da noch diese Kröte, die ihr oftmals im Traum erscheint und qualvolle Tode stirbt. Hinter der Zeit- und Sorglosigkeit des kleinen Mädchens kommt die kalte, harte Realität zum Vorschein.

Editionen (2)

ISBN9783548291390
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum23.10.17
Seitenzahl112

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

3 Rezensionen

3,6

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  • 4,5

    Marlen Haushofer konnte mich auch mit diesen beiden Novellen absolut begeistern! Sie besticht durch eine scharfe Beobachtungsgabe sowie ihre klare Sprache, mit der sie die inneren Zustände ihrer Protagonistinnen hervorragend beschreibt. Wer „Die Wand “ mochte, wird mit Sicherheit auch von diesem Buch sehr angetan sein.

    30. Sept. 2025

  • norinka
    norinka

    171 Follower

    2,5

    Tragisch und direkt erzählt.

    Ein gutes Buch, aber mit „DieWand“ überhaupt nicht zu vergleichen ist.

    4. Sept. 2023

  • jules_ii
    jules_ii

    7 Follower

    5,0

    Eine eiskalte, feministische Sezierung des patriarchalen Familiensystems

    In „Wir töten Stella“ schweigt die Hausfrau Anna aus Abhängigkeit zur Grausamkeit ihres Mannes und wird so zur Komplizin der Unterdrückung – sie opfert die junge Stella, um die bürgerliche Fassade zu wahren. „Das fünfte Jahr“ zeigt die bittere Vorgeschichte: Am Beispiel der vierjährigen Marili wird subtil seziert, wie Mädchen von klein auf lernen, sich den unsichtbaren Grenzen der Männerwelt anzupassen.Ein messerscharfes, schmerzhaft zeitloses Plädoyer gegen das lähmende Schweigen weiblicher Ohnmacht.

    11. Juni 2026

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2926%
jeanette1
jeanette127. Okt. 2025

Ich bin bisher unglaublich fasziniert von dem Buch! Bereits auf der ersten Seite ist klar, dass die Autorin viel mit Symbolen arbeitet. Der Vogel ist wohl das offensichtlichste Symbol. Er kann viele Bedeutungen haben, ich gehe mal davon aus, dass er eine Verkörperung der menschlichen Sehnsucht, sich von irdischen Problemen zu lösen darstellt. Und sein grüngraues Gefieder den Übergang von Hoffnung zur Ernüchterung zeigt. Auf jeder Seite findet mal Symbole, dessen Bedeutung ich mithilfe des Internets heraus finde. Die Linde, die Farben, der Garten,… Immer wieder zeigt die Autorin wie sehr die Protagonistin der Realität entfliehen will! Sogar als Stella italienisch lernen möchte in die Protagonistin im Kopf die Ansicht vertritt, dass Kirgisisch besser passen würde, ist es ein innerer Seitenhieb darauf, dass Stella gezwungen ist wie eine Nomadin zu leben. Ich bin begeistert und brauche auch unglaublich lange für dieses Buch, weil ich jede Symbolik sehen und verstehen will! Wem geht es vielleicht ähnlich?

Seite 4036%

1 Kommentar verdeckt

Seite 6054%

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Autorin / Autor

Über Marlen Haushofer

Marlen Haushofer wurde 1920 im oberösterreichischen Frauenstein geboren. Sie zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen Autor:innen des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Ihre Bücher sind in mehrere Sprachen übersetzt und für Film und Theater adaptiert. 1970 starb sie in Wien.

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