Blick ins Buch

Romane

Ein menschlicher Fehler

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Über das Buch

Erst wenn sich abends die Straßen Seouls allmählich leeren, verlässt die Psychotherapeutin Hae-Su den Schutz ihres Hauses. Niemand soll sie sehen, eine Frau, die alles verloren hat: ihre Arbeit und Reputation, ihren Partner, ihre Freunde. Eine unbedachte Äußerung bei einem Fernsehauftritt hat sie zur Ausgestoßenen gemacht. Doch dann trifft sie bei einem ihrer nächtlichen Spaziergänge ein junges Mädchen, das sich um eine Straßenkatze kümmert und genau wie Hae-Su ihren Platz in einer Gesellschaft sucht, die keine Fehltritte akzeptiert. Aus scheuer Neugier wird eine tiefe Freundschaft, von der sie beide nicht wussten, wie sehr sie ihnen fehlte. Kim Hye-jin erzählt voller Empathie von den Ausgeschlossenen und Strauchelnden, von der Bedeutung sanftmütiger Gesten - und von unvermuteten Neuanfängen.

Editionen (2)

ISBN9783987855580
VerlagHörbuch München von RBmedia Verlag
Erscheinungsdatum29.07.24

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

14 Rezensionen

3,4

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  • lesen78
    lesen78

    104 Follower

    4,5

    Eine Geschichte die einfach gut tut, wie eine warme Kuscheldecke an kalten Tagen. ❤️🫂 Es geht um das Miteinander von Menschen, aber auch von Mensch & Tier. Wunderbar gelesen von Jutta Seifert! 🫶🏻

    5. Feb. 2025

  • julsico
    julsico

    77 Follower

    3,5

    (Keine) Katzen-Therapie

    Normalerweise sind Bücher mit Katzen als wichtige Protagonist:Innen nicht mein Fall. Doch Kim Hye-Jin hat mich davon überzeugt, dass ihr Roman einiges anders macht als andere Werke mit diesem Schwerpunkt. Wie üblich für die koreanische Literatur schlägt auch dieser Roman über die arbeitslose Therapeutin Hae-Su und die Schülerin Se-I ruhige Töne an. Obwohl wir von Anfang an wissen, dass Hae-Su einen öffentlichen Fauxpas begangen hat, der sie die Karriere und den Job kostete, hält der Text eine gewisse Spannung aufrecht. Die Therapeutin ist nun etwas in der Schwebe - bis sie auf die Straßenkatze namens „Rübe“ trifft. Das Tier weckt Mitleid und Faszination in ihr und ist eine gelungene Abwechslung von Hae-Sus Gedanken. Und auch das Mädchen Se-I zeigt großes Interesse an der Katze, wodurch sich eine zarte Freundschaft zu Hae-Su entwickelt. Im Gegensatz zu manch anderen asiatischen Romanen wurde hier das Motiv und die Rolle der Katze sehr subtil und geschickt untergebracht. Es handelt sich nicht um die einfallslose „Katzen-Therapie“, bei der Katzen durch ihre pure Anwesenheit Depressionen und andere emotionale Leiden heilen können. Vielmehr versteht die Autorin die Straßentiere als Anlass des gemeinsamen Verständigens zwischen Generationen, als Beginn des Dialogs mit einander und mit sich selbst. Dadurch, dass Hae-Su eine Aufgabe erhält, kann sie eine neue Perspektive einnehmen und nach vorne sehen. Vielleicht klingt auch das zwar für einige zu platt - aber auch wenn die Hye-Jins Sprache schlicht und prägnant ist, ist doch nichts Kitschiges oder Klischeehaftes zu finden. Diese Geschichte ist für alle, die etwas Hoffnungsvolles ohne großes Drama aber mit viel Menschlichkeit lesen wollen.

    13. Sept. 2024

  • ro_ke
    ro_ke

    484 Follower

    5,0

    Die sowohl sprachlich wie auch inhaltlich zunächst „leicht“ anmutende Handlung, mit der die vielfältigen und teilweise erschreckenden Folgen des unüberlegten Fehlverhaltens der Protagonistin aufgezeigt werden, lässt im Verlauf überraschend starke Gedankenbewegungen und emotionale Berührungspunkte entstehen.

    29. Juli 2024

3 von 14 Rezensionen

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