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Berührende, leichte Lektüre mit kleinen Schwächen
In "Die Liebe an miesen Tagen" erzählt Ewald Arenz von zwei Menschen, die sich eher zufällig begegnen und doch genau zur richtigen Zeit. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die mit beiden Beinen im Leben steht, bereits einiges erlebt hat und ihrer Umwelt mit einer guten Portion Ironie begegnet. Zwischen vorsichtigen Annäherungen, alten Wunden und neuen Hoffnungen entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die leise beginnt und zunehmend an Tiefe gewinnt. Die Protagonistin hat mich aber zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits ist sie lebensnah, klug und schlagfertig gezeichnet, andererseits haben mich ihre Gedankengänge und Unsicherheiten stellenweise wirklich an meine Grenzen gebracht. Dieses ständige Hinterfragen, Zögern und Sich-selbst-im-Weg-Stehen konnte mitunter anstrengend sein und hat mir beim Lesen auch den ein oder anderen Nerv geraubt. Abseits davon ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die viele leise, warme Momente bereithält. Es gab immer wieder Szenen, die mich zum Schmunzeln und sogar zum Lachen gebracht haben. Kleine Dialoge, feine Beobachtungen, die das Buch lebendig machen. Gleichzeitig liest sich die Geschichte angenehm flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Besonders berührend ist die Nebenhandlung rund um die demente Mutter. Diese Passagen bringen eine ganz andere, schwere Emotionalität mit sich und zeigen eindrücklich, was es bedeutet, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren. Das verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und bleibt im Gedächtnis. Ja, an manchen Stellen wirkt es vielleicht ein wenig zu viel, ein Hauch zu schmalzig ABER insgesamt überwiegt das Gefühl, ein warmes, ehrliches Buch gelesen zu haben. Ein Roman, der nicht perfekt ist und dennoch menschlich wirkt und der sich wunderbar eignet, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
19. Apr. 2026
Berührende, leichte Lektüre mit kleinen Schwächen
In "Die Liebe an miesen Tagen" erzählt Ewald Arenz von zwei Menschen, die sich eher zufällig begegnen und doch genau zur richtigen Zeit. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die mit beiden Beinen im Leben steht, bereits einiges erlebt hat und ihrer Umwelt mit einer guten Portion Ironie begegnet. Zwischen vorsichtigen Annäherungen, alten Wunden und neuen Hoffnungen entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die leise beginnt und zunehmend an Tiefe gewinnt. Die Protagonistin hat mich aber zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits ist sie lebensnah, klug und schlagfertig gezeichnet, andererseits haben mich ihre Gedankengänge und Unsicherheiten stellenweise wirklich an meine Grenzen gebracht. Dieses ständige Hinterfragen, Zögern und Sich-selbst-im-Weg-Stehen konnte mitunter anstrengend sein und hat mir beim Lesen auch den ein oder anderen Nerv geraubt. Abseits davon ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die viele leise, warme Momente bereithält. Es gab immer wieder Szenen, die mich zum Schmunzeln und sogar zum Lachen gebracht haben. Kleine Dialoge, feine Beobachtungen, die das Buch lebendig machen. Gleichzeitig liest sich die Geschichte angenehm flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Besonders berührend ist die Nebenhandlung rund um die demente Mutter. Diese Passagen bringen eine ganz andere, schwere Emotionalität mit sich und zeigen eindrücklich, was es bedeutet, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren. Das verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und bleibt im Gedächtnis. Ja, an manchen Stellen wirkt es vielleicht ein wenig zu viel, ein Hauch zu schmalzig ABER insgesamt überwiegt das Gefühl, ein warmes, ehrliches Buch gelesen zu haben. Ein Roman, der nicht perfekt ist und dennoch menschlich wirkt und der sich wunderbar eignet, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
19. Apr. 2026








