Blick ins Buch

Historische Romane

Cox

3,7(56)
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Über das Buch

Ein farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann.

Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Schließlich verlangt Qiánlóng, der gemäß einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen ungeheuerlichen Auftrag nicht erfüllen kann, aber verweigert er sich dem Willen des Gottkaisers, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit.

Editionen (7)

ISBN9783100829511
VerlagS. FISCHER
Erscheinungsdatum27.10.16
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    4,0

    Wieder ein super Buch, philosophisch angehaucht und mit schönen Metaphern über die Zeit versehen. Es wirkt für mich dennoch unfertig, da einige Stränge ins Nichts laufen aber dennoch bleibt es sehr gut, mit einem feinen Gespür für Tiefgang.

    7. Nov. 2024

  • aristipp_girl
    aristipp_girl

    69 Follower

    4,0

    4,5⭐️ Mein erster Ransmayr und ich bin schockverliebt in diese bildgewaltige, poetische Sprache. Er beschreibt Natur, Jahreszeiten, Landschaften wie kein anderer. Er schafft es tatsächlich die Zeit anzuhalten bzw. eine quälende, epische Langsamkeit in das Buch zu legen. Da es eben um genau dies geht. Uhren und das Empfinden von Zeit. All zu viel Handlung hat das Buch nicht. Die Chinesische Kultur um das Jahr 1800 wird anhand der Gepflogenheiten des gottgleichen Kaisers bei Hofe (sagt man das so?), den Formalien und dem Umgang mit Straftätern beleuchtet. Holla, die Strafvollstreckungsszenen sind nix für schwache Gemüter. Dann geht es natürlich um den Uhrenbau über weite Strecken und die Verarbeitung bzw. Erinnerung gewisser Erlebnisse des Uhrmacher und Automatenbauers Cox. Die komplette Erzählung überschattete ein für mich etwas nebulöser Zustand, weshalb ich nicht restlos begeistert war und es zu 5⭐️ mehr Handlung , Plot, Erkenntnisgewinn bedurft hätte.

    3. Sept. 2024

  • fraujanosch
    fraujanosch

    5 Follower

    4,5

    Ein besonderes Leseerlebnis

    Bildgewaltige Sprache und eine außergewöhnliche Erzählweise. Es war das erste Buch, das ich von C. Ransmayr gelesen habe und ich habe noch viele weitere danach von ihm gelesen. Ich mag das Mystische in seinen Büchern und die Verworrenheit von Traum und Wirklichkeit. Es geht vielleicht nicht so ein Lesesog von den Büchern aus, aber sie wirken umso mehr nach.

    15. Mai 2026

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Neben seinen Romanen »Die Schrecken des Eises und der Finsternis«, »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara«, »Der fliegende Berg«, »Cox oder Der Lauf der Zeit«, »Der Fallmeister. Eine kurze Geschichte vom Töten« und dem »Atlas eines ängstlichen Mannes« erscheinen Spielformen des Erzählens, darunter »Damen & Herren unter Wasser«, »Geständnisse eines Touristen«, »Der Wolfsjäger« (gemeinsam mit Martin Pollack) und »Arznei gegen die Sterblichkeit«. 2022 erschien die Sammlung von Gedichten und Balladen »Unter einem Zuckerhimmel« (illustriert von Anselm Kiefer), 2024 der Erzählband »Als ich noch unsterblich war« sowie der Band »Egal wohin, Baby« mit Fotografien des Autors. Zum Werk Christoph Ransmayrs erschien der Band »Bericht am Feuer«. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Bertolt Brecht und Heinrich von Kleist benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union, den Prix du meilleur livre étranger und den Prix Jean Monnet de Littérature Européenne, zuletzt im Jahr 2023 den südkoreanischen Park-Kyung-ni-Preis.Literaturpreise:Anton-Wildgans Preis der österreichischen Industrie (1989), Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1992), Franz-Kafka-Preis (1995), Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz (1996), Aristeion-Preis der Europäischen Union (1996, gemeinsam mit Salman Rushdie), Solothurner Literaturpreis (1997), Premio Letterario Internazionale Mondello (1997), Landeskulturpreis für Literatur des Bundeslandes Oberösterreich (1997), Friedrich Hölderlin Preis der Stadt Bad Homburg (1998), Nestroy-Preis (Bestes Stück - Autorenpreis) für »Die Unsichtbare« (2001), Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg (2004), Heinrich-Böll-Preis (2007), Premio Itas (2009), Premio La voce dei lettori (2009), Premio Gambrinus (2010), Ernst-Toller-Preis (2013), Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau (2013), Franz-Josef-Altenburg-Preis (2014), Donauland Sachbuchpreis (2014), Fontane-Preis für Literatur (2014), Prix Jean Monnet de Littératures Européennes (2015), Prix du Meilleur livre étranger (2015), Marieluise-Fleißer-Preis (2017), Würth-Preis für Europäische Literatur (2018), Kleist-Preis (2018), Nominierung für den Man Booker International Prize (2018), Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (2018), Ludwig-Börne-Preis (2020), Premio Navicella d'Oro der Società Geografica Italiana (2023), Park-Kyung-ni-Literaturpreis (2023)

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