Blick ins Buch

Romane

Der falsche Inder

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Über das Buch

Ein geheimnisvolles arabisches Manuskript im ICE Berlin-München, das niemandem zu gehören scheint und worin acht Mal auf verschiedene Weise die Lebensgeschichte desjenigen erzählt wird, der es zufällig findet und liest. Abbas Khider verbindet das Tragische mit dem Komischen, das Groteske mit dem Alltäglichen, die Exotik des Orients mit den Lebenserfahrungen eines Flüchtlings. Er beeindruckt durch seinen ungeschönten Blick und die Beiläufigkeit, mit der er vom Elend wie von Wundern erzählt.

Editionen (4)

ISBN9783442744602
Verlagbtb
Erscheinungsdatum08.07.13
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • spurzl
    spurzl

    9 Follower

    4,5

    "Ich schwöre bei der alten griechischen Göttin, ich kann die Welt hassen und gleichzeitig lieben und die Menschen ebenso. Es gab immer Mörder & Retter, Hassende & Liebende."

    • Lebens- & Fluchtgeschichte eines Mannes • Ich-Erzähler • eigene, persönliche Darstellung von Flucht, dem Leben im Exil und damit einhergehenden Traumata • Mir fiel es etwas schwer den Rhythmus des Buches zu durchblicken --> jedes Kapitel befasst sich mit einem Thema (z.B. Trauma & Tod, Glück & Unglück die einem passieren, das Schreiben, Frauen) und erzählt dennoch immer die gleiche Geschichte. Danach gefiel es mir sehr, sehr gut. • nahbar, realistisch, emotional, zugänglich • leichter Schreibstil, poetisch, Metaphern • keine leichte Kost für nebenbei, wenn man sich darauf einlässt (insbes. die letzten 2-3 Kapitel) • kurze Kapitel • das Ende ist unfassbar geschickt gemacht und verbindet alles insich perfekt • lässt einen viel Lernen & Fühlen wenn man das möchte • definitiv Re-Readkandidat, da man beim ersten Mal sicherlich nicht alle Facetten mitbekommen und jegliche Verbindungen erfassen kann

    14. Aug. 2023

Autorin / Autor

Über Abbas Khider

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er aus dem Irak und hielt sich in verschiedenen Ländern auf, seit 2000 lebt er in Deutschland. 2008 erschien sein Debütroman »Der falsche Inder«, es folgten »Die Orangen des Präsidenten« (2011), »Brief in die Auberginenrepublik« (2013), »Ohrfeige» (2016), »Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch« (2019) und »Palast der Miserablen« (2020). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt. Abbas Khider lebt zurzeit in Berlin.

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