Blick ins Buch

Krimis

Die blaue Liste

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Über das Buch

Ein Flugzeugabsturz, eine mysteriöse Liste und ein Privatdetektiv auf der Suche nach der Wahrheit – der fesselnde Auftakt der Krimi-Reihe von Wolfgang Schorlau. Privatdetektiv Georg Dengler, früher Zielfahnder beim BKA, nimmt einen scheinbar einfachen Fall an: Die Freundin eines Anrufers möchte wissen, warum ihr Vater vor zwölf Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, obwohl er sie zuvor angerufen hatte und sagte, er habe die Maschine verpasst. Doch als Dengler beginnt nachzuforschen, stößt er auf Verbindungen zu brisanten Ereignissen der deutschen Wendezeit. Der Vermisste war Mitarbeiter der Treuhand und Verfasser der »Blauen Liste« – eines Dokuments, das der Deutschen Vereinigung einen völlig anderen Weg wies. Je tiefer Dengler gräbt, desto gefährlicher wird es für ihn. Denn der Fall führt zurück zum Attentat auf den Treuhand-Präsidenten Rohwedder, zur RAF und zum mysteriösen Tod von Wolfgang Grams. Kann Dengler die Wahrheit aufdecken, bevor es zu spät ist? Wolfgang Schorlau verwebt in »Die blaue Liste« geschickt reale Ereignisse zu einem fesselnden Politthriller. Ein Muss für Fans intelligenter Krimis mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Alle Fälle von Georg Dengler: - Die blaue Liste - Das dunkle Schweigen - Fremde Wasser - Brennende Kälte - Das München-Komplott - Die letzte Flucht - Am zwölften Tag - Die schützende Hand - Der große Plan - Kreuzberg Blues - Black Forest Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Editionen (6)

ISBN9783462300161
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum21.09.09
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

47 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    2,5

    Ein überfüllter Politkrimi mit Potenzial, aber zu vielen Schwächen

    Wolfgang Schorlaus "Die blaue Liste" ist der erste Fall für den Privatermittler Georg Dengler. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und fand es letztendlich durchschnittlich, mit einigen interessanten Ansätzen, aber auch deutlichen Schwächen. Die Geschichte verwebt geschickt historische Fakten mit fiktiven Elementen, was dem Roman eine interessante Tiefe verleiht. Schorlau verbindet den Mord an Treuhand-Chef Rohwedder, einen mysteriösen Flugzeugabsturz und die Aktivitäten der RAF zu einem komplexen Geflecht. Allerdings führt dieser ambitionierte Ansatz zu einer Überfrachtung der Handlung. Weniger wäre hier für mich definitiv mehr gewesen, da die vielen Handlungsstränge und historischen Bezüge den Lesefluss erschweren und die eigentliche Krimihandlung in den Hintergrund drängen. Zwei Aspekte haben mein Leseerlebnis besonders beeinträchtigt: Die übermäßige Fokussierung auf die RAF und damit verbundene Verschwörungstheorien wirkt ermüdend. Obwohl Schorlau interessante Fragen aufwirft, hätte eine zurückhaltendere Behandlung dieses Themas dem Roman gutgetan. Die zahlreichen Zeitsprünge empfand ich als anstrengend. Diese ständigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit störten meinen Lesefluss und machten es schwierig, der Handlung zu folgen. Georg Dengler als Hauptfigur bleibt trotz seiner interessanten Vorgeschichte als ehemaliger BKA-Ermittler relativ blass. Seine persönlichen Konflikte geben ihm zwar etwas Tiefe, aber insgesamt konnte er mich nicht wirklich fesseln. Die Nebenfiguren wirken oft eindimensional und dienen hauptsächlich dazu, die komplexe Handlung voranzutreiben. Ein Pluspunkt des Buches ist die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Wiedervereinigung und den Machenschaften der Treuhandanstalt. Schorlau recherchiert gründlich und präsentiert interessante Fakten, die zum Nachdenken anregen. Allerdings droht die Handlung manchmal unter der Fülle an Informationen und politischen Kommentaren zu ersticken. Schorlaus Schreibstil ist klar und präzise, was für einen Krimi durchaus angemessen ist. Jedoch fand ich die Struktur des Romans mit ihren vielen Rückblenden und Perspektivwechseln unnötig kompliziert. Fazit: "Die blaue Liste" ist ein durchschnittlicher Politkrimi, der unter seiner thematischen Überladung und dem Übermaß an RAF-Bezügen leidet. Die Verknüpfung von Fiktion und historischen Ereignissen ist interessant, wird aber durch die komplizierte Erzählstruktur und die blassen Charaktere beeinträchtigt. Für Leser, die sich für die Nachwendezeit und komplexe politische Verstrickungen interessieren, bietet das Buch einige spannende Einblicke. Wer jedoch einen packenden, geradlinigen Krimi sucht, wird hier eher enttäuscht. Insgesamt vergebe ich 2,5 von 5 Sternen für diesen Roman, der zwar Potenzial hat und solide recherchiert ist, aber in der Umsetzung als Krimi nicht vollständig überzeugen kann. Eine Straffung des Inhalts, insbesondere der RAF-Thematik, und eine klarere Erzählstruktur hätten dem Buch gut getan.

    1. Okt. 2024

  • gedanken_freude
    gedanken_freude

    68 Follower

    3,5

    Die Thematik zur Treuhand, Wiedervereinigung und Ermordung des Präsidenten der Treuhandanstalt Rohwedder ist sehr interessant. Gerade weil aktuell die DDR in der Literatur anscheinend aufgearbeitet wird. Gleichzeitig merkt man dem Roman sein Alter etwas an. Ich hoffe, einige Textpassagen werde ich in den neueren Dengler-Fällen so nicht mehr finden. Insgesamt hat mich die Geschichte nicht ganz packen können. Da mich aber viele Themen der weiteren Bücher ansprechen, werde ich die Dengler-Reihe fortsetzen.

    31. Mai 2025

  • domi1012
    domi1012

    614 Follower

    3,0

    Zeimlich entäuschendes Ende. War mir zuerst nicht sicher ob es ein Cliffhänger ist oder nicht. Aber sonst hat mich die Geschichte gut unterhalten. Werde dem 2.Band sicher noch ne Chance geben.

    20. Apr. 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Wolfgang Schorlau

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den zwölf Dengler-Krimis hat er die Romane »Sommer am Bosporus« und »Rebellen« veröffentlicht sowie »Das brennende Klavier«, die Biografie der Jazzlegende Wolfgang Dauner – und zusammen mit Claudio Caiolo die Venedig-Krimis um Commissario Morello. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis, 2012 und 2014 mit dem Stuttgarter Krimipreis sowie 2019 und 2025 mit dem Stuttgarter Ebner-Stolz-Wirtschaftskrimipreis ausgezeichnet.

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