Winner of the Kobo Emerging Writer Prize for Literary Fiction Shortlisted for the James Tait Black Prize for Fiction and the Arthur C. Clarke Award for Science Fiction Book of the Year.
2074. America's future is Civil War. Sarat's reality is survival. They took her father, they took her home, they told her lies . . .
She didn't start this war, but she'll end it.
Omar El Akkad's powerful debut novel imagines a dystopian future: a second American Civil War, a devastating plague and one family caught deep in the middle. In American War, we're asked to consider what might happen if America were to turn its most devastating policies and deadly weapons against itself.
Ein in seiner Thematik brandaktueller Thriller in der nahen Zukunft🫠🔥
Wir begleiten eine Familie durch den neuen und brutalen amerikanischen Bürgerkrieg und die Auswirkungen des Klimawandels in der nahen Zukunft. Obwohl die Story in der Mitte etwas schleppend vorankommt, lohnt es sich dranzubleiben. Vor allem das letzte Drittel, sowie der Ringschluss, den es zum Anfang zieht, haben es echt in sich.
18. Mai 2026
4,0
Ein in seiner Thematik brandaktueller Thriller in der nahen Zukunft🫠🔥
Wir begleiten eine Familie durch den neuen und brutalen amerikanischen Bürgerkrieg und die Auswirkungen des Klimawandels in der nahen Zukunft. Obwohl die Story in der Mitte etwas schleppend vorankommt, lohnt es sich dranzubleiben. Vor allem das letzte Drittel, sowie der Ringschluss, den es zum Anfang zieht, haben es echt in sich.
American War von Omar El Akkad erzählt eine mögliche Zukunftsversion Amerikas, in welcher die Gebiete des heutigen Ölreichtums zu wirtschaftlichen Verlierer werden, weil sie an alte Energien wie das Benzinauto festhalten und die Natur sich das Land zurückerobert. Es kommt zum Krieg zwischen dem reich gewordenen umwelt- und energiefortschrittlichen Norden ("die Blauen") und den an alten Tradition behafteten verarmten Süden ("die Roten").
Wir erfahren die Geschichte von Sarat Chestnut, die im Land der Roten geboren wurde. Beginnend als sie und ihre Zwillingsschwester ca. sechs Jahre alt sind und ihr Vater durch die Tat der Rebellen ("der Roten"), also der eigenen Landsleute ums Leben kommt, weil er am falschen Ort zur falschen Zeit war. Sarat und ihre Familie, bestehend aus ihrer Zwillingsschwester, ihrem älteren Bruder und ihrer Mutter, beschließen in den Norden zu fliehen. Aber sie kommen nur bis zu einem Flüchtlingslager wo sie jahrelang verweilen, gefangen an der Grenze zwischen Nord ("den Blauen") und Süd ("den Roten").
Sarat wächst im Umfeld zwischen diesem "Nicht auf Dauer ausgerichtetem Leben" auf und wird Spielball aller Seiten, welche nicht nur die Roten oder die Blauen sind, sondern auch andere Interessenlager, für die ein Krieg zwischen dem Norden und dem Süden Amerikas wirtschaftliche Vorteile und politische Stabilität im eigenen Land bedeutet. Sie unterwandern Hilfsorganisation wie der rote Halbmond, versprechen zu helfen, aber sind der Wolf im Schafspelz.
Der Autor zeichnet das Bild eines Menschen, der unschuldig in diese Welt kam und zu einer kaltblütigen Mörderin mutiert. Anhand von Schlüsselerlebnissen, persönlichen Verlusten, Verblendungen und Ungerechtigkeiten, die Sarat im Laufe ihres Lebens widerfahren, zeigt der Autor uns ihre Verwandlung.
Die Frage ist: Hätte sie zu irgendeinem Zeitpunkt einen anderen Weg einschlagen können? Was macht Krieg aus einem Menschen? Rache, Wut, Angst - ist das alles was bleibt? Wie kann man vergeben und kann man überhaupt vergeben?
Wir lernen nicht nur Sarats Weg kennen, sondern auch andere Beteiligte. Protokolle des Nordens für die Aufarbeitung der Schrecken des Krieges im Nachhinein, zeigen wie sich Geschichte zu Gunsten der Sieger verändert. Geschwärztes bleibt geschwärzt, vieles wird nie komplett aufgeklärt, einiges wird verharmlost und manches unter dem Teppich gekehrt. Eine Notwendigkeit um des Friedens willen.
Mir hat besonders die Dynamik zu Beginn und zum Ende der Geschichte gefallen. Den Mittelteil fand ich teils etwas langatmig. Der Autor hat den Leser sehr lange im Ungewissen gelassen in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt.
22. Sept. 2022
4,0
American War von Omar El Akkad erzählt eine mögliche Zukunftsversion Amerikas, in welcher die Gebiete des heutigen Ölreichtums zu wirtschaftlichen Verlierer werden, weil sie an alte Energien wie das Benzinauto festhalten und die Natur sich das Land zurückerobert. Es kommt zum Krieg zwischen dem reich gewordenen umwelt- und energiefortschrittlichen Norden ("die Blauen") und den an alten Tradition behafteten verarmten Süden ("die Roten").
Wir erfahren die Geschichte von Sarat Chestnut, die im Land der Roten geboren wurde. Beginnend als sie und ihre Zwillingsschwester ca. sechs Jahre alt sind und ihr Vater durch die Tat der Rebellen ("der Roten"), also der eigenen Landsleute ums Leben kommt, weil er am falschen Ort zur falschen Zeit war. Sarat und ihre Familie, bestehend aus ihrer Zwillingsschwester, ihrem älteren Bruder und ihrer Mutter, beschließen in den Norden zu fliehen. Aber sie kommen nur bis zu einem Flüchtlingslager wo sie jahrelang verweilen, gefangen an der Grenze zwischen Nord ("den Blauen") und Süd ("den Roten").
Sarat wächst im Umfeld zwischen diesem "Nicht auf Dauer ausgerichtetem Leben" auf und wird Spielball aller Seiten, welche nicht nur die Roten oder die Blauen sind, sondern auch andere Interessenlager, für die ein Krieg zwischen dem Norden und dem Süden Amerikas wirtschaftliche Vorteile und politische Stabilität im eigenen Land bedeutet. Sie unterwandern Hilfsorganisation wie der rote Halbmond, versprechen zu helfen, aber sind der Wolf im Schafspelz.
Der Autor zeichnet das Bild eines Menschen, der unschuldig in diese Welt kam und zu einer kaltblütigen Mörderin mutiert. Anhand von Schlüsselerlebnissen, persönlichen Verlusten, Verblendungen und Ungerechtigkeiten, die Sarat im Laufe ihres Lebens widerfahren, zeigt der Autor uns ihre Verwandlung.
Die Frage ist: Hätte sie zu irgendeinem Zeitpunkt einen anderen Weg einschlagen können? Was macht Krieg aus einem Menschen? Rache, Wut, Angst - ist das alles was bleibt? Wie kann man vergeben und kann man überhaupt vergeben?
Wir lernen nicht nur Sarats Weg kennen, sondern auch andere Beteiligte. Protokolle des Nordens für die Aufarbeitung der Schrecken des Krieges im Nachhinein, zeigen wie sich Geschichte zu Gunsten der Sieger verändert. Geschwärztes bleibt geschwärzt, vieles wird nie komplett aufgeklärt, einiges wird verharmlost und manches unter dem Teppich gekehrt. Eine Notwendigkeit um des Friedens willen.
Mir hat besonders die Dynamik zu Beginn und zum Ende der Geschichte gefallen. Den Mittelteil fand ich teils etwas langatmig. Der Autor hat den Leser sehr lange im Ungewissen gelassen in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt.