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Romane

Beelitz Heilstätten

4,3(162)
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Über das Buch

Das modernste Tuberkulose-Sanatorium seiner Zeit

1938: Die zwanzigjährige Antonia wird mit einer Tuberkulose-Diagnose in die hochmodernen Beelitzer Heilstätten geschickt. Schnell geht es ihr besser, doch der strenge Tagesablauf und die ständigen Liegekuren sorgen dafür, dass die junge Frau sich alsbald langweilt. Nur die Gespräche mit dem jungen Assistenzarzt Henrik bieten Zerstreuung. Wenige Jahre später kehrt sie als angehende Ärztin für Lungenheilkunde nach Beelitz – und zu Henrik – zurück. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Schatten des Nationalsozialismus liegt über dem gesamten Komplex. Finden Antonia und Henrik dennoch ihr Glück?

ISBN9783492063692
VerlagPiper
Erscheinungsdatum29.02.24
Seitenzahl400

Merkmale

3 Bewertungen

InformativGlaubwürdigSympathischNachdenklichEntwickelndMittel

Rezensionen & Bewertungen

162 Bewertungen

45 Rezensionen

4,3

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  • brillenschlange78
    brillenschlange78

    556 Follower

    4,0

    Erschütternd, traurig und sehr gut geschrieben. Man kann nur hoffen, dass so etwas nie mehr passieren kann!

    29. Juni 2025

  • buchkuh
    buchkuh

    99 Follower

    5,0

    Die modernste Heilstätte ihrer Zeit

    Schon nach wenigen Seiten war ich tief in dieser bewegenden, intensiven und gleichzeitig erschütternden Geschichte gefangen. Im Mittelpunkt steht die junge Antonia, die im Jahr 1938 aufgrund ihrer Tuberkulose Erkrankung in die Beelitz Heilstätten eingewiesen wird. Einst eine der modernsten medizinischen Einrichtungen ihrer Zeit. Der Alltag dort ist streng geregelt, geprägt von Monotonie, festen Abläufen und permanenter Beobachtung. Beim Lesen konnte ich Antonias Einsamkeit und die langsam aufkommende Verzweiflung regelrecht spüren. Als sie Jahre später als angehende Lungenfachärztin zurückkehrt, ist nichts mehr wie zuvor. Die Nationalsozialisten haben die Macht übernommen, und die Veränderungen sind auch in Beelitz deutlich spürbar. Die Atmosphäre kippt spürbar. Aus einem Ort der Heilung wird zunehmend ein Ort der Kontrolle, der Angst und der ideologischen Einflussnahme. Der erste Teil des Buches ist eher ruhig, fast schon eindringlich still und lässt Raum, um die Figuren und die Umgebung kennenzulernen. Im zweiten Teil hingegen überschlagen sich die Ereignisse, die Geschichte wird dramatisch, spannend und teilweise kaum auszuhalten. Die Charaktere wirken dabei durchweg authentisch, vielschichtig und lebendig Man merkt dem Buch deutlich an, dass die historischen Hintergründe rund um die Beelitz Heilstätten sorgfältig recherchiert wurden. Diese Mischung aus Fiktion und realen Ereignissen macht die Geschichte umso eindrucksvoller. Und auch beklemmender. Dieses Buch hat mich nicht nur unterhalten, sondern tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es ist eine Geschichte über Krankheit, Hoffnung, Mut und die dunklen Kapitel unserer Vergangenheit. Für mich ein absolutes Highlight, das ich jedem ans Herz legen möchte ⭐⭐⭐⭐⭐

    Die modernste Heilstätte ihrer Zeit

    27. Apr. 2026

  • manjoksbooks
    manjoksbooks

    573 Follower

    5,0

    Ein packendes Buch, das uns den Weg einer jungen, starken Frau beschreibt, die in einer schwierigen Zeit in den Beelitzer Heilstätten, sowohl als Patientin als auch später als Ärztin gegen Tuberkulose kämpft und nebenbei die Liebe findet. Die Beelitzer Heilstätten bei Berlin wurden detailliert beschrieben, ihre Architektur, ihre Funktion, die Tagesabläufe, Regeln und natürlich alles rund um das Thema Tuberkulose. Ich konnte mir alles genau vorstellen, als wäre ich selbst zu dieser Zeit (1930er - 1940er Jahre) vor Ort gewesen - die Autorin hat einen leichten, bildlichen und fesselnden Schreibstil. Da ich selbst einen medizinischen Beruf habe und immer mal den ehemaligen Krankenhauskomplex als Lost Place besuchen wollte, ( wird zzt "wiederbelebt") faszinierte mich die Geschichte um so mehr. Sie bietet einen gelungenen Mix aus Fiktion und wahren Begebenheiten. Man erfährt ebenso viel über die damalige Politik des neuen Deutschen Reiches und wie sie den Alltag, das Denken und Handeln der Menschen bestimmte. (Judenhass, Hitlerjugend, Parteitreue, Krieg...) Und Bezug nehmend auf das Buch, wie kranke Menschen als "... unerwünschtes Risiko für den gesunden Volkskörper..." und als "... sozial wertlos..." angesehen und behandelt wurden. Die Menschen waren zwiegespalten - einige befolgen die "Regeln des Führers" , andere nicht; beide Seiten wurden anschaulich und berührend im Buch dargestellt. ( egal ob Ärzte, Schwestern, Patienten, Familie oder Freunde...) Es war teils erschütternd zu lesen, wie man damals gelenkt wurde und wie weit einige Personen bereit waren zu gehen. Ging es in der ersten Hälfte noch vorrangig um die Heilstätten, so rückte danach immer mehr die politische Situation in den Vordergrund. Fazit: Ein spannendes, aufklärendes Buch über einen Teil unserer Geschichte, über die Beelitzer Heilstätten und die Krankheit Tuberkulose, mit vielen bewegenden Schicksalen und einer Slow- burn- Romance im Hintergrund. Lesenswert! 5/5⭐

    10. Mai 2024

3 von 45 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lea Kampe

Lea Kampe alias Iris Claere Mueller, geboren 1971 in Mannheim, wuchs in Bad Wimpfen bei Heilbronn auf. Nach ihrem Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg zog sie in die USA, wo sie an der renommierten Yale University im Fachbereich Medieval Studies promovierte. Seit 2005 lebt sie mit ihrem Lebensgefährten im süditalienischen Salerno. Im nahegelegenen Neapel arbeitet sie an der Internationalen Schule und lehrt mittelalterliche Geschichte an der University of Maryland Europe.

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