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Romane

Die Ermordung des Commendatore Band 1

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Über das Buch

Ein gesichtsloser Mann – und sein Porträtist. Allein reist der namenlose Erzähler und Maler ziellos durch Japan. Schließlich zieht er sich in ein abgelegenes Haus, das einem berühmten Künstler gehört, zurück. Eines Tages erhält er ein äußerst lukratives Angebot. Er soll das Porträt eines reichen Mannes anfertigen. Nach einigem Zögern nimmt er an, und Wataru Menshiki sitzt ihm fortan Modell. Doch der Ich-Erzähler findet nicht zu seiner alten Fertigkeit zurück. Das, was Menshiki ausmacht, kann er nicht erfassen. Wer ist dieser Mann, dessen Bildnis er keine Tiefe verleihen kann? Durch einen Zufall entdeckt der junge Maler auf dem Dachboden ein meisterhaftes Gemälde. Es trägt den Titel ›Die Ermordung des Commendatore‹. Er ist wie besessen von dem Bild, mit dessen Auffinden zunehmend merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen, so als würde sich eine andere Welt öffnen. Mit wem könnte er darüber reden? Da ist keiner außer Menshiki, den er kennt. Soll er sich ihm wirklich anvertrauen? Als er es tut, erkennt der Ich-Erzähler, dass Menshiki einen ungeahnten Einfluss auf sein Leben hat. »Einer der genialsten Erzähler der Welt!« DENIS SCHECK

Editionen (11)

ISBN9783832198916
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum22.01.18
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

282 Bewertungen

36 Rezensionen

4,0

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  • readzilla
    readzilla

    147 Follower

    4,0

    Zwischen Wirklichkeit und Metapher

    Mit Die Ermordung des Commendatore – Eine Metapher wandelt sich entführt Haruki Murakami erneut in eine rätselhafte, beinahe traumartige Welt zwischen Realität und Übernatürlichem. Die Geschichte beginnt ruhig, entwickelt aber schnell eine eigentümliche Spannung. Je tiefer man in die Handlung eintaucht, desto mehr verdichten sich die geheimnisvollen Ereignisse rund um das Gemälde, die seltsame Glocke im Wald und die rätselhafte Figur des Commendatore. Besonders die Begegnungen mit Menshiki und die Suche nach Marie verleihen dem Roman eine konstante unterschwellige Spannung. Murakamis typischer Stil – ruhig, präzise und gleichzeitig voller surrealer Momente – sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Realität und Metapher verschwimmen immer stärker miteinander, bis man als Leser selbst beginnt, über die Bedeutung der Ereignisse nachzudenken. Ein sehr spannender und atmosphärischer Roman, der durch seine geheimnisvolle Stimmung und die vielen offenen Deutungsebenen lange nachwirkt.

    Zwischen Wirklichkeit und Metapher

    11. März 2026

  • readzilla
    readzilla

    147 Follower

    4,0

    Wenn Stille plötzlich zu sprechen beginnt

    Mit „Die Ermordung des Commendatore – Eine Idee erscheint“ öffnet Haruki Murakami eine Tür in eine Welt, in der Realität und Traum langsam ineinanderfließen. Die Geschichte beginnt still: Ein namenloser Porträtmaler zieht sich nach der Trennung von seiner Frau in ein abgelegenes Haus in den Bergen zurück. Die Tage wirken zunächst leer, fast schwerelos – bis ein geheimnisvolles Gemälde auf dem Dachboden auftaucht und ein rätselhaftes Glockengeräusch aus dem Wald die Stille durchbricht. Murakami nimmt sich Zeit. Sehr viel Zeit. Er erzählt nicht laut, sondern flüstert. Die Handlung entwickelt sich langsam, beinahe meditativ, und gerade darin liegt der Reiz des Buches. Man liest nicht, um schnell Antworten zu bekommen – man liest, um sich in dieser merkwürdig schwebenden Atmosphäre zu verlieren. Zwischen Kunst, Einsamkeit und geheimnisvollen Begegnungen entsteht ein Sog, der typisch für Murakami ist: Man spürt, dass etwas Ungewöhnliches geschieht, auch wenn man es noch nicht greifen kann. Figuren wirken gleichzeitig real und rätselhaft, und das Gefühl bleibt, dass hinter jeder Szene noch eine zweite Wirklichkeit verborgen liegt. „Eine Idee erscheint“ ist deshalb weniger ein klassischer Romananfang als vielmehr ein langsames Öffnen eines Vorhangs. Murakami legt Spuren, stellt Fragen und erschafft eine Stimmung voller leiser Spannung – als würde sich eine Geschichte erst langsam selbst erfinden. Und genau dieses Gefühl macht den ersten Teil so faszinierend: Man weiß, dass das eigentliche Geheimnis erst noch beginnt.

    Wenn Stille plötzlich zu sprechen beginnt

    8. März 2026

  • lichtengel
    lichtengel

    48 Follower

    5,0

    Sehr gut! Ich bin zufällig auf Murakami gestoßen und habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Voller Poesie, Kunst...hier verschmelzen Magie und Realität. Toller, besonderer Schreibstil... werde gleich den zweiten Teil lesen.

    15. Apr. 2025

3 von 36 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Haruki Murakami

HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).

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