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Super ungewöhnliche SciFi-Dystopid mit queerer Protagonistin.
15. Aug. 2024
Super ungewöhnliche SciFi-Dystopid mit queerer Protagonistin.
15. Aug. 2024
Blick ins Buch
67 Bewertungen
20 Rezensionen
3,6
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15. Aug. 2024
15. Aug. 2024

413 Follower
Übersetzt von: Simon Weinert Erde 0 hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und einer spannenden Prämisse angelockt: Parallelwelten, die nur bereist werden können, wenn man dort bereits tot ist. Ein Konzept, das viel Raum für philosophische Fragen, packende Twists und tiefgründige Charakterentwicklungen bietet. Doch leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Starker Start- danach chaotisch und sprunghaft Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Die Idee des Weltenspringens und Caras Hintergrund als jemand aus prekären Verhältnissen, der plötzlich eine zentrale Rolle in einem größeren wissenschaftlichen Projekt spielt, war spannend. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verlor sie für mich an Struktur und Klarheit. Oft hatte ich das Gefühl, als wären zwischendurch Seiten entfernt worden - Szenenwechsel waren abrupt, Charakterentwicklungen wirkten lückenhaft, und es gab Momente, in denen ich dachte, ich hätte ein wichtiges Detail überlesen. Caras Sichtweise sprang häufig, und ihre Gemütszustände oder Überzeugungen wechselten so plötzlich, dass es mich aus der Geschichte riss. Charaktere und Emotionen - distanziert und unnahbar Ein weiteres Problem war für mich die Protagonistin. Cara wirkte oft unauthentisch und jugendlich in ihren Handlungen, was nicht recht zu ihrer schwierigen Lebensgeschichte passen wollte. Gleichzeitig trifft sie Annahmen über andere Figuren basierend auf Erfahrungen aus ihrer eigenen Welt, obwohl sie regelmäßig erlebt, dass die Parallelwelten und ihre Bewohner extrem unterschiedlich sind. Das führte zu vielen unglaubwürdigen Momenten und machte es schwer, eine echte Verbindung zu ihr oder den anderen Figuren aufzubauen. Die emotionalen Aspekte der Geschichte blieben für mich ebenfalls auf der Strecke. Viele Entwicklungen wurden nicht gezeigt, sondern einfach in Caras endlosen inneren Monologen berichtet, was mich auf Distanz hielt. Es war, als würde mir jemand die Geschichte erzählen, anstatt sie mich erleben zu lassen. Das führte dazu, dass ich mich an vielen Stellen eher durch den Text kämpfen musste, anstatt wirklich mitzufühlen. Worldbuilding und Erzählstil - schwer vorstellbar und überladen Ein weiteres Manko war für mich das Worldbuilding. Die Idee der verschiedenen Erden ist zwar faszinierend, aber ihre Umsetzung blieb für mich oft unklar. Die Beschreibungen waren nicht greifbar genug, um wirklich ein Gefühl für die Welten zu bekommen, durch die sich Cara bewegt. Die vielen verschiedenen Namen für Charaktere in unterschiedlichen Parallelwelten machten es zusätzlich schwer, den Überblick zu behalten - gerade weil einige Figuren nur wenig Erläuterung oder Tiefe bekamen. Dazu kam, dass die Actionszenen oft unübersichtlich und schwer nachzuvollziehen waren. Statt spannender Dynamik wirkte vieles hektisch und wenig ausgearbeitet. Auch die Twists konnten das nicht retten. Zwar gab es einige Überraschungen, aber viele Wendungen waren vorhersehbar oder hinterließen wenig Eindruck. Fazit: Eine gute Idee, die nicht ihr Potenzial entfaltet. Am Ende überwiegt für mich die Enttäuschung. Erde 0 hatte ein starkes Konzept, scheiterte aber an der Umsetzung. Das sprunghafte Erzählen, die distanzierten Charaktere, das schwache Worldbuilding und die ermüdenden inneren Monologe machten es für mich zu einer anstrengenden Lektüre. Ohne einen Buddyread hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen. Es gibt mit „Those Beyond the Wall“ ein weiteres Buch in diesem Universum, das allerdings nie ins Deutsche übersetzt wurde. Doch nach meiner Erfahrung mit Erde 0 verspüre ich keine große Motivation, es auf Englisch zu lesen.
2. März 2025
Übersetzt von: Simon Weinert Erde 0 hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und einer spannenden Prämisse angelockt: Parallelwelten, die nur bereist werden können, wenn man dort bereits tot ist. Ein Konzept, das viel Raum für philosophische Fragen, packende Twists und tiefgründige Charakterentwicklungen bietet. Doch leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Starker Start- danach chaotisch und sprunghaft Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Die Idee des Weltenspringens und Caras Hintergrund als jemand aus prekären Verhältnissen, der plötzlich eine zentrale Rolle in einem größeren wissenschaftlichen Projekt spielt, war spannend. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verlor sie für mich an Struktur und Klarheit. Oft hatte ich das Gefühl, als wären zwischendurch Seiten entfernt worden - Szenenwechsel waren abrupt, Charakterentwicklungen wirkten lückenhaft, und es gab Momente, in denen ich dachte, ich hätte ein wichtiges Detail überlesen. Caras Sichtweise sprang häufig, und ihre Gemütszustände oder Überzeugungen wechselten so plötzlich, dass es mich aus der Geschichte riss. Charaktere und Emotionen - distanziert und unnahbar Ein weiteres Problem war für mich die Protagonistin. Cara wirkte oft unauthentisch und jugendlich in ihren Handlungen, was nicht recht zu ihrer schwierigen Lebensgeschichte passen wollte. Gleichzeitig trifft sie Annahmen über andere Figuren basierend auf Erfahrungen aus ihrer eigenen Welt, obwohl sie regelmäßig erlebt, dass die Parallelwelten und ihre Bewohner extrem unterschiedlich sind. Das führte zu vielen unglaubwürdigen Momenten und machte es schwer, eine echte Verbindung zu ihr oder den anderen Figuren aufzubauen. Die emotionalen Aspekte der Geschichte blieben für mich ebenfalls auf der Strecke. Viele Entwicklungen wurden nicht gezeigt, sondern einfach in Caras endlosen inneren Monologen berichtet, was mich auf Distanz hielt. Es war, als würde mir jemand die Geschichte erzählen, anstatt sie mich erleben zu lassen. Das führte dazu, dass ich mich an vielen Stellen eher durch den Text kämpfen musste, anstatt wirklich mitzufühlen. Worldbuilding und Erzählstil - schwer vorstellbar und überladen Ein weiteres Manko war für mich das Worldbuilding. Die Idee der verschiedenen Erden ist zwar faszinierend, aber ihre Umsetzung blieb für mich oft unklar. Die Beschreibungen waren nicht greifbar genug, um wirklich ein Gefühl für die Welten zu bekommen, durch die sich Cara bewegt. Die vielen verschiedenen Namen für Charaktere in unterschiedlichen Parallelwelten machten es zusätzlich schwer, den Überblick zu behalten - gerade weil einige Figuren nur wenig Erläuterung oder Tiefe bekamen. Dazu kam, dass die Actionszenen oft unübersichtlich und schwer nachzuvollziehen waren. Statt spannender Dynamik wirkte vieles hektisch und wenig ausgearbeitet. Auch die Twists konnten das nicht retten. Zwar gab es einige Überraschungen, aber viele Wendungen waren vorhersehbar oder hinterließen wenig Eindruck. Fazit: Eine gute Idee, die nicht ihr Potenzial entfaltet. Am Ende überwiegt für mich die Enttäuschung. Erde 0 hatte ein starkes Konzept, scheiterte aber an der Umsetzung. Das sprunghafte Erzählen, die distanzierten Charaktere, das schwache Worldbuilding und die ermüdenden inneren Monologe machten es für mich zu einer anstrengenden Lektüre. Ohne einen Buddyread hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen. Es gibt mit „Those Beyond the Wall“ ein weiteres Buch in diesem Universum, das allerdings nie ins Deutsche übersetzt wurde. Doch nach meiner Erfahrung mit Erde 0 verspüre ich keine große Motivation, es auf Englisch zu lesen.
2. März 2025

43 Follower
18. Feb. 2025
18. Feb. 2025
3 von 20 Rezensionen
Autorin / Autor
Micaiah Johnson wuchs in der kalifornischen Mojave-Wüste auf, umgeben von Bäumen namens Joshua und Frauen, die Geschichten erzählten. Sie erhielt ihren Bachelor of Arts in kreativem Schreiben und ihren Master of Fine Arts in Literatur. Derzeit promoviert sie an der Vanderbilt University. Ihr Debütroman »Erde 0« wurde von der Sunday Times, der New York Times und von NPR zu den besten Büchern 2020 gekürt.
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