Blick ins Buch

Kim Ji-young, Born 1982

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Über das Buch

金智英,平淡无奇的名字,按部就班的人生,但总有一些小小的尖刺悄无声息地刺痛她。为什么身为女孩自然而然需要会做家务,弟弟却可以远离厨房,上小学后被同桌男孩欺负,非常困扰,老师却笑着说“那是因为喜欢你”;乘地铁时被咸猪手摸,不知如何反抗只好忍气吞声,工作第一年不得不应付客户的劝酒;报考大学专业时家人建议“女孩子还是当老师最好”,职场上发现高管中几乎都是男性的影子;结婚后马上被全家人催生,然后因为家里老人无法带孩子,顺理成章就辞了职成为全职母亲……
ISBN9787221153159
VerlagGuizhou People's Publishing House
Erscheinungsdatum01.09.19
Seitenzahl181

Rezensionen & Bewertungen

1745 Bewertungen

292 Rezensionen

4,2

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  • luzifer
    luzifer

    361 Follower

    4,0

    „Jiyoung dachte damals, dass eine Mutter einfach nur eine Mutter sei, und lachte, weil ihr die Worte irgendwie absurd vorkamen.“

    „Kim Jiyoung, geboren 1982“ erzählt ruhig, fast sachlich – und trifft gerade deshalb so hart. Ohne große Dramatik zeigt Cho Nam-Joo die kleinen, alltäglichen Ungerechtigkeiten, die sich über Jahre ansammeln und zermürben. Vieles wirkt erschreckend normal, beinahe unspektakulär und genau das macht die Lektüre so eindringlich. Der Roman verzichtet bewusst auf Trost oder einfache Auswege. Hoffnung schimmert nur selten durch, stattdessen bleibt ein nüchterner Blick auf strukturelle Ungleichheit und festgefahrene Rollenbilder. Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges – leise erzählt und gerade deshalb lange im Kopf.

    29. Dez. 2025

  • bea777
    bea777

    484 Follower

    4,0

    Nüchtern und informativ beschreibt Cho Nam-Joo das Leben einer koreanischen Frau.

    Kim Jiyoung wird 1982 als mittleres Kind einer koreanischen Familie in Seoul geboren. Ihre ältere Schwester und Kim erfahren schon früh, dass die Wünsche und Ziele von Frauen und Mädchen weniger zählen als die der Jungen und Männer. Sie haben schlechtere Bedingungen bei der Wahl des Berufes und müssen sehr häufig die eigene Karriere hinten an Stellen, wenn sie heiraten und spätestens, wenn sich das erste Kind ankündigt. Auch wenn man eine starke Solidarität unter den Frauen spürt, gibt es doch auch immer wieder traditionelle Denkweisen, bspw. wenn die junge Ehefrau nicht gleich schwanger wird oder sich ein Mädchen als Nachwuchs ankündigt. Man spürt beim Lesen deutlich die Zerrissenheit der weiblichen Protagonist*innen. Das traditionelle Wertesystem zu durchbrechen ist schwer. Die durch Cho Nam-Joo beschriebenen Übergriffe durch Männer und ihre stellenweise Verachtung, die damit verbundene Unsicherheit und Ängste bei den Frauen wird trotz der nüchternen und schnörkellosen Schreibweise sehr gut transportiert. Der Schreibstil passt aus meiner Sicht sehr gut zur Handlung und der Situation der Frauen- unaufgeregt, etwas belanglos und unauffällig. Dennoch konnte mich das Buch nicht gänzlich überzeugen und ich musste mich bemühen, der Handlung zu folgen. Die verschiedenen Informationen (mit Quellen belegt) zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben mir sehr gut gefallen und haben aus meiner Sicht dem Lesefluss keinen Abbruch getan.

    18. März 2025

  • greenwitchthinks
    greenwitchthinks

    161 Follower

    4,0

    Wenn Erwartungen ein Leben formen

    Das Buch ist eine kurze, aber unglaublich ehrliche Prosa, die nicht nur für Südkorea spricht, sondern für Frauen auf der ganzen Welt. Die Geschichte gibt uns einen Überblick über Kim Jiyoungs Leben. Von ihrer Geburt über Kindheit und Schulzeit bis hin zur Arbeitswelt, dem Muttersein und ihrem weiteren Erwachsenwerden. Schon früh beobachtet sie die Welt um sich herum und lernt, sich anzupassen. Eine Anpassung, die eng mit dem Frausein verbunden ist: geprägt von Druck, Traditionen und Erwartungen. Immer wieder wird deutlich, dass von ihr erwartet wird, jede Rolle zu erfüllen, die einer Frau zugeschrieben wird. Sie versucht, all dem gerecht zu werden. Und doch schafft sie es nicht, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Der Druck hinterlässt Spuren. Sie wird krank, erschöpft und depressiv. Beim Lesen war ich stellenweise sprachlos, müde und gleichzeitig wütend. Vor allem deshalb, weil ich mich als Frau in vielen Momenten dieser Erzählung wiedergefunden habe. Genau das macht dieses Buch zu so einem starken Sprachrohr. Die Autorin schafft es, Erfahrungen sichtbar zu machen, die oft übersehen oder als selbstverständlich hingenommen werden. Der Schreibstil ist passend direkt und minimalistisch gehalten. Ohne große Ausschmückungen trifft er genau ins Schwarze und verstärkt die Wirkung der Geschichte. Nur das Ende hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Ich hätte mir gewünscht, mehr über Kim Jiyoung selbst zu erfahren und ihre Geschichte ausklingen zu sehen. Stattdessen übernimmt ihr Therapeut das letzte Wort und spricht zunehmend über sie und schließlich über sich selbst. Es wirkte fast so, als würde ihre Geschichte aus der Hand genommen und zu seiner werden. Das hat mich ehrlich gesagt etwas unzufrieden zurückgelassen. Trotzdem bleibt dieses Buch für mich eine eindringliche und wichtige Lektüre, die lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt.

    11. Apr. 2026

3 von 292 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 14972%
miss.amanogawa
miss.amanogawa3. März 2025

Meine Begeisterung hält sich ein wenig in Grenzen. Ja, der Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ist wirklich empörend. Ich fühle Wut und Aufgebrachtheit. Aber dass das Buch so gehyped wird, erschließt sich mir leider nicht.

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