Blick ins Buch

Romane

América

3,6(154)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Dumpfe Ressentiments und bohrende Engstirnigkeit – eine zum Brüllen tragikomische Geschichte

Zwei Welten, die sich fremder nicht sein könnten: hier América und Cándido, illegale Einwanderer aus Mexiko, dort das Ehepaar Mossbacher – liberale, umwelt- und ernährungsbewußte Angloamerikaner in Los Angeles ... Der Zusammenstoß Cándidos mit Delaney Mossbachers wachsgepflegtem Auto ist ein wortwörtlicher: Cándido, auf dem Weg zur Arbeit, rennt Delaney direkt vor die Haube und wird schwer verletzt. Da die Schuldfrage sich nicht klären läßt und der Mexikaner offenbar kein Englisch kann, drückt Delaney ihm eine 20-Dollar-Note in die Hand ...

Delaney sieht seine geschützte Welt zunehmend bedroht: Kojoten dringen in das Grundstück ein und töten die kleinen Hunde, dunkelhäutige, verdächtige Gestalten lungern herum, wo er seine Wanderungen macht. Jenseits der eleganten Villensiedlung, tief unten im Topanga Canyon, hausen Cándido und América wie die Tiere. Sie versuchen ihr Glück auf dem illegalen Sklavenmarkt – verfolgt von der Immigrantenpolizei, vom Hunger, von der Verachtung der Weißen, von der Bösartigkeit der eigenen Landsleute.

Editionen (11)

ISBN9783423209359
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.11.06
Seitenzahl400

Merkmale

1 Bewertungen

TraurigVerstörendNachdenklichSchnellMittelSpannend

Rezensionen & Bewertungen

154 Bewertungen

13 Rezensionen

3,6

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  • gesteff
    gesteff

    138 Follower

    4,5

    Ungerechtigkeiten im Kapitalismus. Wer Früchte des Zorns mag dürfte auch America mögen. Das Buch ist in den 90ern beheimatet ist aber immer noch aktuell. T.c. Boyle in Hochform

    2. Nov. 2024

  • missxoxolat
    missxoxolat

    7 Follower

    4,0

    Insgesamt wirklich sehr spannend geschrieben. Aber wieder so ein offenes Ende wie bei den Terranauten...

    1. März 2025

  • jochen_go
    jochen_go

    154 Follower

    5,0

    Ein Zeltlager im Canyon trifft auf die Gated Community

    The Tortilla Curtain (dt. América) von T. C. Boyle erzählt parallel vom Absturz zweier illegaler Migranten und den Ängsten eines wohlhabenden Ehepaars in Kalifornien. Schonungslos legt der Roman soziale Spannungen, Vorurteile und moralische Widersprüche offen: unbequem und bitter satirisch. 30 Jahre alt und aktueller denn je. Es war mein erstes Buch von T.C. Boyle. Viele sollten folgen.

    2. Jan. 2026

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über T. C. Boyle

T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1988 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation.

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