Blick ins Buch

Biografien

Der Junge, der nicht hassen wollte

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Über das Buch

Shlomo Graber hat drei Konzentrationslager überlebt und sich trotzdem gegen den Hass auf die Täter und für Vergebung entschieden. Die ergreifende, unglaubliche Geschichte einer Kindheit und Jugend in unmenschlicher Zeit. Bis heute vermittelt Graber kommenden Generationen im Dialog Werte wie Toleranz, Respekt und Nächstenliebe.

Editionen (3)

ISBN4066004228013
VerlagRiverfield Verlag
Erscheinungsdatum25.06.21

Rezensionen & Bewertungen

88 Bewertungen

19 Rezensionen

4,2

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  • pau.linchen
    pau.linchen

    40 Follower

    4,0

    Eine wahre Geschichte

    Super Buch, manchmal hätte ich mir noch tiefere Details gewünscht.

    16. Apr. 2024

  • slytheringirl94
    slytheringirl94

    111 Follower

    4,0

    „Liebe ist stärker als Hass“

    So eine berührende Geschichte, von der man sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie so stattgefunden hat. Allerdings war das die Lebensrealität von viel zu vielen unschuldigen Menschen, die dem Faschismus zum Opfer gefallen sind. Ich ziehe meinen Hut vor Shlomo, dass er vergeben hat/konnte. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn es nicht so gewesen wäre. Wie wichtig es ist, dass sowas #niewieder passiert! Wir sind doch alle Menschen 🥺

    21. Juni 2025

  • placetobooks_
    placetobooks_

    106 Follower

    3,0

    Wichtiges Werk, leider etwas am Thema des Titels ,,vorbei“ - dennoch lesenswert 📚

    Das Buch „Der Junge, der nicht hassen wollte“ ist eine autobiografische Erzählung, die in 17 Kapiteln die bewegende Geschichte von Shlomo schildert. Zu Beginn erfahren wir viel über Shlomo & seine Familie, über ihr Leben, bis sie von den Nazis deportiert werden. Besonders beeindruckend fand ich die Einführung zeitlicher Daten des 1. & 2. Weltkriegs, die mir die rasche Machtübernahme der Nationalsozialisten vor Augen führten. Leider sind die Parallelen zur heutigen politischen Lage erschreckend. Ein Zitat aus dem Buch: „Und dieser Mann nutzte jede Fehlentscheidung und begann, seine Saat des Bösen unter den Menschen auszubreiten.“ – Diese Worte hallen nach. Es ist die Rede von einer „reinen arischen Rasse“, während alles „Andersrassige“ – vor allem Juden, People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderungen – systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen, verfolgt & ermordet wurden. Es ist erschreckend, wie schnell Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt wurden. Das „Ermächtigungsgesetz“ hob die Gewaltenteilung auf, die „Gesetzgebung gegen die Neubildung von Parteien“ brachte der NSDAP die alleinige Macht. Es folgten Entlassung jüdischer Beamter & einem Verbot für jüdische Ärzte & das ist nur ein kleiner Auszug aus den unvorstellbaren Verstößen gegen Menschlichkeit, die noch viel weiter gingen. Shlomo schildert seine Zeit & Erlebnisse in den drei Konzentrationslagern, wobei er zugibt, nicht mehr jedes Detail erinnern zu können. Seine Berichte sind bewegend. Während seiner Erzählungen nennt er viele politische Daten, allerdings fehlt ein Literatur- und Quellenverzeichnis, was es für die Leser*innen schwierig macht, diese zu verifizieren. Das fand ich persönlich schade, da es die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung einschränkt. Was mir ebenfalls bewusst wurde, ist, wie viele Überlebende des Krieges nach dem Ende des Schreckens „alleine“ gelassen wurden. Es gab kaum eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse, keine psychotherapeutische Unterstützung, die den Menschen geholfen hätte, das Erlebte zu verarbeiten & weiterzuleben. Der Titel des Buches „Der Junge, der nicht hassen wollte“ sprach Denise & mich direkt an, da wir uns von der Idee, zu erfahren, wie man vergeben & wie Hass überwunden werden kann, angesprochen fühlten. Doch leider wird dieses Thema erst auf der letzten Seite des Buches, in einem einzigen Satz, angeschnitten & das war enttäuschend. Dennoch bleibt das Werk über die schrecklichen Geschehnisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs von unschätzbarem Wert und sollte die Anerkennung erfahren, die es verdient. Auch wenn wir ein anderes Buch erwartet haben, möchten wir keinesfalls sagen, dass es uns nicht gefallen hat. Es ist wichtig, dass Werke wie dieses weiterhin existieren, dass wir uns erinnern und aufklären, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Besonders heute, da Zeitzeug*innen immer weniger werden, ist das Erinnern & das Verhindern von Geschichtsvergessenheit essentiell. Abschließend möchte ich euch noch zwei weitere Bücher ans Herz legen: „28 Tage lang“ von David Safier und „Versuche, dein Leben zu machen“ von Margot Friedlander. Beide Werke berühren auf ihre eigene Weise & regen zur Reflexion an. Das Erinnern ist ein Akt des Widerstands – gegen das Vergessen, gegen den Hass, gegen das Wiederholen der Geschichte.

    24. Mai 2025

3 von 19 Rezensionen

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