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Romane

Biarritz

4,1(66)
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Über das Buch

Rivalin und Vertraute – der Roman eines lebenslangen Konflikts

Seit Jahren lebt Emmi im Altersheim. Längst hat sie zu sprechen aufgehört – und kommuniziert nur noch mit ihrer Freundin Marianne, ebenfalls Bewohnerin des Heims. Ihre Tochter Hanna scheint Emmi dagegen kaum wahrzunehmen, vielleicht lehnt sie sie sogar ab, das ist nicht so genau zu sagen. Liegt es an mangelnder Zuwendung der Tochter, sind es die unentwirrbaren Verstrickungen aus Schmerz und Schuld? In einem Akt der beiderseitigen Erlösung beschließt Hanna, mit Marianne und ihrer Mutter einen letzten großen Ausflug zu machen.

Editionen (2)

ISBN9783492072663
VerlagPiper
Erscheinungsdatum01.08.25
Seitenzahl160

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelAnschaulichTraurigHerzerwärmendGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

66 Bewertungen

13 Rezensionen

4,1

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "B" der A-Z-Challenge "Der Leitspruch meiner Mutter lautete: Ich kann dein Leben nicht für dich leben. Ich kann dir nichts verbieten, dazu bin ich zu oft nicht zu Hause. Du musst deine eigenen Erfahrungen machen und selbst auf die Nase fallen, um daraus zu lernen. Ich helfe dir nachher wieder beim Aufstehen." "Humor ist die Anästhesie des Herzens, sagte Mama immer. Der Schmerz im Herzen setzt einfach aus, man ist wenigstens für kurze Zeit nicht mehr so traurig und allein in der Welt." "Dabei hatte sich meine Mutter immer so sehr nach dem Glück gesehnt. Aber wenn es manchmal kurz vorbeischaute, griff sie nicht zu, aus Angst, dass es in ihren Händen zerbrechen könnte." "Dieses bittere Gefühl der Schuld, aus der es jetzt keinen Ausweg mehr gab. Die Schuld, die ich in den Jahren mit meinem Vater auf mich geladen hatte, die mich bis ans Ende meines Lebens verfolgen würde und für die ich meine Mutter noch immer verantwortlich machte: dass ich im Alter von zwölf Jahren darüber nachgedacht hatte, meinen Vater zu töten." "Die Frage, die mich wieder und wieder beschäftigte, wenn ich die Fotowand in ihrem Zimmer betrachtete, war: Wann hatte das angefangen? Wann hatte sich der Ton mir gegenüber verändert? Wann hatte sich mein eigenes Verhalten meiner Mutter gegenüber verändert? Wann hatten wir uns einander so entfremdet, dass der schöne Teil meiner Kindheit in der Erinnerung wirkte wie eine Illusion?" "Und ich hasste sie dafür, dass sie mir damals eine Mutter versprochen hatte, die sie nie gewesen war. Ich hasste sie dafür, dass ich sie trotzdem so unendlich liebte." Nachdem mich "Brunnenstraße" schon begeistern konnte, war klar, dass ich auch "Biarritz" lesen werde. In diesem autofiktionalen Roman beschreibt die Autorin das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen. Mich hat dieses Buch wieder komplett gefangen, diese schonungslose Ehrlichkeit hat mich ab der ersten Seite gehabt. Eine Liebeserklärung an die Mutter, die sie eigentlich hassen möchte. Eine ganz klare Leseempfehlung für dieses starke und ergreifende Buch ⭐

    4. Okt. 2025

  • zeilenspringerin73
    zeilenspringerin73

    120 Follower

    5,0

    Nachdem ,ich Andrea Sawatzki live in ihrer aktuellen Lesung gesehen und getroffen habe…📚😎👍🏻🫶Habe ich sofort ihr buch gekauft..📚Super gut geschrieben über ein schwieriges Thema..Demenz..Aus der Perspektive der Tochter..📚💆🏻‍♀️

    24. Jan. 2026

  • booksoflola
    booksoflola

    177 Follower

    4,0

    Ein sehr berührendes Lebensbuch 🕯️

    Ein stilles, unaufgeregtes aber berührendes Buch über die schwierige Beziehung zwischen Mutter und Tochter und die Überforderung bei der Pflege der eigenen Eltern. Die Sprache ist sehr klar und bildhaft und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Das Ende ist besonders schön.

    Ein sehr berührendes Lebensbuch 🕯️

    29. Okt. 2025

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Andrea Sawatzki

Andrea Sawatzki, geboren 1963, gehört zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Nach ihrem SPIEGEL-Bestseller »Ein allzu braves Mädchen« erschien die turbulente Weihnachtskomödie »Tief durchatmen, die Familie kommt«. Mit »Von Erholung war nie die Rede«, »Ihr seid natürlich eingeladen«, »Andere machen das beruflich« und »Woanders ist es auch nicht ruhiger« veröffentlichte sie mittlerweile vier weitere Bücher um die Familie Bundschuh. Alle fünf Bände wurden mit Andrea Sawatzki, Axel Milberg und anderen für das ZDF verfilmt. Ihr autofiktionaler Roman »Brunnenstraße«, in dessen Mittelpunkt ihr an Demenz erkrankter Vater stand, war wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. 2025 legte sie mit »Biarritz« ein psychologisch schillerndes Buch über die Beziehung zu ihrer verwitweten Mutter vor. Andrea Sawatzki lebt in Berlin.

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