Blick ins Buch

Biografien

Wie sollte man ein Buch lesen?

3,9(58)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

• Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Kraft des geschriebenen (und gelesenen) Wortes • Neu übersetzt von Eric Aichinger, zeitgenössisch illustriert und gestaltet von Ji Hyun Yu • Ohne erhobenen Zeigefinger werden hier Klassiker und Vergessenes, Lyrik und Dramen verschlungen und die Leser:in zum Komplizen der Schreibenden gemacht. • Kompetent lesen – Virginia Woolf´s Essay zu einem aktuellen Thema in bibliophiler Verpackung Angenommen, es gäbe das Jüngste Gericht, eine letzte Instanz. Sollen wir Leser und Leserinnen dann nicht wenigstens ein klein bisschen besser wegkommen als der Rest? Virginia Woolf ist überzeugt davon, dass Lesen hilft: möglicherweise drüben, aber definitiv hier und jetzt. Nur wie? Wo fängt man an mit dem Lesen, wie können wir wissen, ob wir das richtige Buch für uns gefunden haben und wichtiger noch: Ist intensives Lesen überhaupt noch das Richtige angesichts all der Masse Text um uns? Die Autorin hat darauf eine so bescheidene wie überzeugende Antwort: Lies ohne Regeln und Grenzen. »Denn recht eigentlich lautet der einzige Rat, den ein Mensch einem andern übers Lesen geben kann: Nimm keinen Rat an außer dem, den eigenen Instinkten zu folgen, den eigenen Verstand zu benutzen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen. Wenn wir uns darüber einig sind, erlaube ich mir, Ihnen einige Ideen und Vorschläge nahezubringen, die Ihnen diese Freiheit nicht nimmt, da sie das höchste Gut aller Leser ist.« (aus dem Text) Denn nur Aufmerksamkeit, Einbildungskraft und Urteilsfähigkeit helfen, das Buch als ganzes aufzunehmen und seine Form zu erkennen, sei es «eine Scheune, ein Schweinestall oder eine Kathedrale». Ohne erhobenen Zeigefinger werden hier Klassiker und Vergessenes, Lyrik und Dramen verschlungen und der Leser zum Komplizen der Schreibenden gemacht.

Editionen (2)

ISBN9783968490670
VerlagFavoritenpresse GmbH
Erscheinungsdatum19.09.22
Seitenzahl48

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

8 Rezensionen

3,9

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  • buchentdeckerin
    buchentdeckerin

    497 Follower

    5,0

    Ein kleiner Klassiker von Mrs. Woolf der erfrischt.🌼

    Um es mit Mrs. Woolfs Worten zu zitieren: „Und tatsächlich ist der einzige Rat, den ein Mensch einem anderen über das Lesen geben kann, der, auf jeden Rat zu verzichten und dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu benutzen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen." Und mich stellte sich die Frage:„Ist es nicht genau das, was das Lesen aus macht?“😊 Ich finde, mit dieser Textpassage bringt es Mrs. Woolf genau auf den Punkt. Für mich war es erfrischend ihr Essay zu lesen (samt Vorwort und Nachwort von Sheila Heti), wie sie allgemein über die Kritiker denkt. Den Prozess, den ein Buch durchläuft bis zum Verkauf. Was für Gedanken, Zweifel etc., man als Schriftstellerin hat, wenn jemand zum ersten Mal das Buch liest, bevor es veröffentlicht wird. Ja, der engste Personenkreis eines/-er Schriftstellers/-in, sind die größten Kritiker. Und ich stimme dem zu... Damals, sowie heute ist das Thema "Wie sollte man ein Buch lesen?" immernoch aktuell.📖🌼😊

    25. März 2024

  • sigi0.0
    sigi0.0

    36 Follower

    2,5

    Hat mir nicht so viel gegeben.

    Leider, ist wieder so ein Buch, was ich vielleicht gerne in der Schule bearbeitet hätte, anstatt alleine durchzulese, denn ansich mag ich Woolfs Schreibstil und auch das Vorwort hat mich hier schon abgeholt. Es geht hier aber auch zum großen Teil eher ums Schreiben als ums Lesen.

    5. Mai 2026

  • anni232
    anni232

    59 Follower

    4,5

    Mir hat das Essay sehr viel Spaß gemacht, an den Gedanken einer besonderen Schriftstellerin teilzuhaben war schon ein Erlebnis. 15.05.2024

    Das Buch wurde im Rahmen eines öffentlichen Buchclubs ausgewählt. Ich fand es sehr interessant Bücher aus einer anderen Perspektive heraus zu bewerten, also unter Betrachtung der Lebensumstände der jeweiligen Person, gesellschaftliche Unterschiede, die Zeit, in der die Person lebte, die Lebenserfahrungen die gesammelt wurden, war es ein Mann oder eine Frau... Dadurch dass ich bereits Stephen Kings Buch "Vom Leben und Schreiben" gelesen hatte fiel es mir nicht schwer mich auf diesen Text einzulassen. Für mich wurde der Titel "Wie sollte man ein Buch lesen" zufriedenstellend ausgewählt, auch wenn ich mit einer anderen Erwartungshaltung an den Text gegangen bin. Ich würde es Buch/Autoreninteressierten, denen es nicht nur um Geschichten geht, sondern um eine neue Herangehensweise Bücher zu erleben und die "ganzheitlichere Leseerfahrung" zu trainieren und auszubauen.

    17. Mai 2024

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Virginia Woolf

Virginia Woolf (1882–1941) zählt zu den bedeutendsten Autorinnen der Moderne. Sie entstammte einer wohlhabenden Intellektuellen-Familie, besuchte jedoch selber nie eine Schule. Als Jugendliche erlebte sie die viktorianischen Beschränkungen für Mädchen und Frauen. Sie war früh als Literaturkritikerin und Essayistin tätig; ihre Karriere als Romanautorin begann im Jahr 1915 mit dem Roman The Voyage Out (Die Fahrt hinaus). Ende der 1920er-Jahre war sie eine erfolgreiche und international bekannte Schriftstellerin, litt aber zeitlebens unter schweren Depressionen. Woolf wurde in den 1970er-Jahren wiederentdeckt, als ihr Essay A Room of One's Own (Ein Zimmer für sich allein) aus dem Jahr 1929 zu einem der meistzitierten Texte der neuen Frauenbewegung wurde.

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