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Behindert und stolz

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Über das Buch

Luisa L'Audace wächst als einziges behindertes Kind in ihrem Heimatdorf auf. Warum sie im Sportunterricht immer als Letzte gewählt wird, in der Pause nicht mitspielen soll und ihre Freundinnen plötzlich nicht mehr neben ihr sitzen wollen, versteht sie lange Zeit nicht. Während andere Kinder Freizeitbeschäftigungen nachgehen, verbringt Luisa viel Zeit in Krankenhäusern, bei Therapien und Spezialist*innen. Als sie mit 14 einen Rollstuhl bekommt, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben frei. Doch mit der neu gewonnenen Mobilität nehmen auch die Anfeindungen zu. Die Ursache dafür kann sie erst viele Jahre später klar benennen: Ableismus, also die strukturelle Diskriminierung behinderter und chronisch kranker Menschen.

Wir alle leben in einem ableistischen System, das aktiv Teilhabe verhindert. Auch im 21. Jahrhundert müssen behinderte Menschen noch um ihre Rechte kämpfen und sind Gewalt ausgesetzt. Luisa L'Audace erklärt, warum Ableismus uns alle etwas angeht, wie wir ihn aktiv verlernen und zu einer inklusiven Gesellschaft werden können. Denn eins ist klar: Die Verantwortung liegt bei uns allen.

Editionen (2)

ISBN9783959103831
VerlagEden Books - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Erscheinungsdatum03.12.22
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

14 Rezensionen

4,7

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  • cheap.and.cheerful
    cheap.and.cheerful

    148 Follower

    4,0

    Schon lange folge ich Luisa L'Audace auf Instagram und lerne viel von ihr über Ableismus und die vielen Barrieren, die die Dominanzgesellschaft für Menschen mit Behinderungen errichtet. Ende 2022 hat Luisa L'Audace ein Buch über ebendiese Themen geschrieben, das sie ebenfalls selbst als Hörbuch eingesprochen hat. Das Hörbuch habe ich mir nun angehört. Anhand ihrer eigenen Lebensgeschichte schildert die Autorin, wie tief verankert Ableismus, also die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, in unserer Gesellschaft ist. Angefangen mit medizinischem Personal, das Betroffene nicht ernst nimmt, über diskriminierende Aussagen von Mitschüler*innen bis hin zu bürokratischer Schikane von Behörden. Zwischendrin erklärt Luisa L'Audace immer wieder Fachbegriffe oder bezieht Schilderungen von anderen Betroffenen ein. Insgesamt ergibt das ein umfassendes Bild, das Missstände deutlich benennt und ein wichtiges Werk der Aufklärung über Ableismus ist. Für mich persönlich hätten die Passagen über manche private Ereignisse ruhig etwas kürzer sein dürfen, das ist aber auch schon alles an Kritik. CN: Ableismus, s3xualisierte Gewalt, s3lbstverletzendes Verhalten, B0dyshaming

    29. Mai 2024

  • artcorekat
    artcorekat

    9 Follower

    5,0

    So wichtig! Ich bin begeistert, gerührt, schockiert und unfassbar traurig. Die Autorin beschreibt ihren Weg zur Aktivistin und Beraterin. Ableismus ist ein Begriff, der noch viel mehr Reichweite braucht und die Autorin erklärt mit viel Einfühlungsvermögen, aber auch dem nötigen Nachdruck, wie wichtig es ist, sich selbst zu reflektieren und sich mit dem Thema Ableismus und auch Intersektionalität auseinanderzusetzen. Ganz wichtiges und lesenswertes Buch!

    9. Jan. 2024

  • sibylle_paraquin
    sibylle_paraquin

    26 Follower

    5,0

    Luisa L’Audace macht nicht nur hier auf Instagram tolle Arbeit und ich konnte schon viel von ihr lernen. Schließlich weiß auch ich als behinderte Person nicht automatisch alles über Ableismus (das wäre enorm praktisch!). 💡Ableismus ist die strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Der Begriff kommt aus dem Englischen und Vieles ist ähnlich zum Beispiel zu Rassismus. Wie dort geht es nicht darum, dass man „irgendwie böse“ ist, wenn man ableistisch handelt oder spricht. Als System, als alles durchdringende Struktur, beeinflusst Ableismus uns alle, auch behinderte Menschen. Anhand ihrer eigenen Geschichte und Erlebnisse erläutert die Autorin die verschiedenen Facetten dieses Themas. So ist das Buch anschaulich und gut lesbar geschrieben, Fachbegriffe werden erklärt. Ihre Kompetenz ist deutlich mehr als eigene Betroffenheit, auch wenn diese den Ausgangspunkt ihres Wissens und ihres Aktivismus bildet. Und warum auch nicht. Lange Zeit wurde über uns gesprochen und entschieden, statt mit uns. Auch wenn es schade ist, dass wir selbst das ändern müssen: Lieber machen wir es selbst und dafür richtig. • Wenn ihr also in das Thema einsteigen wollt, findet ihr in diesem Buch (und auch im Hörbuch!) alles Wichtige zusammengefasst. Auf dem Profil von @luisalaudace findet ihr natürlich auch viele tolle Posts, aber mit dem Kauf des Buches schätzt ihr schließlich auch ihre Arbeit wert.😉

    6. Mai 2023

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Luisa L’Audace

Luisa L'Audace, geboren 1996, ist behinderte und queere Aktivistin und Beraterin für Inklusion und Antidiskriminierung. Durch ihre Aufklärungsarbeit, die größtenteils auf Social Media stattfindet, hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Begriff »Ableismus« auch in der deutschen Sprache immer mehr etabliert. Ihr Anliegen ist, die Diskriminierung behinderter und chronisch kranker Menschen nicht länger als ein individuelles Problem, sondern viel mehr als ein strukturelles Problem zu erfassen, das uns alle etwas angeht. Seit 2021 ist sie außerdem Mitbegründerin der Empowerment-Plattform »Angry Cripples«.

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