Die Seele des Psychologen

Die Seele des Psychologen

E-Book
3.01
HilflosigkeitHilflose HelferAutobiografiePsychologie

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Beschreibung

»Denn erst sehr viel später kann Einsicht in das Geschehen wachsen." Es ist sein bislang persönlichstes Buch. Der renommierte Psychologe und Zeit-Kolumnist Wolfgang Schmidbauer schildert seine intensiven »Lehrjahre" als junger Mann – seine Studienzeit und seine literarischen Ambitionen in München, sein Leben als Aussteiger in der Toskana – und die krisenhaften Jahre seiner ersten Ehe. Mal ironisch, mal melancholisch, aber stets sehr freimütig erweckt der Autor das Lebensgefühl der Sechzigerjahre zu neuem Leben, thematisiert aber vor allem die eigene Hilflosigkeit angesichts der psychischen Erkrankung seiner Partnerin. Selten ist so offen von einem Psychoanalytiker über die Grenzen des eigenen Tuns, über das Scheitern der eigenen Profession, über die Verzweiflung des Nicht-weiter-Wissens gesprochen worden. Die Autobiografie des Autors des Bestsellers »Hilflose Helfer" und bekannten Psychoanalytikers ist eine tiefgründige und offene Auseinandersetzung des professionellen Helfers mit den Ansprüchen und Grenzen des eigenen Handelns. Brillant geschrieben und selbstkritisch über eine besondere Liebe und eine Zeit des Aufbruchs. Es ist das ungewöhnliche Selbstporträt eines der Großen seines Fachs, dem so vieles möglich scheint und der schmerzhaft lernen muss, dass auch seine Fähigkeiten endlich sind.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
224
Preis
15.99 €

Beiträge

1
Alle
3

Ein interessantes Buch, für Leser vom Fach. Ob Nicht-Psychologen oder Nicht-Psychologie-Interessierte an diesem Buch Spaß finden werden, ist fraglich. Streckenweise sehr langatmig. Italienreisen und Kunsthistorie bilden einen Großteil des Inhalts. Der auf dem Klappentext mit großen Worten angekündigte Konflikt steht zwar im Mittelpunkt, wird aber erst nach Seite 100 thematisiert. Fachlich ist das Buch mutig, das muss man dem Autor lassen. Mit ca. 45 Jahren Abstand zu den Geschehnissen beschreibt er seine bröckelnde erste Ehe und den gescheiterten Versuch seine Frau von ihrer psychischen Krankheit zu heilen. Mit erfrischender Ehrlichkeit schildert er seine damalige Selbstüberschätzung und professionellen Fehltritte. Der Erzähler blieb mir trotz ehrlicher Selbstkritik bis zum Ende hin unsympathisch. Mit Arroganz und Überheblichkeit analysiert er krampfhaft fachlich seine Familie und sein Umfeld. Für Freunde der Psychoanalytischen Schule interessant, im großen Ganzen aber kein besonders empfehlenswertes Buch.

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