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Romane

Die Kapuzinergruft

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Über das Buch

Die Kapuzinergruft ist der Roman vom Untergang Österreichs als selbständiger Staat. Die Erzählung setzt ein im April des Jahres 1913, Held des Romans ist – wie bereits im Radetzkymarsch – ein junger Trotta. Franz Ferdinand wurde hineingeboren in das Ende der gewohnten Ordnung, die neue lässt ihn orientierungslos zurück. Seine Frau Elisabeth, die Mutter seines Sohnes, verlässt ihn, wird die Geliebte einer Künstlerin und Frauenrechtlerin und will schließlich als Schauspielerin zum Film nach Hollywood. Als Franz Ferdinands Mutter stirbt, reißt das letzte Band zur eigenen Geschichte. Trotta bleibt ›allein, allein, allein‹ und meint, seine letzte Rettung in der Kapuzinergruft zu finden, wo die alte Welt bewahrt und begraben ist. Das Hörspiel, das sehr nah an der Romanvorlage bleibt, ist eine Koproduktion des Österreichischen Rundfunks mit dem NDR und versammelt zahlreiche Sprecher von Rang und Namen. Die Musik stammt von dem Jazzmusiker und Komponisten Max Nagl.

Editionen (32)

ISBN9783940018083
Verlagspeak low
Erscheinungsdatum28.02.13

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

3 Rezensionen

3,0

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  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    2,0

    2,5 Sterne Das Buch war bezüglich österreichischer Geschichte interessant. Die ist bei mir bisher immer zu kurz gekommen. Was die Habsburger Monarchie für den Vielvölkerstaat bedeutet hat, welche unterschiedlichen Völkergruppen dazu gehört haben, all das hatte ich wahrscheinlich irgendwann mal in der Schule grob gelernt (wobei meiner Erinnerung zufolge, ziemlich wenig österreichische Geschichte in der Schule vorkam, da nahm die Geschichte Frankreichs deutlich mehr Raum ein, was aber auch daran liegen mag, dass ich ursprünglich aus dem Saarland komme was nun mal Grenzgebiet ist), aber mittlerweile längst vergessen. Mit der Charakterisierung der Personen konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Die Mutter bleibt am ehersten würdevoll, weil sie scheinbar an alten Traditionen festhält, während die Ehefrau nicht sehr charmant dargestellt wird, weil sie wegläuft und sie ihren eigenen Weg gehen möchte. Aber auch der Erzähler selbst kommt nicht unbedingt gut weg. Mir hat sich hier vieles einfach nicht ganz erschlossen, vielleicht sollte ich erstmal den Radetzkymarsch lesen und mich etwas mehr mit der Geschichte Österreichs befassen. Insgesamt kein schlechtes Buch, nur für mich hat es (noch) nicht so ganz funktioniert.

    21. Jan. 2023

  • leika12
    leika12

    11 Follower

    2,0

    Es ist ein sehr deprimierender und hoffnungsloser Roman, der sich mit der Zeit vor, während und nach dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Wie beim Radetzkymarsch auch, fand ich die ewig langen Sätze anstrengend zu lesen und es passierte nicht selten, dass ich Sätze mir mehrmals durchlesen musste. Insgesamt war die Kapuzinergruft etwas schlechter als der Radetzkymarsch.

    26. Apr. 2025

  • 4,0

    Für mich das Roth-Highlight. Ein melancholisch-kakanophiler Leckerbissen, in dem Joseph Roth auch gleich die Antwort auf die Frage nach dem Untergang der k.u.k. Monarchie mitliefert: Die Monarchie räumte den Slawen zuwenig Rechte ein, gleichzeitig besiegelten die Deutschtümler mit ihrer "Wacht am Rhein" (ab Linz westwärts) statt dem "Gott Erhalte" endgültig den Untergang. Österreich war nie eine Nation, Österreich war die erste und bisher einzige Übernation. Etwa Pole zu sein UND Österreicher war kein Widerspruch. Die Deutschen Nationalisten tragen die Hauptursache am Untergang dieser EU-Vorgängerversion und sie bekämpfen sie heute noch. Man braucht sich nur die Wahlplakate der sozialen Heimatpartei anzuschauen.

    9. Apr. 2025

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

Joseph Roth, einer der wachsamsten Autoren seiner Zeit, erkannte schon früh die Gefahr des Nationalsozialismus. Gleich nach der Machtergreifung im Januar 1933 verließ er Berlin, seinen Lebensmittelpunkt der vorangegangenen zwölf Jahre, um ins Pariser Exil zu gehen. Mit »Die Kapuzinergruft«, seinem Roman vom Untergang Österreichs als selbständiger Staat, erschienen im Dezember 1938 in einem niederländischen Verlag, reagierte Roth unmittelbar auf die jüngsten politischen Ereignisse.

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