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Romane

Die Legende vom heiligen Trinker

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Über das Buch

Die Geschichte von Andreas, dem Trinker und Pariser Stadtstreicher, ist Joseph Roths letzte literarische Arbeit. Sie erschien 1939 kurz nach dem Tod des Autors. »Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so schönen Tod!«

Editionen (27)

ISBN9783948391904
VerlagFrölich & Kaufmann
Erscheinungsdatum05.05.25
Seitenzahl64

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

9 Rezensionen

4,1

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Joseph Roths Novelle Der heilige Trinker ist ein kleines, aber tief berührendes Meisterwerk, das die Geschichte von Andreas Kartak erzählt, einem obdachlosen Trinker in Paris, dem das Schicksal immer wieder unverhofftes Geld zukommen lässt. Doch trotz dieser Chancen bleibt Andreas in seinem Kreislauf gefangen, stets mit einer eigenartigen Würde und einem Ehrenkodex, der ihn von anderen unterscheidet. Roth verzichtet auf moralische Urteile und zeichnet stattdessen ein zutiefst menschliches Porträt eines Mannes, der seine "Heiligkeit" bewahrt, auch im Angesicht des Verfalls. Die prägnante und melancholische Sprache macht diese Parabel über Schicksal, freien Willen und die Würde im Fall zu einer unvergesslichen Leseerfahrung, die noch lange nachklingt.

    26. Juni 2025

  • ecem
    ecem

    194 Follower

    5,0

    Achtung Spoiler

    Die Novelle handelt von Andreas, der ein Obdachloser in Paris ist. Eine flüchtige Begegnung mit einem Herren verschaffte ihm Geld und machte den Anschein, dass sich sein Leben zum besseren entwickelt. Neue Begegnungen verschafften ihm Arbeit und er traf alte Bekannte. Seine einzige Pflicht war es jedoch das erhaltene Geld in der Kirche abzugeben, doch immer wieder wurde er darin unterbrochen bzw. aufgehalten. So vergingen Wochen in denen er immer wieder an Geld gelang und dieses bis an den Sonntag behalten wollte, um es zu spenden. Man verspürte eine Frustration, da Andreas nie etwas ablehnen konnte und durch Bekanntschaften über seine Verhältnisse lebte. Das Ende ist für mich bisher noch schwer zu deuten, da es einerseits ein Zufall oder eine göttliche Berufung sein könnte.

    7. Juni 2026

  • alpinereads
    alpinereads

    83 Follower

    4,5

    Eine wunderbare Kurzgeschichte. Der Protagonist durchlebt etliche Gefühlslagen: vom Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, über die Euphorie, Geld zurückbezahlen zu können, bis hin zur grausamen Realität, welche Macht Alkohol über einen hat. Sehr empfehlenswert.

    11. Jan. 2026

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien, Österreich-Ungarn; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist. Roth stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus galizischer Juden. Während seines Studiums der Germanistik an der Universität Lemberg und später in Wien verfasste er seine ersten literarischen Arbeiten. Roth, der am Ersten Weltkrieg als Soldat teilnahm, wandte sich zum Ende seiner Militärzeit dem Journalismus zu. 1923 erreichte er eine Anstellung bei der Frankfurter Zeitung. In der Wiener Arbeiter-Zeitung debütierte er mit dem Feuilletonroman Das Spinnennetz. Es folgten Zeitromane wie das Hotel Savoy und Die Rebellion. Die ironisch-distanziert erzählten Tatsachenberichte warfen ein skeptisches Licht auf die Nachkriegszeit.

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