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Romane

Gute Nacht, Tokio

3,8(71)
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Über das Buch

Tokyo, nachts um eins. Schräge und weniger schräge Vögel sind unterwegs. Eine Filmrequisiteurin, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper. Man trifft sich, verpasst sich, träumt und erinnert sich. Im ›Blackbird‹ des jovialen Taxifahrers Matsui zum Beispiel, oder im ›Drehkreuz‹, einem von vier Frauen geführten Imbiss, der spätabends öffnet und morgens schließt. Der Mond bescheint die Stadt, und wenn nicht der Mond, dann die Neonlichter. Ein Episodenroman, der alle und alles verbindet und den Leser glücklich macht. Gute Nacht, Tokyo. Deutsche Erstausgabe.

Editionen (2)

ISBN9783944751283
Verlagcass verlag
Erscheinungsdatum11.04.22
Seitenzahl190

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

27 Rezensionen

3,8

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  • sani_schwanke
    sani_schwanke

    84 Follower

    4,0

    Wunderschöne kleine Geschichten, deren Hauptfiguren alle irgendwie miteinander verbunden sind. Ein wenig vorhersehbar und schnulzig, aber trotzdem berührend. Mir wurde warm ums Herz. Ich liebe zudem diesen eigentümlichen Ton japanischer Autoren 🥰. Mit den Namen tat ich mich schwer - aber das ist Kritik auf hohem Niveau😉

    8. Mai 2024

  • 4,0

    Die Magie der Begegnung im Tokioter Setting ✨

    In der Millionenstadt Tokio ist Nachttaxifahrer Matsui mit seinem nachtblauen Auto unterwegs und chauffiert Fahrgäste aller Couleur. Um was für eine Art Menschen handelt es sich, die es Nachts aus ihrem Zuhause treibt? Wir lernen zum einen die Requisiteurin Mitsuki Sawatari vom Film kennen, die bis zum nahenden Morgen die skurrilsten Dinge für ein Filmset beschaffen muss und dabei auf eine Obstdiebin namens Kanako trifft, die bei der Telefonseelsorge arbeitet. Zum anderen einen nachtaktiven Händler Herrn Ibaragi mit seinem Geschäft für defektes Werkzeug oder einen Meisterdetektiv namens Shuro, der dem eigenen Vater hinterher spioniert, durch das Schauen von seinen alten Filmen und noch einige weitere liebenswürdig verschrobene Figuren. Atsuhiro Yoshida schreibt diesen Roman in zwölf Kapiteln und jedes davon beginnt nachts um eins. Er trifft mit dem Tokioter Setting den richtigen Ton und baut gekonnt Metaphern ein. Die nächtliche Atmosphäre wird förmlich spürbar. Da das Büchlein nur 190 Seiten hat, ist es in kurzer Zeit lesbar. Ich liebe japanische Literatur und von "Gute Nacht, Tokio" habe ich mich direkt angesprochen gefühlt: verschiedene Charaktere, deren Wege sich kreuzen, die für wenige Augenblicke, oder auch für länger, ihre Träume und Wünsche miteinander teilen. Die Figuren in diesem recht kurzen Episodenroman sind alle irgendwie speziell, sie sind Außenseiter, oft einsam, desillusioniert, haben ihre früheren Träume und Ziele aufgegeben. Fast immer sind sie auf der Suche nach etwas, ohne das unbedingt immer benennen zu können. Der Autor führt diese Figuren auf etwas verschlungenen Pfaden zueinander. Sehr ruhig und warmherzig erzählt er ihre Geschichten, oft entbehren diese nicht einer gewissen Skurrilität. Der Schreibstil wirkt an manchen Stellen etwas unrund (der einzige Grund für meinen Sterneabzug), ob es an der Übersetzung liegen mag, wage ich nicht zu beurteilen. Die verschiedenen Episoden springen in der Zeit und zwischen den Figuren, so dass es manchmal kurz stockt, weil man erstmal wieder den Anschluss finden muss. Atsuhiro Yoshida entwirft Schicksale, die sich perfekt in die Kulisse der Millionenmetropole Tokio einfügen. Sie sind anonyme Gestalten, die unerkannt an einem vorbeihuschen. Doch sie machen Tokios Vibe als pulsierende Stadt aus. Ohne sie würde etwas fehlen. Der Autor verbindet die einzelnen Figuren und ihre Geschichten miteinander, ihre sich kreuzenden Wege und ihre dadurch entstehende Weiterentwicklung. Sie verändern sich und zum Teil sogar ihr Leben - aus anfangs unzusammengehörenden Einzelteilen wird ein Ganzes, dass sich dem Leser erst zum Ende des Buches erschliesst. Alles steht letztlich miteinander in Verbindung. Fazit: Wenn man nachts unterwegs ist, kann man einiges erleben und eine Begegnung mit Fremden kann völlig neue Perspektiven eröffnen.

    18. Juni 2024

  • watashiwalena
    watashiwalena

    19 Follower

    3,5

    Leise und gefühlvoll

    Ich weiß nicht so genau, wie mich dieses Buch zurück lässt. Einerseits bin ich froh, es durch zu haben, andererseits könnte ich weitere Nachtgeschichten lesen. Vielleicht war es mir zu viel anderes und zu wenig Tokyo.

    11. Jan. 2026

3 von 27 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 8243%
alexamuc
alexamuc1. Jan. 2026

Ich weiß gar nicht, welche Personen ich am Liebsten mag. Sie sind alle so unterschiedlich und dennoch interessant. Mitsui ist wie das Zentrum eines Spinnennetzes, von dem alle Episoden ausgehen. Gefällt mir gut 👍

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