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Pandemie 2.0
In The End of Men (oder auch Die andere Hälfte der Welt) wird die Geschichte einer neuartigen Pest erzählt, die 90 Prozent der männlichen Bevölkerung dahinrafft. Aus der Sicht verschiedenster Frauen werden die Auswirkungen der Pandemie auf Familien, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft geschildert. Beginnend mit dem Ausbruch und dem Versagen der Regierungen geht es über in den schmerzhaften Teil, in dem immer mehr Ehemänner, Söhne und andere nahestehende cis-Männer erkranken und sterben. Auch die verzweifelten Versuche, sich vor dem Virus zu schützen, sind wirklich erdrückend. Vor allem wenn das Leben geliebter Menschen auf dem Spiel steht und man als Frau womöglich selbst bereits Wirt ist. Diese Episoden waren wirklich unfassbar traurig. Gleichzeitig greift die Autorin auch politische und strukturelle Aspekte auf. Die Wirtschaft und die Versorgungslage geraten ins Wanken, da viele technische Berufe – etwa in der Stromversorgung – überwiegend von Männern ausgeübt werden. Sogar geopolitische Entwicklungen finden ihren Platz in der Geschichte. Man springt zwischen verschiedenen, wiederkehrenden Figuren sowie von Tag X zu Tag Y der Pandemie. Dadurch bleibt der Roman abwechslungsreich und kann viele spannende Aspekte einbeziehen. Dass Christina Sweeney-Baird dies noch vor der größten Pandemie unserer Zeit so treffend umgesetzt hat, finde ich besonders bemerkenswert. Christina Sweeney-Baird hat es geschafft, eine Pandemie in ihrer Komplexität darzustellen und dabei ein Wechselspiel aus emotionalen, persönlichen Schicksalen und spannenden strukturellen Abläufen sowie den weitreichenden Folgen aufzuzeigen. Eine ganz andere Art von Spannungsbogen, die mir sehr gefallen hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hin und wieder mit der ein oder anderen Träne gekämpft. Von mir eine klare Leseempfehlung! ------------- "Glaubst du, dass man sich an sie erinnern wird? An unsere Söhne und Ehemänner, oder werden sie einfach...verschwinden?" "Ich glaube, wir werden uns an sie erinnern, wir werden über sie sprechen und ihre Geschichte erzählen. Wir werden wissen, dass wir sie geliebt haben und von ihnen geliebt wurden. Das wird genügen. Weißt du, du bist nicht nur wichtig wenn die Welt dich in Erinnerung behält.[...]"
23. Apr. 2026
Pandemie 2.0
In The End of Men (oder auch Die andere Hälfte der Welt) wird die Geschichte einer neuartigen Pest erzählt, die 90 Prozent der männlichen Bevölkerung dahinrafft. Aus der Sicht verschiedenster Frauen werden die Auswirkungen der Pandemie auf Familien, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft geschildert. Beginnend mit dem Ausbruch und dem Versagen der Regierungen geht es über in den schmerzhaften Teil, in dem immer mehr Ehemänner, Söhne und andere nahestehende cis-Männer erkranken und sterben. Auch die verzweifelten Versuche, sich vor dem Virus zu schützen, sind wirklich erdrückend. Vor allem wenn das Leben geliebter Menschen auf dem Spiel steht und man als Frau womöglich selbst bereits Wirt ist. Diese Episoden waren wirklich unfassbar traurig. Gleichzeitig greift die Autorin auch politische und strukturelle Aspekte auf. Die Wirtschaft und die Versorgungslage geraten ins Wanken, da viele technische Berufe – etwa in der Stromversorgung – überwiegend von Männern ausgeübt werden. Sogar geopolitische Entwicklungen finden ihren Platz in der Geschichte. Man springt zwischen verschiedenen, wiederkehrenden Figuren sowie von Tag X zu Tag Y der Pandemie. Dadurch bleibt der Roman abwechslungsreich und kann viele spannende Aspekte einbeziehen. Dass Christina Sweeney-Baird dies noch vor der größten Pandemie unserer Zeit so treffend umgesetzt hat, finde ich besonders bemerkenswert. Christina Sweeney-Baird hat es geschafft, eine Pandemie in ihrer Komplexität darzustellen und dabei ein Wechselspiel aus emotionalen, persönlichen Schicksalen und spannenden strukturellen Abläufen sowie den weitreichenden Folgen aufzuzeigen. Eine ganz andere Art von Spannungsbogen, die mir sehr gefallen hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hin und wieder mit der ein oder anderen Träne gekämpft. Von mir eine klare Leseempfehlung! ------------- "Glaubst du, dass man sich an sie erinnern wird? An unsere Söhne und Ehemänner, oder werden sie einfach...verschwinden?" "Ich glaube, wir werden uns an sie erinnern, wir werden über sie sprechen und ihre Geschichte erzählen. Wir werden wissen, dass wir sie geliebt haben und von ihnen geliebt wurden. Das wird genügen. Weißt du, du bist nicht nur wichtig wenn die Welt dich in Erinnerung behält.[...]"
23. Apr. 2026






