Feindesliebe

Feindesliebe

Hardcover
4.51

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Beschreibung

Eine Zumutung: Liebet eure Feinde! Unmöglich, wird man spontan antworten, und dennoch unerlässlich, wie Wolfgang Schmidbauer ausführt, der in diesem Buch die christliche Vorstellung der Feindesliebe in den Blick nimmt und – ausgehend von einem „Was wäre wenn?“– Möglichkeiten der Annäherung entwickelt. Als Psychoanalytiker kennt er die Mechanismen und Fallstricke, die bei Streitereien und Auseinandersetzungen greifen. Er zeigt, wie sie eskalieren und zu einer nie enden wollenden Spirale der Gewalt führen können, wenn Rechthaberei die Oberhand gewinnt. Gesetze können Konflikte nur einrahmen, nicht bändigen. Liebe ist die emotionale Waffe gegen den primitiven Racheimpuls. Mit Beispielen aus Literatur- und Kulturgeschichte und persönlichen Erfahrungen in der Erinnerung an seinen im Zweiten Weltkrieg gefallenen Vater belegt er, dass Menschen primär soziale Geschöpfe sind. In jedem von uns sei die Möglichkeit angelegt, auf Rache zu verzichten und mit seinen Mitmenschen über Arbeit und Spiel zu interagieren, so Schmidbauer. Denn Liebe ist beides. Gerade dem Gedanken der Feindesliebe sollte man wieder Raum geben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
158
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Wuchs in Passau auf, studierte in München Psychologie und promovierte dort, lebte einige Jahre als freier Autor in Italien, machte eine psychoanalytische Ausbildung und arbeitet seither wieder in München. Seine bekanntesten Bücher sind Hilflose Helfer und Die Angst vor Nähe. Schmidbauer hat neben Sachbüchern auch Erzählungen verfasst und schrieb viele Jahre für das ZEIT-Magazin die Kolumne Die großen Fragen der Liebe.

Beiträge

1
Alle
4.5

"Feindesliebe ist der absolute Gegensatz zu populistischer Rhetorik". Von der Angst der Populisten bis hin zum vermeintlichen Dilemma eines sozialen Widerstands. Ein Spannungsbogen auf 157 Seiten, den ich nur empfehlen kann. Einen halben Punkt Abzug, da für meinen Geschmack zu viel Sigmund Freud den Text begleitet.

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