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Romane

Die Legende vom heiligen Trinker

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Über das Buch

Der aus Polen stammende, aus dem Gefängnis entlassene Trinker Andreas Kartak lebt als Stadtstreicher in Paris. Da geschieht ein Wunder: Ein Herr leiht ihm Geld, das er bei der Statue der heiligen Therese in einer Kirche hinterlegen soll. Andreas vertrinkt das Geld, beschafft die Summe durch Arbeit wieder, vertrinkt das Geld erneut. Ein Wunder reiht sich an das andere, stets erbarmt sich jemand des Trinkers. Zuletzt trifft Andreas die junge Therese, die ihm ebenfalls Geld geben will. Doch die Zeit der Wunder ist für den Trinker endgültig abgelaufen. - Die 1938 veröffentlichte, berührende Novelle 'Der Leviathan' erzählt von der unstillbaren Sehnsucht des kleinen jüdischen Händlers Nissen Piczenik zum Meer und den Korallen.

Editionen (27)

ISBN9783959091404
VerlagEuropäischer Literaturverlag
Erscheinungsdatum01.12.16
Seitenzahl72

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

9 Rezensionen

4,1

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Joseph Roths Novelle Der heilige Trinker ist ein kleines, aber tief berührendes Meisterwerk, das die Geschichte von Andreas Kartak erzählt, einem obdachlosen Trinker in Paris, dem das Schicksal immer wieder unverhofftes Geld zukommen lässt. Doch trotz dieser Chancen bleibt Andreas in seinem Kreislauf gefangen, stets mit einer eigenartigen Würde und einem Ehrenkodex, der ihn von anderen unterscheidet. Roth verzichtet auf moralische Urteile und zeichnet stattdessen ein zutiefst menschliches Porträt eines Mannes, der seine "Heiligkeit" bewahrt, auch im Angesicht des Verfalls. Die prägnante und melancholische Sprache macht diese Parabel über Schicksal, freien Willen und die Würde im Fall zu einer unvergesslichen Leseerfahrung, die noch lange nachklingt.

    26. Juni 2025

  • ecem
    ecem

    194 Follower

    5,0

    Achtung Spoiler

    Die Novelle handelt von Andreas, der ein Obdachloser in Paris ist. Eine flüchtige Begegnung mit einem Herren verschaffte ihm Geld und machte den Anschein, dass sich sein Leben zum besseren entwickelt. Neue Begegnungen verschafften ihm Arbeit und er traf alte Bekannte. Seine einzige Pflicht war es jedoch das erhaltene Geld in der Kirche abzugeben, doch immer wieder wurde er darin unterbrochen bzw. aufgehalten. So vergingen Wochen in denen er immer wieder an Geld gelang und dieses bis an den Sonntag behalten wollte, um es zu spenden. Man verspürte eine Frustration, da Andreas nie etwas ablehnen konnte und durch Bekanntschaften über seine Verhältnisse lebte. Das Ende ist für mich bisher noch schwer zu deuten, da es einerseits ein Zufall oder eine göttliche Berufung sein könnte.

    7. Juni 2026

  • alpinereads
    alpinereads

    83 Follower

    4,5

    Eine wunderbare Kurzgeschichte. Der Protagonist durchlebt etliche Gefühlslagen: vom Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, über die Euphorie, Geld zurückbezahlen zu können, bis hin zur grausamen Realität, welche Macht Alkohol über einen hat. Sehr empfehlenswert.

    11. Jan. 2026

3 von 9 Rezensionen

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