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Super ungewöhnliche SciFi-Dystopid mit queerer Protagonistin.
15. Aug. 2024
Super ungewöhnliche SciFi-Dystopid mit queerer Protagonistin.
15. Aug. 2024
Blick ins Buch
Stell dir vor, du kannst in andere Welten reisen – aber nur wenn du dort bereits tot bist …
»Erde 0« ist eine temporeiche SciFi-Dystopie voller Parallelwelten, Varianten und die Frage, wer wir sind, wenn wir unser Schicksal selbst bestimmen können. Perfekt für alle Fans der Marvel-Loki-Serie!
Ausgerechnet ihre Herkunft, die ihr bislang immer im Weg stand, wird für die junge Cara zum Ticket in ein besseres Leben: Der charmante Wissenschaftler und Firmenmogul Adam Bosch sucht Menschen aus prekären Verhältnissen, denn er hat einen Weg gefunden, in parallele Welten zu reisen – doch dieser Weg steht nur denen offen, die in der Parallelwelt bereits tot sind.
Als Weltenspringerin soll Cara möglichst viele Informationen für Adam sammeln. Bei einem ihrer Sprünge begegnet sie jedoch einer Version von Adam, die als despotischer Herrscher die ganze Welt unterdrückt. Kann Cara Adam und dem, was er angeblich für die Erde 0 plant, wirklich trauen?
Die amerikanische Autorin Micaiah Johnson legt mit »Erde 0« einen Science-Fiction-Roman vor, der nicht nur mit detailliert und glaubwürdig ausgearbeiteten Parallelwelten, vielfältigen Charakteren und einer rasanten Story besticht, sondern fast nebenbei auch hoch aktuelle Themen wie Diversity, Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung behandelt.
67 Bewertungen
20 Rezensionen
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15. Aug. 2024
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413 Follower
Übersetzt von: Simon Weinert Erde 0 hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und einer spannenden Prämisse angelockt: Parallelwelten, die nur bereist werden können, wenn man dort bereits tot ist. Ein Konzept, das viel Raum für philosophische Fragen, packende Twists und tiefgründige Charakterentwicklungen bietet. Doch leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Starker Start- danach chaotisch und sprunghaft Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Die Idee des Weltenspringens und Caras Hintergrund als jemand aus prekären Verhältnissen, der plötzlich eine zentrale Rolle in einem größeren wissenschaftlichen Projekt spielt, war spannend. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verlor sie für mich an Struktur und Klarheit. Oft hatte ich das Gefühl, als wären zwischendurch Seiten entfernt worden - Szenenwechsel waren abrupt, Charakterentwicklungen wirkten lückenhaft, und es gab Momente, in denen ich dachte, ich hätte ein wichtiges Detail überlesen. Caras Sichtweise sprang häufig, und ihre Gemütszustände oder Überzeugungen wechselten so plötzlich, dass es mich aus der Geschichte riss. Charaktere und Emotionen - distanziert und unnahbar Ein weiteres Problem war für mich die Protagonistin. Cara wirkte oft unauthentisch und jugendlich in ihren Handlungen, was nicht recht zu ihrer schwierigen Lebensgeschichte passen wollte. Gleichzeitig trifft sie Annahmen über andere Figuren basierend auf Erfahrungen aus ihrer eigenen Welt, obwohl sie regelmäßig erlebt, dass die Parallelwelten und ihre Bewohner extrem unterschiedlich sind. Das führte zu vielen unglaubwürdigen Momenten und machte es schwer, eine echte Verbindung zu ihr oder den anderen Figuren aufzubauen. Die emotionalen Aspekte der Geschichte blieben für mich ebenfalls auf der Strecke. Viele Entwicklungen wurden nicht gezeigt, sondern einfach in Caras endlosen inneren Monologen berichtet, was mich auf Distanz hielt. Es war, als würde mir jemand die Geschichte erzählen, anstatt sie mich erleben zu lassen. Das führte dazu, dass ich mich an vielen Stellen eher durch den Text kämpfen musste, anstatt wirklich mitzufühlen. Worldbuilding und Erzählstil - schwer vorstellbar und überladen Ein weiteres Manko war für mich das Worldbuilding. Die Idee der verschiedenen Erden ist zwar faszinierend, aber ihre Umsetzung blieb für mich oft unklar. Die Beschreibungen waren nicht greifbar genug, um wirklich ein Gefühl für die Welten zu bekommen, durch die sich Cara bewegt. Die vielen verschiedenen Namen für Charaktere in unterschiedlichen Parallelwelten machten es zusätzlich schwer, den Überblick zu behalten - gerade weil einige Figuren nur wenig Erläuterung oder Tiefe bekamen. Dazu kam, dass die Actionszenen oft unübersichtlich und schwer nachzuvollziehen waren. Statt spannender Dynamik wirkte vieles hektisch und wenig ausgearbeitet. Auch die Twists konnten das nicht retten. Zwar gab es einige Überraschungen, aber viele Wendungen waren vorhersehbar oder hinterließen wenig Eindruck. Fazit: Eine gute Idee, die nicht ihr Potenzial entfaltet. Am Ende überwiegt für mich die Enttäuschung. Erde 0 hatte ein starkes Konzept, scheiterte aber an der Umsetzung. Das sprunghafte Erzählen, die distanzierten Charaktere, das schwache Worldbuilding und die ermüdenden inneren Monologe machten es für mich zu einer anstrengenden Lektüre. Ohne einen Buddyread hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen. Es gibt mit „Those Beyond the Wall“ ein weiteres Buch in diesem Universum, das allerdings nie ins Deutsche übersetzt wurde. Doch nach meiner Erfahrung mit Erde 0 verspüre ich keine große Motivation, es auf Englisch zu lesen.
2. März 2025
Übersetzt von: Simon Weinert Erde 0 hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und einer spannenden Prämisse angelockt: Parallelwelten, die nur bereist werden können, wenn man dort bereits tot ist. Ein Konzept, das viel Raum für philosophische Fragen, packende Twists und tiefgründige Charakterentwicklungen bietet. Doch leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Starker Start- danach chaotisch und sprunghaft Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Die Idee des Weltenspringens und Caras Hintergrund als jemand aus prekären Verhältnissen, der plötzlich eine zentrale Rolle in einem größeren wissenschaftlichen Projekt spielt, war spannend. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verlor sie für mich an Struktur und Klarheit. Oft hatte ich das Gefühl, als wären zwischendurch Seiten entfernt worden - Szenenwechsel waren abrupt, Charakterentwicklungen wirkten lückenhaft, und es gab Momente, in denen ich dachte, ich hätte ein wichtiges Detail überlesen. Caras Sichtweise sprang häufig, und ihre Gemütszustände oder Überzeugungen wechselten so plötzlich, dass es mich aus der Geschichte riss. Charaktere und Emotionen - distanziert und unnahbar Ein weiteres Problem war für mich die Protagonistin. Cara wirkte oft unauthentisch und jugendlich in ihren Handlungen, was nicht recht zu ihrer schwierigen Lebensgeschichte passen wollte. Gleichzeitig trifft sie Annahmen über andere Figuren basierend auf Erfahrungen aus ihrer eigenen Welt, obwohl sie regelmäßig erlebt, dass die Parallelwelten und ihre Bewohner extrem unterschiedlich sind. Das führte zu vielen unglaubwürdigen Momenten und machte es schwer, eine echte Verbindung zu ihr oder den anderen Figuren aufzubauen. Die emotionalen Aspekte der Geschichte blieben für mich ebenfalls auf der Strecke. Viele Entwicklungen wurden nicht gezeigt, sondern einfach in Caras endlosen inneren Monologen berichtet, was mich auf Distanz hielt. Es war, als würde mir jemand die Geschichte erzählen, anstatt sie mich erleben zu lassen. Das führte dazu, dass ich mich an vielen Stellen eher durch den Text kämpfen musste, anstatt wirklich mitzufühlen. Worldbuilding und Erzählstil - schwer vorstellbar und überladen Ein weiteres Manko war für mich das Worldbuilding. Die Idee der verschiedenen Erden ist zwar faszinierend, aber ihre Umsetzung blieb für mich oft unklar. Die Beschreibungen waren nicht greifbar genug, um wirklich ein Gefühl für die Welten zu bekommen, durch die sich Cara bewegt. Die vielen verschiedenen Namen für Charaktere in unterschiedlichen Parallelwelten machten es zusätzlich schwer, den Überblick zu behalten - gerade weil einige Figuren nur wenig Erläuterung oder Tiefe bekamen. Dazu kam, dass die Actionszenen oft unübersichtlich und schwer nachzuvollziehen waren. Statt spannender Dynamik wirkte vieles hektisch und wenig ausgearbeitet. Auch die Twists konnten das nicht retten. Zwar gab es einige Überraschungen, aber viele Wendungen waren vorhersehbar oder hinterließen wenig Eindruck. Fazit: Eine gute Idee, die nicht ihr Potenzial entfaltet. Am Ende überwiegt für mich die Enttäuschung. Erde 0 hatte ein starkes Konzept, scheiterte aber an der Umsetzung. Das sprunghafte Erzählen, die distanzierten Charaktere, das schwache Worldbuilding und die ermüdenden inneren Monologe machten es für mich zu einer anstrengenden Lektüre. Ohne einen Buddyread hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen. Es gibt mit „Those Beyond the Wall“ ein weiteres Buch in diesem Universum, das allerdings nie ins Deutsche übersetzt wurde. Doch nach meiner Erfahrung mit Erde 0 verspüre ich keine große Motivation, es auf Englisch zu lesen.
2. März 2025

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18. Feb. 2025
18. Feb. 2025
3 von 20 Rezensionen
Autorin / Autor
Micaiah Johnson wuchs in der kalifornischen Mojave-Wüste auf, umgeben von Bäumen namens Joshua und Frauen, die Geschichten erzählten. Sie erhielt ihren Bachelor of Arts in kreativem Schreiben an der University of California, Riverside, und ihren Master of Fine Arts in Literatur an der Rutgers University - Camden. Derzeit promoviert sie an der Vanderbilt University, wo sie sich mit „Critical race theory“ und Robotern beschäftigt. Ihr Debütroman „Erde 0“ war ein Sunday Times Bestseller, New York Times Editor's Choice, und gehört zu NPRs besten Büchern 2020.
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