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Romane

Das Glaskind

4,1(37)
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Über das Buch

Wie durch Glas

Mayas Leben scheint nahezu perfekt. Sie arbeitet in Hamburg als Ärztin in einer Klinik und lebt in einer festen Beziehung. Doch dann erhält sie einen Anruf. Sie soll zurück nach München kommen. Ihre Mutter hatte einen Unfall, und Maya muss sich um ihren Bruder kümmern, der als Autist schon immer das Zentrum der Familie war. Bereits als Kind hatte sie das Gefühl, für ihre Eltern unsichtbar zu sein. Alle Sorge galt ihrem Bruder Tobias. Als Maya zurückkehrt, begreift sie, dass sie endlich ihren eigenen Weg finden muss – nicht gegen, sondern zusammen mit ihrer Familie.

Nach dem Erfolg von »Nebelkinder« – der neue, zutiefst bewegende Roman von Stefanie Gregg

Editionen (1)

ISBN9783746641171
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum09.12.24
Seitenzahl351

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

10 Rezensionen

4,1

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  • ebooklesefee
    ebooklesefee

    738 Follower

    3,5

    tragisch-ergreifend-gefühlvoll

    Ein wichtiges Thema aufschlussreich dargestellt. Irgendwie hat mir trotzdem der Spannungsbogen gefehlt. Das hin und herspringen zwischen den Zeiten war aufschlussreich, aber manchmal auch ein nerviger Zwischenschritt. Gefallen hat mir, dass viele verschiedene Perspektiven beleuchtet wurden. Interessant fand ich, Gefühle in Farben darzustellen. Es gehört nicht zu meinen Lieblingsbüchern, aber ich bereue nicht, es gelesen zu haben und es hat mich zum Nachdenken angeregt!

    23. Feb. 2025

  • stegostyrax
    stegostyrax

    6 Follower

    4,0

    Meine Schwester kann ein Schiff besteigen. Aber auch in die Wellen fallen.

    Maya scheint zufrieden mit sich zu sein, bis auf die Schuld, die sie nie begleichen wird können. Seit klein auf war sie ein Glaskind, immer verantwortlich für ihren Bruder und nie selbst in der Rolle des Sonnenscheinkinds. Jahrelang gab es kein Wort für das Verhalten ihres kleinen Bruders, doch dann war es da: Autismus. Für ihre Eltern eine Erleichterung, doch für Maya nie eine Entlastung. Immer mehr wird sie in die Verantwortung für ihren Bruder gezogen, mit den Worten "Nur du kannst ihn beruhigen". Je älter Tobi wird, desto unsichtbarer wird Maya als Kind, sie wird nur als große Schwester von Tobi wahrgenommen. Nach Jahren bricht sie aus der Verantwortung aus mit ihrem Studium zur Neonatologin. Endlich kann sie sich aus freien Stücken um neugeborene Babys kümmern, die ihre Hilfe brauchen. Ohne Bedingungen, ohne Druck, ohne Schuld. Doch als ihre Mutter einen schweren Unfall hat, muss Maya zurück. Und sofort fällt sie wieder in die Rolle des Glaskindes. Schafft sie es nicht wieder so unsichtbar wie früher zu werden und auf ihre Bedürfnisse einzugehen? Findet die Familie wieder zueinander, in der alle Kinder als gleich angesehen werden? Sie mit undiagnostiziertem Autismus im Schatten, ihr Bruder Tobi mit diagnosiziertem Autismus im Vordergrund und ihr kleiner Bruder Merlin, das Goldkind, welches mit dunklen Dämonen zu kämpfen hat, die keiner sieht. ______ Ein Buch, welches Einblicke in das Leben mit Autismus durch kurze Zitate am Ende mancher Kapitel von Tobi gibt. Das lässt einen direkt tief eintauchen und in den Strudel der Farben eintauchen. Diese Zitate von Tobi waren tatsächlich mein Highlight des Buches, auch wenn das wieder dem Ziel des Buches widerspricht, welches ja den Fokus auf die Schwester und ihre Unsichtbarkeit legt. Auch wenn der Schreibstil komplett anders ist, als meine üblichen Bücher, ist es ein super Buch. Vielleicht macht es auch genau das so besonders und hat mich dadurch in den Bann gezogen. Ich liebe Bücher, die "spielerisch" neue Blicke auf das Leben geben und man dadurch seine Sichtweise ändern kann. Dieses Buch gehört definitiv dazu! Eventuell wäre eine Triggerwarnung zu selbstverletzendem Verhalten, Abtreibung, Depression und Trauma angebracht. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber trotzdem eine klare Empfehlung von mir!

    Meine Schwester kann ein Schiff besteigen. Aber auch in die Wellen fallen.

    26. Mai 2026

  • leselicht78
    leselicht78

    201 Follower

    3,5

    Das ungesehene Geschwisterkind

    Das Thema des Buches finde ich sehr reizvoll. Das Geschwisterkind, das eben Bruder oder Schwester eines beeinträchtigten Kindes ist und nicht gesehen wird. Aufgrund der Überlastung der Eltern überfordert sich dieses "Glaskind" oft selbst und stellt sich hinten an. Auch als Erwachsene haben diese Personen das Gefühl, kein Anrecht auf eigene Bedürfnisse zu haben. Diese Gefühle sind in dem Roman gut umgesetzt. Was mir auch gefallen hat war, wie der autistische Bruder beschrieben wurde und welche Not ihn bei der Bewältigung seines Alltags plagt und wie sehr die Frauen der Familie versucht haben, diese Not zu mildern, während der Vater die Flucht ergriffen und der jüngste Sohn seine Depression gedeckelt hat, um alle zu schonen. Was mir nicht gefallen hat, waren die vielen Zeitsprünge in die Vergangenheit und dann auch in die Zukunft, die eine Episode nur angerissen haben und man so nicht richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Trotzdem finde ich es wichtig, auf das Leiden aufmerksam zu machen das in Familien entsteht, wenn ein Familienmitglied sehr fordernd ist. Das macht den Roman auf jeden Fall lohnenswert zu lesen.

    8. Feb. 2025

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Stefanie Gregg

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften, worin sie auch promovierte. Nach Stationen in Medienunternehmen und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane »Mein schlimmster schöner Sommer«, »Der Sommer der blauen Nächte«, »Nebelkinder«, »Die Stunde der Nebelkinder«, »Die Hoffnung der Nebelkinder« und »Glaskind« erschienen.

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