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Romane

Blaupause

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Über das Buch

»Vergangenes als etwas Lebendiges begreifen - Theresia Enzensberger macht die Bauhaus-Jahre zu einem Moment der Gegenwart.« Florian Illies

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden Zwanzigerjahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Populismus und Avantgarde, den Utopien einer ganzen Gesellschaft und individueller Liebe wird Luise deutlich, dass der Kampf um die große Freiheit vor dem eigenen Leben nie haltmacht. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss.

Editionen (2)

ISBN9783423146715
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum31.01.19
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

5 Rezensionen

3,5

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  • tinamu
    tinamu

    1 Follower

    4,0

    Interessant, die Innenansicht aus der Bauhaus Bewegung aus Sicht einer jungen, begabten Studentin zu erfahren. Lässt Gropius unter ganz anderem, negativen Licht erscheinen.

    9. Jan. 2026

  • mila.nedwi
    mila.nedwi

    7 Follower

    4,0

    Jung und kreativ sein

    Das Buch wirft zurück in die Zeit des schnellen Verliebens, des Stürmens und Drängens, während es die Bauhauselemente so klar einsetzt, dass es nur Bauhaus sein kann und eine junge Frau der Zeit, wie wenige es waren. Schnell zu lesen, bleibt im Kopf, bringt etwas über Bauhaus bei - toll!

    23. Feb. 2025

  • kapitelchaos
    kapitelchaos

    105 Follower

    3,0

    Luise ist jung und weiß, was sie will. 1921 war es in Deutschland nicht einfach als Frau zu studieren, schon gar nicht in einem Handwerksberuf, aber sie setzt sich durch und beginnt am Bauhaus. Leider ist Luise auch leicht beeinflussbar und gerät immer wieder in Kreise, die sie von ihrem Vorhaben abbringen. Als nach 3 Jahren ihr Vater den Geldhahn zudreht und sie zurück nach Berlin beordert, scheint ihr Traum vorbei. Erst nach dem Tod des Vaters kehrt sie ans Bauhaus zurück und beendet ihr Studium. - Ich mag den Schreibstil von Theresia Enzensberger unglaublich gern. Er ist gerade heraus, ziemlich schnörkellos und trotzdem bildhaft. Das Buch ist gesellschaftskritisch und spricht wichtige Themen an. Zum einen wird die Stellung und die Rechte der Frauen in der damaligen Zeit beleuchtet, was gut gelungen ist und wieder einmal zeigt, dass manche Probleme leider nach wie vor bestehen. Weiterhin, was ich super spannend fand, werden sektenähnliche Vereinigungen betrachtet, sowie die Abläufe, starre Regeln und die Behandlung, wenn man Dinge hinterfragt. Hier hab ich oft gedacht, dass Luise endlich den Absprung schaffen soll und mich oft gefragt, wie man so naiv sein kann. Ein weiteres großes Thema war das Wachsen des NS-Regimes, die Propaganda und die gleichgültige Haltung der meisten Menschen dazu. Es war erschreckend zu lesen, dass viele davon wussten und es einfach hingenommen haben und auch gedacht haben, dass das ein paar Spinner sind, die sich bissl wichtig machen wollten. Das Thema Architektur hat mir sehr gut gefallen und auch die Entwicklung von Luise in dem Zusammenhang fand ich toll, hätte mir aber ein bisschen mehr Durchsetzungskraft von ihr gewünscht. - Alles in allem fand ich es einen guten Roman, der aber gern etwas mehr Tiefe hätte haben können. Sowohl die behandelten Themen, als auch die Protagonisten blieben flach, was ich ein bisschen schade fand, da durchaus mehr Potenzial da gewesen wäre.

    17. Apr. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Theresia Enzensberger

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin unter anderem für ›FAZ‹, ›FAS‹, ›ZEIT Online‹, ›Krautreporter‹ und ›Monopol‹. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte ›BLOCK Magazin‹. Für ihren Debütroman ›Blaupause‹ (2017) erhielt sie u. a. die Alfred-Döblin-Medaille, ihr zweiter Roman ›Auf See‹ war für den Buchpreis nominiert.

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