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Exit West

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Über das Buch

In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, in einem muslimisch geprägten Land, das am Rande eines Bürgerkriegs steht, in einer Stadt, die namenlos bleibt, lernen sie sich kennen: Nadia und Saeed. Sie hat mit ihrer Familie gebrochen, fährt Motorrad, lebt säkular und trägt ihr dunkles Gewand nur als Schutz vor den Zudringlichkeiten fremder Männer. Er wohnt noch bei seinen Eltern, ist eher schüchtern und nimmt die Ausübung seiner Religion sehr ernst. Doch während die Stadt um sie herum in Flammen aufgeht, sich Anschläge häufen und die Sicherheitslage immer prekärer wird, finden die beiden zusammen. Sie wollen eine gemeinsame Zukunft, in Freiheit. Und da sind diese Gerüchte über Türen, die diejenigen, die sie passieren, an ferne Orte bringen können. Aber den Weg durch diese Türen muss man sich mit viel Geld erkaufen. Als die Gewalt weiter eskaliert, entscheiden sich Nadia und Saeed, diesen Schritt zu gehen. Sie lassen ihr Land und ihr altes Leben zurück ... ›Exit West‹ ist ein überaus berührender Roman, der sich mit den zentralen Themen unserer Zeit beschäftigt: Flucht und Migration. Mohsin Hamid beweist, dass Literatur poetisch und zugleich politisch sein kann. Mit diesem »fesselnden Roman« (New York Times) stand Mohsin Hamid auf der Shortlist des Man-Booker-Preises 2017.

Editionen (2)

ISBN9783832164645
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum13.09.18
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

50 Bewertungen

15 Rezensionen

3,7

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  • junelon76
    junelon76

    40 Follower

    4,0

    "wir sind alle Migranten der Zeit" - ein starkes Zitat. Das Buch zeigt eine kurze aber eindrückliche Geschichte, als Mischung aus Lovestory und politischer Roman mit utopischen Elementen. Nadia und Saeed lernen sich in einer unbekannten Stadt im Nahen Osten kennen, welche sich immermehr zum Krisenherde mit Bomben und Kämpfen entwickelt. Beide beschließen mittels geheimnisvoller Türen zu fliehen. Ihre Anreise führt sie auf Mykonos, nach London und in die Bay Area. Das Buch zeigt die Dynamik der Pflicht, den Umgang mit Migration und wie eine Liebesgeschichten auch durch zuviel Nähe scheitern kann.

    22. Feb. 2026

  • kanelbolle
    kanelbolle

    22 Follower

    4,0

    Einfache Worte, viel Tiefgang. Das Buch hinterlässt eine seltsame Melancholie: eine tiefe Traurigkeit und zeitgleich ein Lächeln auf den Lippen. Ich mochte die realistische, ungeschönte Darstellung der Charaktere und die Konsequenzen des Türen-Konzepts. Lesenswert!!!

    23. Juni 2024

  • jajobooks
    jajobooks

    63 Follower

    4,0

    "...die Vorstellung vom Tod, von Endlichkeit kann uns den Wert der Dinge ins Gedächtnis rufen..."

    Mohsin Hamid erzählt in diesem Roman eine authentische Liebesgeschichte zwischen Nadia und Saeed, deren Leben sich durch die gemeinsame Flucht vor dem Krieg in der Heimat auf den Kopf stellt. Zu Beginn war ich sehr begeistert vom poetischen, fast märchenhaft anmutenden Stil des Autoren, der sich mit dem Inhalt irgendwie widerspricht. Als dann jedoch die Türen in fremde, reiche Länder ins Spiel kamen, die als Metapher für die Flucht an sich stehen, die in der Erzählung jedoch ausgespart werden, war ich dann doch etwas enttäuscht, da ich andere Erwartungen hatte. Mohsin Hamid konzentriert sich nämlich in seinem Werk auf das Leben in einem fremden Land und die Auswirkung dessen auf Nadia, Saeed und ihre Beziehung. Das macht er auch durchaus für den Leser interessant und sprachlich gelungen. Gerade der Aspekt des Fluchtweges hat mir dann in der Geschichte aber doch gefehlt. Der Sprung von Heimatstadt zu neuem Land war mir zu groß, wodurch ich etwas den Zugang zu den Protagonist*innen verloren habe. Abgesehen davon hat mir Exit West aber wirklich gut gefallen und ich finde es auch nach einigen Jahren, die es nun schon auf meinem SuB versauern musste, noch höchst aktuell und lesenswert!

    "...die Vorstellung vom Tod, von Endlichkeit kann uns den Wert der Dinge ins Gedächtnis rufen..."

    7. Sept. 2023

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mohsin Hamid

Mohsin Hamid, geboren in Lahore, Pakistan, studierte Jura in Harvard und Literatur in Princeton. Heute lebt er mit seiner Familie in Lahore und London. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt. ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ wurde von Mira Nair verfilmt. Bei DuMont erschienen zuletzt die Romane ›So wirst du stinkreich im boomenden Asien‹ (2013) und ›Exit West‹ (2017) sowie der Essayband ›Es war einmal in einem anderen Leben‹ (2016). Mit ›Der Fundamentalist, der keiner sein

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