Blick ins Buch

Romane

Mein Jahr der Ruhe und Entspannung

3,7(1032)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

New York, am Anfang des neuen Jahrtausends. Einer jungen Frau stehen die Türen zu einer Welt aus Glanz und Glitter offen. Sie ist groß, schlank und ausgesprochen hübsch. Gerade hat sie an einer Elite-Universität ihren Abschluss gemacht und arbeitet nun in einer angesagten Kunstgalerie. Sie wohnt im teuersten Viertel der Stadt, was sie sich leisten kann, weil sie vor Jahren schon ein kleines Vermögen geerbt hat. Es könnte also nicht besser laufen in ihrem Leben ... In Wirklichkeit jedoch wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ihrer Welt den Rücken zu kehren. Von einer dubiosen Psychiaterin lässt sie sich ein ganzes Arsenal an Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Schlaftabletten verschreiben. Mithilfe der Medikamente will sie »Winterschlaf halten«. Aber dann merkt sie in einem ihrer wenigen wachen Momente, dass sie im Schlaf ein eigenes Leben führt. Sie findet Kreditkartenabrechnungen, die auf Shoppingtouren und Friseurbesuche hindeuten. Und scheinbar chattet sie regelmäßig mit wildfremden Männern in merkwürdigen Internetforen. Erinnern kann sie sich daran aber nicht ... Mit bissiger Ironie erzählt Ottessa Moshfegh von einer Frau, die verzweifelt versucht, ihrer aufgeputschten Scheinwelt zu entkommen. Der neue Roman von einer der wichtigsten neuen Stimmen der amerikanischen Literatur.

Editionen (2)

ISBN9783954380923
VerlagLiebeskind
Erscheinungsdatum24.09.18
Seitenzahl320

Merkmale

2 Bewertungen

MittelUngewöhnlichWitzigNachdenklichGlaubwürdigSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

1032 Bewertungen

145 Rezensionen

3,7

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  • chafer.2110
    chafer.2110

    96 Follower

    4,5

    Wahrscheinlich das seltsamste Buch, das ich je gelesen habe, mich aber fasziniert hat.

    Han Kangs "The Vegetarian" hat bisher die Liste angeführt. Hier kommt kann der Protagonistin aber so viel und so viel unangenehmer näher. Das Buch führt auch auf eine sehr gute Weise die Liste der unsympathischen, egomanischen und seltsamen Protagonistinnen an. Es fühlt sich an wie eine Fiebertraum Episode von "Girls" und man fragt sich die ganze Zeit, wann es zu viele Drogen und Risiken sind. Einfach faszinierend und seltsam. Beste "weird girl" Literatur.

    5. Mai 2026

  • lisacloser
    lisacloser

    36 Follower

    5,0

    „Fänger im Roggen“ meets “Sex and the City“.

    Absolut genial geschrieben. Für mich ein Pageturner, den ich nicht zur Seite legen konnte, was ziemlich beachtlich ist, immerhin dreht es sich ausschließlich um eine Frau, die ein Jahr lang durchschlafen will. Die namenlose Erzählerin beschließt ihrem alten Leben als Kunsthistorikerin und Galeristin in NY zu entkommen, das bislang irgendwo zwischen Selbsthass und Selbstoptimierung stattgefunden hat. Sie will einen Neustart. Dafür besorgt sie sich alle möglichen Tabletten bei einer zwielichtigen Therapeutin und dröhnt sich mit einer ausgeklügelten Mischung aus allem Möglichen dauerhaft weg. Während wir sie bei ihrem waghalsigen Vorhaben begleiten, tauchen wir ab in den dunklen Ozean ihrer Vergangenheit, bangen um ihren Verstand, um ihr körperliches Wohlbefinden, sogar um ihre (gnadenlos dysfunktionalen) Beziehungen und merken mit der Zeit: diese Frau scheint genau zu wissen, was sie tut. Was man sonst noch so bekommt: Eine messerscharfe Kritik an der Kunstwelt, eine Fülle gedanklicher Abgründe und ein originelles Happy End.

    „Fänger im Roggen“ meets “Sex and the City“.

    15. Jan. 2026

  • ash_reads_books
    ash_reads_books

    317 Follower

    4,0

    If "Im glad my mom died" and "the queensgambit" had a depressed baby.

    Dieses Buch hat meiner Meinung nach nicht viel Handlung oder Spannung. Jedoch denke ich dass die Botschaft dahinter oft missverstanden wird. Dieses Buch (finde ich persönlich) ist wahrscheinlich eher zum Nachdenken und selbst reflektieren als zur reinen Unterhaltung. Ich fand dieses Buch dennoch sehr gut, weil auch wenn die Prota, die in dem gesamten Buch ohne Namen auftritt, eine vermeintlich sehr schlechte und grausame Art hat man ihre Probleme und Gedankengänge irgendwie versteht. Ich denke, dass hier eine Protagonistin ohne Namen gewählt wurde um zu symbolisieren, dass sie in Kern mit ihren Problemen und unterbewussten Gedanken wie jeder Mensch ist und es deshalb egal sei wie ihr Name lautet da er zum Verständnis des Buches nicht von Belang ist. Jedoch würde ich jedem der vorhat dieses Buch zu lesen empfehlen, erst einmal in die TW reinzuschauen und sich bewusst zu machen, dass dies ein sehr melancholisches Buch ist.

    If "Im glad my mom died" and "the queensgambit" had a depressed baby.

    16. Juli 2024

3 von 145 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ottessa Moshfegh

Ottessa Moshfegh wurde in Boston geboren und ist kroatisch-persischer Abstammung. Sie steht auf der Granta-Liste der zwanzig besten jungen Autoren aus den USA. Für ihre Novelle »McGlue« erhielt sie den Believer Book Award sowie den Fence Modern Prize. Ihr Roman »Eileen« stand auf der Shortlist des Man Booker Prize und wurde mit dem PEN/Hemingway Award ausgezeichnet. Ottessa Moshfegh lebt in der Nähe von Los Angeles.

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