
40 Follower
Eine wahre Geschichte
Super Buch, manchmal hätte ich mir noch tiefere Details gewünscht.
16. Apr. 2024
Eine wahre Geschichte
Super Buch, manchmal hätte ich mir noch tiefere Details gewünscht.
16. Apr. 2024
Blick ins Buch
Eine wahre Geschichte über das, was Menschsein ausmacht
» … denn als ich das Ausmaß der Katastrophe zu verstehen begann, als mir bewusst wurde, was das Erlebte in mir anrichten würde, beschloss ich, über das, was uns widerfahren war, weder zu weinen noch es zu hassen – sondern zu vergeben. Ich war achtzehn Jahre alt, und die Zukunft lag noch vor mir.« Shlomo Graber Behütet und umsorgt wächst der kleine Shlomo Graber im Kreise seiner drei jüngeren Geschwister in einem ungarischen Städtchen auf. Sein weiser Großvater und seine liebende, fürsorgliche Mutter prägen die glücklichen Kinderjahre des Jungen. Er ist 14 Jahre alt, als sein Leben eine tragische und völlig unerwartete Wendung nimmt: Er und seine Eltern werden von den Nazis deportiert. Mit seinem unbändigen Lebenswillen, einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst, aber auch mit Nächstenliebe und manchmal gar mit Humor überlebt Schlomo in den folgenden Jahren drei Konzentrationslager – und entscheidet sich dennoch gegen den Hass auf die Täter und für Vergebung.
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Super Buch, manchmal hätte ich mir noch tiefere Details gewünscht.
16. Apr. 2024
Super Buch, manchmal hätte ich mir noch tiefere Details gewünscht.
16. Apr. 2024

111 Follower
So eine berührende Geschichte, von der man sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie so stattgefunden hat. Allerdings war das die Lebensrealität von viel zu vielen unschuldigen Menschen, die dem Faschismus zum Opfer gefallen sind. Ich ziehe meinen Hut vor Shlomo, dass er vergeben hat/konnte. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn es nicht so gewesen wäre. Wie wichtig es ist, dass sowas #niewieder passiert! Wir sind doch alle Menschen 🥺
21. Juni 2025
So eine berührende Geschichte, von der man sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie so stattgefunden hat. Allerdings war das die Lebensrealität von viel zu vielen unschuldigen Menschen, die dem Faschismus zum Opfer gefallen sind. Ich ziehe meinen Hut vor Shlomo, dass er vergeben hat/konnte. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn es nicht so gewesen wäre. Wie wichtig es ist, dass sowas #niewieder passiert! Wir sind doch alle Menschen 🥺
21. Juni 2025

106 Follower
Das Buch „Der Junge, der nicht hassen wollte“ ist eine autobiografische Erzählung, die in 17 Kapiteln die bewegende Geschichte von Shlomo schildert. Zu Beginn erfahren wir viel über Shlomo & seine Familie, über ihr Leben, bis sie von den Nazis deportiert werden. Besonders beeindruckend fand ich die Einführung zeitlicher Daten des 1. & 2. Weltkriegs, die mir die rasche Machtübernahme der Nationalsozialisten vor Augen führten. Leider sind die Parallelen zur heutigen politischen Lage erschreckend. Ein Zitat aus dem Buch: „Und dieser Mann nutzte jede Fehlentscheidung und begann, seine Saat des Bösen unter den Menschen auszubreiten.“ – Diese Worte hallen nach. Es ist die Rede von einer „reinen arischen Rasse“, während alles „Andersrassige“ – vor allem Juden, People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderungen – systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen, verfolgt & ermordet wurden. Es ist erschreckend, wie schnell Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt wurden. Das „Ermächtigungsgesetz“ hob die Gewaltenteilung auf, die „Gesetzgebung gegen die Neubildung von Parteien“ brachte der NSDAP die alleinige Macht. Es folgten Entlassung jüdischer Beamter & einem Verbot für jüdische Ärzte & das ist nur ein kleiner Auszug aus den unvorstellbaren Verstößen gegen Menschlichkeit, die noch viel weiter gingen. Shlomo schildert seine Zeit & Erlebnisse in den drei Konzentrationslagern, wobei er zugibt, nicht mehr jedes Detail erinnern zu können. Seine Berichte sind bewegend. Während seiner Erzählungen nennt er viele politische Daten, allerdings fehlt ein Literatur- und Quellenverzeichnis, was es für die Leser*innen schwierig macht, diese zu verifizieren. Das fand ich persönlich schade, da es die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung einschränkt. Was mir ebenfalls bewusst wurde, ist, wie viele Überlebende des Krieges nach dem Ende des Schreckens „alleine“ gelassen wurden. Es gab kaum eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse, keine psychotherapeutische Unterstützung, die den Menschen geholfen hätte, das Erlebte zu verarbeiten & weiterzuleben. Der Titel des Buches „Der Junge, der nicht hassen wollte“ sprach Denise & mich direkt an, da wir uns von der Idee, zu erfahren, wie man vergeben & wie Hass überwunden werden kann, angesprochen fühlten. Doch leider wird dieses Thema erst auf der letzten Seite des Buches, in einem einzigen Satz, angeschnitten & das war enttäuschend. Dennoch bleibt das Werk über die schrecklichen Geschehnisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs von unschätzbarem Wert und sollte die Anerkennung erfahren, die es verdient. Auch wenn wir ein anderes Buch erwartet haben, möchten wir keinesfalls sagen, dass es uns nicht gefallen hat. Es ist wichtig, dass Werke wie dieses weiterhin existieren, dass wir uns erinnern und aufklären, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Besonders heute, da Zeitzeug*innen immer weniger werden, ist das Erinnern & das Verhindern von Geschichtsvergessenheit essentiell. Abschließend möchte ich euch noch zwei weitere Bücher ans Herz legen: „28 Tage lang“ von David Safier und „Versuche, dein Leben zu machen“ von Margot Friedlander. Beide Werke berühren auf ihre eigene Weise & regen zur Reflexion an. Das Erinnern ist ein Akt des Widerstands – gegen das Vergessen, gegen den Hass, gegen das Wiederholen der Geschichte.
24. Mai 2025
Das Buch „Der Junge, der nicht hassen wollte“ ist eine autobiografische Erzählung, die in 17 Kapiteln die bewegende Geschichte von Shlomo schildert. Zu Beginn erfahren wir viel über Shlomo & seine Familie, über ihr Leben, bis sie von den Nazis deportiert werden. Besonders beeindruckend fand ich die Einführung zeitlicher Daten des 1. & 2. Weltkriegs, die mir die rasche Machtübernahme der Nationalsozialisten vor Augen führten. Leider sind die Parallelen zur heutigen politischen Lage erschreckend. Ein Zitat aus dem Buch: „Und dieser Mann nutzte jede Fehlentscheidung und begann, seine Saat des Bösen unter den Menschen auszubreiten.“ – Diese Worte hallen nach. Es ist die Rede von einer „reinen arischen Rasse“, während alles „Andersrassige“ – vor allem Juden, People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderungen – systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen, verfolgt & ermordet wurden. Es ist erschreckend, wie schnell Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt wurden. Das „Ermächtigungsgesetz“ hob die Gewaltenteilung auf, die „Gesetzgebung gegen die Neubildung von Parteien“ brachte der NSDAP die alleinige Macht. Es folgten Entlassung jüdischer Beamter & einem Verbot für jüdische Ärzte & das ist nur ein kleiner Auszug aus den unvorstellbaren Verstößen gegen Menschlichkeit, die noch viel weiter gingen. Shlomo schildert seine Zeit & Erlebnisse in den drei Konzentrationslagern, wobei er zugibt, nicht mehr jedes Detail erinnern zu können. Seine Berichte sind bewegend. Während seiner Erzählungen nennt er viele politische Daten, allerdings fehlt ein Literatur- und Quellenverzeichnis, was es für die Leser*innen schwierig macht, diese zu verifizieren. Das fand ich persönlich schade, da es die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung einschränkt. Was mir ebenfalls bewusst wurde, ist, wie viele Überlebende des Krieges nach dem Ende des Schreckens „alleine“ gelassen wurden. Es gab kaum eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse, keine psychotherapeutische Unterstützung, die den Menschen geholfen hätte, das Erlebte zu verarbeiten & weiterzuleben. Der Titel des Buches „Der Junge, der nicht hassen wollte“ sprach Denise & mich direkt an, da wir uns von der Idee, zu erfahren, wie man vergeben & wie Hass überwunden werden kann, angesprochen fühlten. Doch leider wird dieses Thema erst auf der letzten Seite des Buches, in einem einzigen Satz, angeschnitten & das war enttäuschend. Dennoch bleibt das Werk über die schrecklichen Geschehnisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs von unschätzbarem Wert und sollte die Anerkennung erfahren, die es verdient. Auch wenn wir ein anderes Buch erwartet haben, möchten wir keinesfalls sagen, dass es uns nicht gefallen hat. Es ist wichtig, dass Werke wie dieses weiterhin existieren, dass wir uns erinnern und aufklären, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Besonders heute, da Zeitzeug*innen immer weniger werden, ist das Erinnern & das Verhindern von Geschichtsvergessenheit essentiell. Abschließend möchte ich euch noch zwei weitere Bücher ans Herz legen: „28 Tage lang“ von David Safier und „Versuche, dein Leben zu machen“ von Margot Friedlander. Beide Werke berühren auf ihre eigene Weise & regen zur Reflexion an. Das Erinnern ist ein Akt des Widerstands – gegen das Vergessen, gegen den Hass, gegen das Wiederholen der Geschichte.
24. Mai 2025
3 von 19 Rezensionen
Autorin / Autor
Shlomo Graber wurde 1926 in den Karpaten der Tschechoslowakei geboren. 1931 übersiedelte er nach Ungarn, wo er aufwuchs. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zweimal deportiert und überlebte er drei Konzentrationslager. Am 8. Mai 1945 wurde er befreit, 1948 ging er nach Israel. Seit 1989 wohnt er mit seiner zweiten Frau Myrtha in Basel, wo er als Kunstmaler und Referent tätig ist. Im Juli 2015 wurden Graber und seine Frau von Bundespräsident Joachim Gauck auf Schloss Bellevue in Berlin empfangen.
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