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Wo sind die „girls“?
Eine flotte und verständliche Übersicht über zentrale Literaturepochen und die Betrachtung exemplarischer Texte ist sicher etwas, was viele Schülerinnen und Schüler interessieren könnte. Daher finde ich Teresa Reichls Idee, sich auf moderne Art und Weise an dieses Thema heranzuwagen, durchaus sinnvoll. Allerdings schießt sie für mein Empfinden auf sprachlicher Ebene dort über das Ziel hinaus, wo gleichzeitig inhaltlich etwas fehlt. Denn während die kurzen Einordnungen der literarischen Epochen wie Aufklärung oder Romantik durchaus treffsicher und locker wirken, kommt die Textanalyse teilweise nur schwer über eine flapsige Zusammenfassung hinaus. Zwar eröffnete die Betrachtung der Gedichte durchaus interessante Perspektiven und auch die Überlegungen zu Goethes Faust waren vielseitig - Ansonsten fehlte mir jedoch überwiegend der Tiefgang und auch das angepriesene „feministische Close-Up“ war für mich eher ein vereinzeltes Blitzlicht. Außerdem wirken viele Formulierungen leider eher anbiedernd und übertrieben, obwohl der Versuch der sprachlichen Annäherung an die Zielgruppe nachvollziehbar ist. Einzelne Kapitel sind also durchaus empfehlenswert, Reichl bleibt jedoch meiner Meinung nach hinter ihren Möglichkeiten.
20. Okt. 2025
Wo sind die „girls“?
Eine flotte und verständliche Übersicht über zentrale Literaturepochen und die Betrachtung exemplarischer Texte ist sicher etwas, was viele Schülerinnen und Schüler interessieren könnte. Daher finde ich Teresa Reichls Idee, sich auf moderne Art und Weise an dieses Thema heranzuwagen, durchaus sinnvoll. Allerdings schießt sie für mein Empfinden auf sprachlicher Ebene dort über das Ziel hinaus, wo gleichzeitig inhaltlich etwas fehlt. Denn während die kurzen Einordnungen der literarischen Epochen wie Aufklärung oder Romantik durchaus treffsicher und locker wirken, kommt die Textanalyse teilweise nur schwer über eine flapsige Zusammenfassung hinaus. Zwar eröffnete die Betrachtung der Gedichte durchaus interessante Perspektiven und auch die Überlegungen zu Goethes Faust waren vielseitig - Ansonsten fehlte mir jedoch überwiegend der Tiefgang und auch das angepriesene „feministische Close-Up“ war für mich eher ein vereinzeltes Blitzlicht. Außerdem wirken viele Formulierungen leider eher anbiedernd und übertrieben, obwohl der Versuch der sprachlichen Annäherung an die Zielgruppe nachvollziehbar ist. Einzelne Kapitel sind also durchaus empfehlenswert, Reichl bleibt jedoch meiner Meinung nach hinter ihren Möglichkeiten.
20. Okt. 2025






