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Romane

Der falsche Inder

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Über das Buch

Ein geheimnisvolles arabisches Manuskript im ICE Berlin-München, das niemandem zu gehören scheint und worin acht Mal auf verschiedene Weise die Lebensgeschichte desjenigen erzählt wird, der es zufällig findet und liest. Dieses Romandebüt handelt von der Flucht eines jungen Irakers, der unter Saddam Hussein im Gefängnis saß und vor Krieg und Unterdrückung flieht, sich in mehreren Ländern als Hauslehrer, Gelegenheitsarbeiter, Kellner durchschlägt; der vom Unglück verfolgt scheint und doch immer wieder auf wundersame Weise gerettet wird. Auf seiner Reise durch Nordafrika und Europa trifft er viele andere Flüchtlinge aus aller Welt, die wie er auf der Suche nach einem Leben ohne Hunger und Krieg sind und dafür sehr viel opfern. Ihre Stimmen und Schicksale verbinden sich in Khiders Roman zu einem modernen realistischen Märchen. Abbas Khider verbindet das Tragische mit dem Komischen, das Groteske mit dem Alltäglichen, die Exotik des Orients mit den Lebenserfahrungen eines Flüchtlings. Er beeindruckt durch seinen ungeschönten Blick und die Beiläufigkeit, mit der er vom Elend wie von Wundern erzählt.

Editionen (4)

ISBN9783864380426
VerlagEdition Nautilus GmbH
Erscheinungsdatum04.08.11
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • spurzl
    spurzl

    9 Follower

    4,5

    "Ich schwöre bei der alten griechischen Göttin, ich kann die Welt hassen und gleichzeitig lieben und die Menschen ebenso. Es gab immer Mörder & Retter, Hassende & Liebende."

    • Lebens- & Fluchtgeschichte eines Mannes • Ich-Erzähler • eigene, persönliche Darstellung von Flucht, dem Leben im Exil und damit einhergehenden Traumata • Mir fiel es etwas schwer den Rhythmus des Buches zu durchblicken --> jedes Kapitel befasst sich mit einem Thema (z.B. Trauma & Tod, Glück & Unglück die einem passieren, das Schreiben, Frauen) und erzählt dennoch immer die gleiche Geschichte. Danach gefiel es mir sehr, sehr gut. • nahbar, realistisch, emotional, zugänglich • leichter Schreibstil, poetisch, Metaphern • keine leichte Kost für nebenbei, wenn man sich darauf einlässt (insbes. die letzten 2-3 Kapitel) • kurze Kapitel • das Ende ist unfassbar geschickt gemacht und verbindet alles insich perfekt • lässt einen viel Lernen & Fühlen wenn man das möchte • definitiv Re-Readkandidat, da man beim ersten Mal sicherlich nicht alle Facetten mitbekommen und jegliche Verbindungen erfassen kann

    14. Aug. 2023

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