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Romane

Wir doch nicht

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Über das Buch

Hamburg, in der Zukunft. Die 37-jährige Mathilda lebt in einer Diktatur. Sie beendet ihre ungewollte Schwangerschaft heimlich mit einem Kleiderbügel – obwohl auf Abtreibungen in Deutschland eine lebenslange Haftstrafe steht. Das Gesetz hat die SfDD (Sieg für Deutschland und die Deutschen) unmittelbar nach ihrer Machtübernahme erlassen. Mit diesem drastischen Schritt beginnt Mathildas innere Rebellion gegen ein Regime, das sie zur Gebärmaschine degradieren will. Mathilda verrät ihrem Mann Finn nichts und spricht auch sonst mit niemandem, um ihr Verbrechen geheim zu halten. Doch dann entzünden sich ihre inneren Verletzungen. Wir doch nicht erzählt die Geschichte von Mathilda, beschreibt den Alltag in einer Diktatur, in der Frauen unterdrückt werden, und wie eine freie Demokratie zu einem totalitären Regime geworden ist.

Editionen (2)

ISBN9783948923389
VerlagKATAPULT Verlag
Erscheinungsdatum23.09.22
Seitenzahl224

Merkmale

1 Bewertungen

VerstörendMittelEinfachNachdenklichSpannendGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

100 Bewertungen

20 Rezensionen

4,3

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  • mopsliest
    mopsliest

    383 Follower

    5,0

    Ein Buch, dass einfach nur wütend macht

    Gott, dieses Buch hat mich so wütend gemacht. Und das von Seite 1 an. Erzählt wird die Geschichte von Mathilda, die in einem faschistischen Deutschland in der Zukunft lebt. Frauen werden massiv unterdrückt und als Gebärmaschinen benutzt, was Mathilda dazu zwingt an sich selber eine Abtreibung vorzunehmen. In Rückblenden wird über ihr altes und aktuelles Leben erzählt. Und das ist echt düster. Die Autorin hat es wirklich gekonnt geschafft mit diesem Buch zu erläutern, was es für Frauen bedeutet, wenn der politische Rollback kommt, der sich ja auch der realen Welt leider zeigt. Komplette Überwachung, keine Eigenständigkeit und Reduzierung auf das Thema Hausfrau und Mutter. Man leidet mit der Protagonistin einfach nur mit. Ja, solche Dystopien gibt es schon mehrere auf dem Buchmarkt, dennoch konnte mich diese wirklich gut in ihren Bann ziehen und hat mir wieder deutlich vor Augen geführt, dass der feministische Kampf auch ein antifaschistischer Kampf ist, denn wir JETZT auch hier in unserer realen Welt kämpfen müssen. Bevor es zu spät ist mit AfD und Co. Beim lesen habe ich mich auch gefragt, warum es immer nur diese negativen Dystopien gibt, wo unsere Welt wieder im Totalitarismus und Faschismus versinkt. Warum gibt es keine positiven, progressiven, linken Utopien auf dem Buchmarkt. So als Aufmunterung und Aufzeigen, dass es auch anders, besser gehen könnte. Aber ich glaube, es braucht gerade jetzt genau solche Bücher, die die Schrecken zeigen und aufklären. Damit niemand sagen kann, wir wussten ja nichts. Mein Fazit: Ein großartiges Buch, was aufrüttelt und wehtut. Für mich eigentlich ein Buch, was in Schulen gehört.

    Ein Buch, dass einfach nur wütend macht

    21. Aug. 2025

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    5,0

    WIR DOCH NICHT Nora Burgard-Arp TW: Schwangerschaftsabbruch Hamburg in der Zukunft: Die Partei SfDD („Sieg für Deutschland und die Deutschen“) hat die Macht übernommen und die bereits drakonischen Gesetze der vorherigen Regierung noch weiter verschärft. „Kontrollierte Rückführungen“ von Migranten gibt es nicht mehr - entscheidend ist nun allein die „deutsche Abstammung statt Pass“. Wer nicht in dieses Schema passt, muss das Land verlassen. Frauen werden auf ihre Rolle als Mütter reduziert: Sie haben zu gebären, berufliche Perspektiven gibt es für sie nicht. Verhütung ist verboten, Abtreibung wird mit lebenslanger Haft bestraft. Der Staat überwacht jeden Schritt - Handys werden abgehört, die Kontrolle ist allumfassend. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind untersagt, und die Männer bestimmen über das Land. Mathilda, 37 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann Finn in Hamburg. Sie kennt ihn seit der Schulzeit - damals waren sie bereits ein Paar. Ihre Mutter hatte sie vor ihm gewarnt, doch Mathilda ignorierte alle Bedenken. Auch von Republikflucht wollte sie nichts hören - Deutschland verlassen? Für sie kam das nie infrage. Als ihre Mutter eines Tages verschwand, reagierte sie mit Wut und Unverständnis. Doch in letzter Zeit schleichen sich Zweifel ein: Hatte ihre Mutter vielleicht doch recht? Finn ist längst nicht mehr liebevoll, und Mathilda weigert sich vom Staat zur „Gebärmaschine“ degradieren zu lassen. Als sie unerwartet schwanger wird, trifft sie eine radikale Entscheidung: Finn darf nichts erfahren. Sie will die Schwangerschaft beenden und nimmt einen Kleiderbügel zur Hilfe. Doch ihre inneren Verletzungen entzünden sich und es gibt niemanden, den sich Mathilda anvertrauen kann. Was für eine Geschichte! Dieses intensive Buch mit seinem packenden Schreibstil hat mich von der ersten Seite an mitgerissen - ich konnte es nicht aus der Hand legen. Diese (viel zu realistische) Dystopie sollte gerade jetzt ganz viel Aufmerksamkeit erhalten - damit wir unsere Demokratie weiterhin schützen und unterstützen. Ein weiteres Highlight ist die liebevolle Gestaltung des Buches mit kleinen Illustrationen an jedem Kapitelende, die die düstere Atmosphäre perfekt unterstreicht. Fazit: Krass und eindringlich! Große Leseempfehlung. BITTE LEST DIESES BUCH! 5/5

    27. Feb. 2025

  • frauatze
    frauatze

    110 Follower

    5,0

    Ganz ganz erdrückend

    In Deutschland regiert die Partei SfDD- Sieg für Deutschland und die Deutschen und Mathilda ist ungewollt schwanger. Sie will dieses Kind in diesem System nicht, einer immer fanatischer werdenden Diktatur. Das wird an einzelnen Frauen so gut erzählt, dass einem beim Lesen die Wut packt. Angesichts des immer stärker werdenden politischen Rechtsrucks sind manche dieser Maßnahmen, die die Regierung im Buch trifft, vorstellbar und einfach gruslig. Absolut lesenswert und wichtig!

    4. Feb. 2025

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nora Burgard-Arp

Nora Burgard-Arp, geboren 1985, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Köln und Journalismus in Hamburg. Als Jour- nalistin schreibt sie unter anderem für ZEIT Online. Für ihre Arbeiten wurde sie mit dem Reportagepreis für junge Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, für den Grimme Online Award nominiert und zweimal vom Medium Magazin unter die Journalistinnen und Journalisten des Jahres gewählt. Besonders wichtig sind ihr die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Mental Health. Wir doch nicht ist ihr Debütroman. Nora Burgard-Arp lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

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