Kalt, eiskalt ist es im Laderaum des Lastwagens. Als Anelija endlich aussteigen kann, spürt sie ihre Finger nicht mehr. Doch sie hat die Flucht über die Grenze überlebt - sie ist in Deutschland. Und es duftet nach Weiß, ganz anders als in ihrer bulgarischen Heimat, wo nicht nur Staub in der Luft liegt, sondern auch die ständige Angst, verraten, verhaftet und gefoltert zu werden, weil man den falschen Radiosender hört. Jetzt, im Sommer 1987, ist Anelija endlich der bedrückenden Enge entflohen. Sie macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter, die sie in der Obhut der Großmutter zurückließ, als Anelija gerade einmal fünf Jahre alt war ...
Anfangs ist es einfach ein neugieriges reinlesen, dann die Faszination der lockeren Worte, die so viel Leichtigkeit und Brutalität in einem Atemzug aufzeigen. Lesen! (Ach, und Baba, die kann man nur lieben!)
22. Sept. 2022
4,0
Anfangs ist es einfach ein neugieriges reinlesen, dann die Faszination der lockeren Worte, die so viel Leichtigkeit und Brutalität in einem Atemzug aufzeigen. Lesen! (Ach, und Baba, die kann man nur lieben!)
Stichworte
Gegenwartsroman, Bulgarien; Georgi Markow, Politik, Regenschirm-Attentat, Frauen, Familie
Handlung 5 - interessant, aufschlussreich, abwechselnd, mehrere Zeitebenen
Sprache 5 - flüssig, einfach zu lesen/hören
Charaktere 5 - fiktiv und historisch, tiefgründig
Ende 5 - schön, rund, überraschend
Hörbuch 4 - Autorin ist Sprecherin
Gesamtwertung
4,8 / 5
Fazit:
Der Autorin ist ein wundervolles Buch gelungen, das einen historischen Mord aus dem Kalten Krieg mit einer fiktiven Geschichte aus Bulgarien verbindet. Gegenüber stehen sich vier Generationen von Frauen und das Leben eines Schriftstellers, der ins Exil flüchten musste, um zu überleben. Und dennoch erwischte ihn der lange Arm des bulgarischen Geheimdienstes.
Stefanie Greggs fiktive Geschichte um Anelija hat mir sehr gut gefallen. Sie, ihre Mutter, Groß- und Urgroßmutter sind sehr liebevoll und tiefgründig ausgearbeitet. Ihr Leben im Kommunismus, Sozialismus, ihr Alltag und die Probleme und Ängste waren alle intensiv beschrieben und nachvollziehbar dargestellt.
Obwohl bekannt ist was mit Georgi Markow passieren wird, empfand ich diese Passagen ebenso spannend, wie die Entwicklung der Geschichte insgesamt.
Stefanie Gregg schreibt flüssig und in einer einfach lesbaren Sprache. Das Hörbuch hat sie selbst besprochen und gibt diesem deshalb eine eigene, persönliche Note. Sie macht er sehr gut, wobei man doch raushören kann, dass sie keine professionelle Sprecherin ist. Gerne würde ich die Geschichte nochmals mit einer anderen Stimme hören, die nicht so tief in der Geschichte steckt, wie die Autorin selbst. Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung!
28. Okt. 2022
5,0
Stichworte
Gegenwartsroman, Bulgarien; Georgi Markow, Politik, Regenschirm-Attentat, Frauen, Familie
Handlung 5 - interessant, aufschlussreich, abwechselnd, mehrere Zeitebenen
Sprache 5 - flüssig, einfach zu lesen/hören
Charaktere 5 - fiktiv und historisch, tiefgründig
Ende 5 - schön, rund, überraschend
Hörbuch 4 - Autorin ist Sprecherin
Gesamtwertung
4,8 / 5
Fazit:
Der Autorin ist ein wundervolles Buch gelungen, das einen historischen Mord aus dem Kalten Krieg mit einer fiktiven Geschichte aus Bulgarien verbindet. Gegenüber stehen sich vier Generationen von Frauen und das Leben eines Schriftstellers, der ins Exil flüchten musste, um zu überleben. Und dennoch erwischte ihn der lange Arm des bulgarischen Geheimdienstes.
Stefanie Greggs fiktive Geschichte um Anelija hat mir sehr gut gefallen. Sie, ihre Mutter, Groß- und Urgroßmutter sind sehr liebevoll und tiefgründig ausgearbeitet. Ihr Leben im Kommunismus, Sozialismus, ihr Alltag und die Probleme und Ängste waren alle intensiv beschrieben und nachvollziehbar dargestellt.
Obwohl bekannt ist was mit Georgi Markow passieren wird, empfand ich diese Passagen ebenso spannend, wie die Entwicklung der Geschichte insgesamt.
Stefanie Gregg schreibt flüssig und in einer einfach lesbaren Sprache. Das Hörbuch hat sie selbst besprochen und gibt diesem deshalb eine eigene, persönliche Note. Sie macht er sehr gut, wobei man doch raushören kann, dass sie keine professionelle Sprecherin ist. Gerne würde ich die Geschichte nochmals mit einer anderen Stimme hören, die nicht so tief in der Geschichte steckt, wie die Autorin selbst. Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung!
28. Okt. 2022
Autorin / Autor
Über Stefanie Gregg
Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften. Die Journalistin und freie Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Für ihre Kriminalromane wurde sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ihr großer Schicksalsroman »Und der Duft nach Weiß« beruht auf einer wahren Geschichte.