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Zwischen Tradition und Wirklichkeit
Eine Mutter kann nicht akzeptieren, dass ihre Tochter ihr Leben wegwirft indem sie mit einer Frau zusammen ist. Für sie, die selbst verheiratet war und Kinder bekommen hat, ist diese Abweichung von der gesellschaftlichen Norm völlig unverständlich. Als ihre Tochter aus finanzieller Not gemeinsam mit ihrer Freundin bei ihr einzieht, weiß sie nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Immer wieder versucht sie ihrer Tochter klarzumachen, dass sie endlich aufwachen und ihr Leben in eine andere Richtung lenken müsse. Für sie kann ein lesbisches Paar keine „richtige“ Familie sein. Gleichzeitig begleiten wir die Mutter bei ihrer Arbeit als Altenpflegerin und erleben ihre Beziehung zu einer dementen Patientin. Dort lernen wir eine ganz andere Seite von ihr kennen. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich richtig in die Geschichte hineingefunden habe, aber danach hat es mich sehr gepackt. Das Thema betrifft mich zwar nicht direkt, trotzdem begegne ich solchen Konflikten immer wieder in meinem Freundeskreis. Es geht um Traditionen und Werte, die über Generationen weitergegeben werden und die sich manchmal nur schwer an die moderne Zeit anpassen können. Viele Szenen und Dialoge hätten direkt aus meinem Umfeld stammen können. Und das, was hier beschrieben wird, passiert nicht nur im traditionellen Asien. Ich kenne auch Menschen in Europa, die aus ihrer Heimat geflohen sind, weil entweder das Land oder die streng konservativen Eltern ihre Sexualität nicht akzeptieren konnten. Auch wenn ich diese Haltung persönlich nicht nachvollziehen kann, sind die Menschen dahinter nicht einfach nur böse. Genau das zeigt auch dieses Buch sehr gut. Die Mutter verhält sich ihrer Tochter und deren Freundin gegenüber oft abweisend und teilweise sogar aggressiv. Gleichzeitig kann sie die Zustände in der Altenpflege nicht akzeptieren und kümmert sich auf ihre schroffe Art hingebungsvoll um ihre Patientin. Gerade dieser Teil der Geschichte hat mich wirklich berührt. Das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung, und ich kann es wirklich nur empfehlen.
17. Juni 2026
Zwischen Tradition und Wirklichkeit
Eine Mutter kann nicht akzeptieren, dass ihre Tochter ihr Leben wegwirft indem sie mit einer Frau zusammen ist. Für sie, die selbst verheiratet war und Kinder bekommen hat, ist diese Abweichung von der gesellschaftlichen Norm völlig unverständlich. Als ihre Tochter aus finanzieller Not gemeinsam mit ihrer Freundin bei ihr einzieht, weiß sie nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Immer wieder versucht sie ihrer Tochter klarzumachen, dass sie endlich aufwachen und ihr Leben in eine andere Richtung lenken müsse. Für sie kann ein lesbisches Paar keine „richtige“ Familie sein. Gleichzeitig begleiten wir die Mutter bei ihrer Arbeit als Altenpflegerin und erleben ihre Beziehung zu einer dementen Patientin. Dort lernen wir eine ganz andere Seite von ihr kennen. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich richtig in die Geschichte hineingefunden habe, aber danach hat es mich sehr gepackt. Das Thema betrifft mich zwar nicht direkt, trotzdem begegne ich solchen Konflikten immer wieder in meinem Freundeskreis. Es geht um Traditionen und Werte, die über Generationen weitergegeben werden und die sich manchmal nur schwer an die moderne Zeit anpassen können. Viele Szenen und Dialoge hätten direkt aus meinem Umfeld stammen können. Und das, was hier beschrieben wird, passiert nicht nur im traditionellen Asien. Ich kenne auch Menschen in Europa, die aus ihrer Heimat geflohen sind, weil entweder das Land oder die streng konservativen Eltern ihre Sexualität nicht akzeptieren konnten. Auch wenn ich diese Haltung persönlich nicht nachvollziehen kann, sind die Menschen dahinter nicht einfach nur böse. Genau das zeigt auch dieses Buch sehr gut. Die Mutter verhält sich ihrer Tochter und deren Freundin gegenüber oft abweisend und teilweise sogar aggressiv. Gleichzeitig kann sie die Zustände in der Altenpflege nicht akzeptieren und kümmert sich auf ihre schroffe Art hingebungsvoll um ihre Patientin. Gerade dieser Teil der Geschichte hat mich wirklich berührt. Das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung, und ich kann es wirklich nur empfehlen.
17. Juni 2026






