Blick ins Buch

Romane

Duft nach Weiß

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Über das Buch

„Am Abend der Ankunft des ersten Briefes fiel ich sofort in einen tiefen Schlaf. Ich träumte von tanzenden, bunten Häusern, die um mich herum einen Reigen, den Ratschenitza, zu lauter, wilder Musik vorführten. Vor jedem Haus war ein grasgrüner Rasen, den die Häuser wie einen Rock vor sich her schwangen … Deutschland. Hatte ich von diesem Land schon vorher gehört? Ich weiß es nicht mehr. Deutschland. Das wurde das Wort, das mir in den folgenden Jahren alles verheißen sollte, was ich nicht hatte. Deutschland, weiß wie das Papier.“ Stefanie Gregg wirft einen liebevollen Blick auf Anelijas Familie, auf ihre Kindheit mit Großmutter und Urgroßmutter in Bulgarien. Der Roman erzählt aber auch die Geschichte des regimekritischen Schriftstellers Georgi Markow, der 1978 Opfer des Regenschirm-Attentats in London wurde. Packend und berührend schildert Stefanie Gregg die Lebensgeschichte der beiden, die weit mehr verbindet als die Sehnsucht nach Freiheit und einem selbst­be­stimmten Leben.

Editionen (6)

ISBN9783865325525
VerlagPendragon
Erscheinungsdatum06.07.16
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

2 Rezensionen

4,4

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  • kaisu
    kaisu

    48 Follower

    4,0

    Anfangs ist es einfach ein neugieriges reinlesen, dann die Faszination der lockeren Worte, die so viel Leichtigkeit und Brutalität in einem Atemzug aufzeigen. Lesen! (Ach, und Baba, die kann man nur lieben!)

    22. Sept. 2022

  • monerl
    monerl

    84 Follower

    5,0

    Stichworte Gegenwartsroman, Bulgarien; Georgi Markow, Politik, Regenschirm-Attentat, Frauen, Familie Handlung 5 - interessant, aufschlussreich, abwechselnd, mehrere Zeitebenen Sprache 5 - flüssig, einfach zu lesen/hören Charaktere 5 - fiktiv und historisch, tiefgründig Ende 5 - schön, rund, überraschend Hörbuch 4 - Autorin ist Sprecherin Gesamtwertung 4,8 / 5 Fazit: Der Autorin ist ein wundervolles Buch gelungen, das einen historischen Mord aus dem Kalten Krieg mit einer fiktiven Geschichte aus Bulgarien verbindet. Gegenüber stehen sich vier Generationen von Frauen und das Leben eines Schriftstellers, der ins Exil flüchten musste, um zu überleben. Und dennoch erwischte ihn der lange Arm des bulgarischen Geheimdienstes. Stefanie Greggs fiktive Geschichte um Anelija hat mir sehr gut gefallen. Sie, ihre Mutter, Groß- und Urgroßmutter sind sehr liebevoll und tiefgründig ausgearbeitet. Ihr Leben im Kommunismus, Sozialismus, ihr Alltag und die Probleme und Ängste waren alle intensiv beschrieben und nachvollziehbar dargestellt. Obwohl bekannt ist was mit Georgi Markow passieren wird, empfand ich diese Passagen ebenso spannend, wie die Entwicklung der Geschichte insgesamt. Stefanie Gregg schreibt flüssig und in einer einfach lesbaren Sprache. Das Hörbuch hat sie selbst besprochen und gibt diesem deshalb eine eigene, persönliche Note. Sie macht er sehr gut, wobei man doch raushören kann, dass sie keine professionelle Sprecherin ist. Gerne würde ich die Geschichte nochmals mit einer anderen Stimme hören, die nicht so tief in der Geschichte steckt, wie die Autorin selbst. Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung!

    28. Okt. 2022

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